Vom Fachmann für Kenner | November 2008


Geistesblitz

Als ich kürzlich am »Friseursalon Gaby« vorbeikam, dämmerte mir nach und nach, wofür das »G.« in »Inhaberin: G. Baier« steht.

Alex Speh

Kündigungsschutz

Meinen Vermieter treibt die panische Angst um, zahlungsunwillige Mieter nicht mehr loszuwerden. Deshalb ließ er mich zum Einzug eine um zwölf Monate vordatierte Kündigung unterschreiben. Sobald der Termin verstrichen sei, sagte er, werde er einfach eine neue Kündigung für ein weiteres Jahr verlangen. Nun war es bei mir wieder einmal soweit, wir »verlängerten«. Zu diesem Zweck kam er mit einem Blatt Papier und einem Stift in meine Wohnung. Ich bot ihm an, sich zu setzen, doch er lehnte ab. Dazu sei er heute zu nervös, er könne nicht stillsitzen. Also stand er diktierend neben mir, während ich wie ein Schüler zu schreiben begann, erst meine und seine Anschrift, dann als Datum »30.06.2009« sowie: »Sehr geehrter Herr …, hiermit kündige ich bestehendes Mietverhältnis zum 30.09.2009.« Damit fertig, meinte ich etwas voreilig: »Jetzt noch unterschreiben, und das wär’s, oder?«
»Nein«, er deutete auf das Blatt Papier und insistierte: »Da muß noch ›Mit freundlichen Grüßen‹ hin.« Das stimmte. Wie konnte ich das nur vergessen?

Friedrich Krautzberger

Schafragout

Nachdem bei uns in der Gegend nun schon zum wiederholten Mal Schafe vom Schneidwerk einer Erntemaschine erfaßt und kleingehäckselt wurden, steht für meinen kleinen Sohn unumstößlich fest, warum die Dinger Mähdrescher heißen.

Thorsten Mausehund

Gut gewählt!

Mein Tip für die Geschenkesuche: Einfach auf der Amazon-Homepage unter der Kategorie »Kamera & Foto« das Suchwort »Ratgeber« eintippen. Das als erster Treffer gelistete Fachbüchlein »Ratgeber Anal: Tips und Tricks für sicheren Analverkehr« weist als Bewertung immerhin fünf Sterne auf und kommt somit als Geschenk im fotografieinteressierten Verwandtenkreis durchaus in Frage.

Susanne Feldt

Aus dem Notizbuch

Februar/März 2010: Chopins 200. Geburtstag. Rechtzeitig auf den Markt bringen: Anti-Chopin-Shampoo!

Mark-Stefan Tietze

Quengelware

Die Anordnung des Kondomsortiments bei Edeka scheint mir verkaufspsychologisch unglücklich. Was die Gütesiegel und Zertifikate an Vertrauen aufbauen, machen die Artikel im untersten Fach spielend wieder zunichte: Schwangerschaftsfrühtests.

Dominik Mauer

Bei Ikea

Nach geschätzten 53mal links und 52mal rechts abbiegen war ich endlich bei einer der Einkaufswagenausgaben für das SB-Lager. Da die Schlange davor sehr lang war, hatte ich Zeit, intensiv den Fluchtwegplan zu betrachten. Dabei wurde mir klar: Wenn im schwedischen Möbelhaus mal ein Feuerchen ausbricht, und man befindet sich in dem Labyrinth irgendwo zwischen Kleiderschrank Aspelund und Eßtisch Bjursta – machen wir uns nichts vor: keine Chance, vergiß es.

Tobias Jelen

Plan A

Meine Karriereplanung basiert im wesentlichen darauf, daß ich als einziger die Eier in der Hose habe, dem Chef öffentlich mitzuteilen, daß es in seinem Büro, in dem er einen Zigarillo nach dem anderen raucht, so riecht, als ob er in einen feuchten Schuh gefurzt hätte – was hiermit auch geschehen wäre. Wenn ich mich damit nicht zum Abteilungsleiter qualifiziere, weiß ich auch nicht mehr weiter!

Theobald Fuchs

Farbige Schilderung

Mein neues Color-Waschmittel bewährt sich ausgezeichnet. Ich glaube, die Rotweinflecken sind sogar roter als vorher.

Andreas Schriewer

Trockener Humor

Als ich neulich die Pflanze auf dem Bücherstapel kräftig übergossen hatte, fürchtete ich schon die Katastrophe. Letztlich waren es aber nur die Feuchtgebiete von Charlotte Roche, die die Überflutung begierig einsaugten.

Martin Schwarzbeck

Der nächste bitte!

Unser Nachbar informierte uns vorbildlich: »Sehr geehrte Miteigentümer! Wir müßten ein Arztschild beim Hauseingang anbringen und hoffen, Sie haben nichts dagegen. Patientenverkehr gibt es keinen.« Wir waren etwas verwundert, daß ein Schild nötig ist, wenn es nicht zur Orientierung potentieller Patienten dient. Als es endlich hing, waren wir aber ganz froh, daß die »Fachärzte für Pathologie« keine Patienten empfangen.

Stephan Hofer

Wenn das Geld im Kasten klingt

Mit wertlosen Papieren kennen wir uns ja spätestens seit den Ablaßbriefen der katholischen Kirche aus, die man als erste Derivate der Weltgeschichte bezeichnen könnte. Frage mich nur, wer aus dieser Finanzkrise als neuer Luther hervorgeht und wer die neuen Protestanten werden.

Peter Henrich

Klasse Konter

Glücklicherweise kommt es ab und an doch mal vor, daß einen bestimmte Menschen mit unerwarteten Aussagen überraschen. So neulich am Hauptbahnhof: Ein junger, finster dreinblickender Mann murmelte zu seinem unscheinbaren Kumpanen, wie sehr er die »Scheiß-Kanaken« doch hasse. Auf den Einwand des Begleiters, daß »Kanake« aus dem Polynesischen stamme und einfach nur ein anderes Wort für Mensch sei, erwiderte er, daß er dies wisse, er sei aber Misanthrop.

Lukas Lohmer

Berufliche Probleme

Es gibt so viele unvorteilhafte Berufe, ja ganze Branchen mit Imageproblemen. Fällt dann die Frage: »Und, was machen Sie beruflich?«, wird der Smalltalk oder Flirt schnell zum Flop. Deshalb ein Trick: Um die eigene Branche zu vernebeln, bietet sich die Wendung »Was mit…« an. »Was mit Köpfen« verrät nicht, ob man als Henker oder Headhunter tätig ist, und »was mit Armen« machen ziemlich viele, ob als Ringer oder Sozialarbeiter.
Diesen Trick habe ich kürzlich auch meinem Onkel Peter verraten. »Sag doch einfach: Was mit Firmen«, habe ich ihm eingebleut, nachdem er wieder einmal hängenden Kopfes aus der Disko kam, betrübt darüber, daß seine Gesprächspartnerinnen stets Reißaus nehmen, sobald er erzählt, daß er Pfarrer ist. Jetzt läuft das mit den Frauen wie am Schnürchen.

Ella Carina Werner

Im Weinkeller

Was wiegt nun schwerer: Daß ich schon wieder alles ausgetrunken habe oder daß kein Wein mehr im Haus ist?

Marcel Vega

121er-Bus

Ayşe: » … schmein HALLO! Der Typ verarscht disch doch NUR!«
Ayşes Freundin: »Schweiss das ja!«
Ayşe: »Ey, dann sag dem was voll, was den stresst!« (Pause)
Ayşe: »Ey, HALLO!«
Ayşes Freundin: »Ey, halt die Fresse! Isch überleg, wie isch den fertigmachen kann!«
Ayşe: »Ey, sag ihm, er hat voll den kleinen Schwanz!«
Ayşes Freundin: »Ey, der hat VOLL den GROSSEN Schwanz!«
Ayşe: »Mann, Scheiße, hey!«

Karlo Tobler

Genau

Es ist allerhöchste Zeit, daß irgendjemand diesem Müsli-Wahn endlich mal einen Riegel vorschiebt.

Alexander Waldhelm

Bitter

An der Fußgängerampel einer großen Kreuzung: Zwei Frauen mittleren Alters mit verkniffenen Von-der-Welt-belogen-und-betrogen-Gesichtern gnattern vor sich hin und bestätigen sich gegenseitig in einem unendlichen Kreisgespräch ihr Unglück. Plötzlich guckt die eine rüber zum Ampelübergang der kreuzenden Straße und zischt: »Und die da haben auch viel länger Grün als wir!«

Katharina Greve

Von wegen Honorar

Aufgrund der anhaltenden Finanzkrise habe ich mich entschieden, folgenden Beitrag nicht zu schreiben:

Steffen Knab

Sag’s treffend

Eine Freundin unterhält ein freundschaftliches Verhältnis zum Schriftsteller Wolfgang Hilbig. Eines Abends saß man beisammen auf der Veranda des Literaturhauses in Edenkoben, trank und aß und konnte sich gar nicht sattsehen an der üppigsten aller Rosenprachten, die man je zu Gesicht bekommen hatte. Hilbig hatte sich vor der anstehenden Lesung für eine Stunde zurückgezogen und trat jetzt zu den anderen. Für eine kurze Weile klinkte er sich ein ins andächtige Starren und Staunen. Dann sagte er laut: »Meine Fresse – die Rosen.« Und faßte damit die Stimmung des Augenblicks in die allerpassendsten Worte. Mehr kann man von einem Dichter kaum erwarten, oder?   

Christof Goddemeier

Zielvorgabe

Dereinst soll mein Name im Guinnessbuch der Nobelpreise stehen.

Helge Möhn

Klarer Zeitvorteil

Als mein Herzliebster neulich in der Morgendämmerung arg zerfeiert und auf Zehenspitzen nach Hause kam, staunte er nicht schlecht, als ich mit undurchdringlicher Miene am Küchentisch saß und ihn schweigend ansah. Groß war seine Anstrengung, meinen Unmut zu beschwichtigen und ein verzeihendes Lächeln auf mein Antlitz zu zaubern; blumig die Erklärungen, inbrünstig die Gesten. Ich lauschte seinen Worten und sagte kein Wort – mein war der Triumph, zehn Minuten eher zu Hause gewesen zu sein!

Marion Weiß

Nomen est omen

Angesichts der aktuellen Weltfinanzlage erinnert sich vielleicht so mancher daran, daß das chinesische Schriftzeichen für Krise aus den Zeichen für Gefahr und für Chance zusammengesetzt ist, und schöpft daraus neuen Optimismus. Mir gibt dagegen zu denken, daß der entsprechende deutsche Begriff aus den Wörtern Grieß und See besteht: ein ungeheuer schmotziges Gepampfe, aus dem man nicht mehr so leicht wieder rauskommt.

Harald Mühlbeyer

Kernkompetenz

Aus der Flut der Werbebotschaften sticht eine von der Telekom besonders ins Auge: »Erleben was verbindet: Leistung!«
Da frage ich mich unwillkürlich: Ist da nicht ein »s« zuviel?

Wilfried Neef

 

Kennzeichen des Alterns

Jetzt ist es soweit: Ich gehe inzwischen nicht nur mit Rollkoffern auf Bahnreisen, sondern ertappe mich dabei, wie ich in einem Zug der Deutschen Bahn erstmals eine Tupperdose mit aufgeschnittenem Obst auspacke. Sollte ich in naher ­Zukunft in einem Zug mit hart gekochten Eiern im Gepäck angetroffen werden, fordere ich das Bahnpersonal hiermit ultimativ auf, mich am nächsten Luftkurort sofort des Zuges zu verweisen.

Volker Surmann

 

Gewissensfrage

Als Familienvater und Neuwagenkäufer in spe frage ich mich: Fährt man seine Kinder eigentlich sicherer im Cayenne oder im Q7 zum Kindergarten?

Frank Keil

 

Stallgeruch

Sorgen bereitete meinem Freund an jenem Morgen bereits der Umstand, daß er nach durchzechter Nacht mit schlimmem Kater und weitreichender Fahne in seine Schule schlurfte; Zweitklässler sind nun mal nicht für ihre Rücksichtnahme auf derartige Indispositionen bekannt. Doch was wirklich Anlaß zum Nachdenken gab, war der Kommentar eines Kindes, auf dessen Bank er sich bei der Heftkontrolle schwer stützte: »Du riechst wie mein Papa.«

Andreas D. Hesse

 

Ich 2.0

Wenn ich von meinem neuen IT-Job nach Hause komme, habe ich jedesmal das Gefühl, ich sei die überarbeitete Version meiner selbst.

Arne Holst

 

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ralph C. Freund!

Da massakriert ein weißer Nationalist in der texanischen Grenzstadt El Paso unter anderem sieben Mexikaner, woraufhin der US-Präsident seine gewohnte ausländerfeindliche Hetze betreibt. Und Sie, Chef der sog. »Republicans Overseas«, dürfen bei WDR 5 den in die Kritik Geratenen in fließendem Deutsch verteidigen: »Trump ist nun alles, aber kein Rassist.«

Na, klar Robert »C.« Freund, und das »C«, welches der damalige Immobilienspekulant und Vermieter Trump schon Anfang der Siebziger Jahre in die Bewerbungsunterlagen farbiger Wohnungsinteressenten stempeln ließ – ein Vorgehen, für das er schon damals von den US-Behörden verklagt worden ist –, stand auch nicht für »colored«, sondern für das auf die Weltläufigkeit seines Initiators verweisende Wort »Cosmopolitan«, nicht wahr?

Keine Grüße: Titanic

 Privet, »Zeit Campus«!

In Deinem aktuellen Heft findet sich eine Reportage über Punkrockbands in Russland und darin wiederum der Satz: »Pornofilmy«, eine der Bands, »bezeichnet sich selbst als regierungskritisch. Ihre Lieder heißen Armes Land oder Traut der Regierung nicht

Wir halten journalistische Skepsis ja wirklich in allen Ehren, aber in manchen Situationen und bei gewissen Indizien darf man seinen Interviewpartnern auch einfach mal glauben.

Finden zumindest Deine Naivchen von der Titanic

 Glückwunsch, Simon Rolfes!

Sie sind Sportdirektor des Fußballvereins Bayer Leverkusen und äußerten jüngst den Satz: »Wir kommen vom Ansatz, mit dem Ball spielen zu wollen.«

Und wir kommen vom Ansatz, Ihnen zu gratulieren, dass das der genau richtige Ansatz ist, denn Fußball ist ja schließlich eine Ballsportart. Hätten Sie etwa behauptet, Sie kämen vom Ansatz, mit dem Puck spielen zu wollen, oder mit Doppelkopfkarten, oder gar mit dem Gedanken, künftig Eigenblutdoping zu betreiben, wären das total falsche Ansätze gewesen. So aber haben Sie eindrucksvoll bewiesen, dass Sie vom Ansatz her der absolut richtige Mann am richtigen Ort sind und nicht etwa ballaballa.

Verwandelt diesmal ansatzlos: Titanic

 Moinmoin, Nandus!

Moinmoin, Nandus!

Vor 18 Jahren seid Ihr aus einer Lübecker Straußenfarm ausgebüchst und habt Euch seither munter in Nordwestmecklenburg angesiedelt. Anfangs nur ein gutes Dutzend, ist Eure Population auf mittlerweile über 500 Laufvögel angewachsen. Wenn das so weitergeht, stellt Ihr demnächst in Eurem Landkreis die Bevölkerungsmehrheit.

Doch aufgepasst: Ihr habt zwar keine natürlichen Feinde, seit kurzem jedoch die Alphatierchen und Aasgeier von der FDP im Nacken, die Euch ins deutsche Jagdrecht aufnehmen wollen und als »große Gefahr« geißeln. Kleine Bitte: Könntet Ihr, statt konzeptlos alle Felder leerzufuttern, nicht zur Abwechslung mal was Sinnvolles tun, z.B. den Lebensraum des Nazidorfs Jamel verwüsten oder wenigstens das Kreisbüro der örtlichen FDP (Dorfstraße 27, 19417 Jesendorf)? Auf, auf!

Eure Fressfreunde von Titanic

 Gloria von Thurn und Taxis,

neulich fanden wieder mal die Festspiele im Innenhof Ihres Regensburger Schlosses statt. Da jubeln immer alle und freuen sich, und die geladenen Künstler, beispielsweise Elton John und Sting und Tom Jones, bedanken sich artig für die Einladung.

Und jetzt das! Bevor die Band Revolverheld zur Zugabe ansetzte, sagte Sänger Johannes Strate: »Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen. Man darf Missbrauch in der katholischen Kirche nicht bagatellisieren und Flüchtlinge nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.« Und alle klatschten und jubelten. Und Sie? Sie sagten: »Gott sei Dank darf man heute noch seine Meinung sagen.«

Das stimmt, Prinzessin, Sie tun das ja unentwegt, haben Abtreibung als »Massenmord«, Beten als Heilmittel gegen Homosexualität und Migration als »eine Art Krieg« bezeichnet. Über jahrzehntelange Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen vermeldeten Sie: »In meiner Jugend waren Schläge ein ganz normales pädagogisches Mittel, um mit frechen Kindern, wie ich eines war, fertig zu werden.« Vor einem halben Jahr klang Ihre Meinung zur Meinungsfreiheit übrigens noch so: »Natürlich gibt es die Meinungsfreiheit. Aber wir dürfen nicht sagen, was wir denken.«

Mit Blick auf das, was Sie ohne Beteiligung Ihrer grauen Zellen von sich stemmen, möchte tatsächlich keinesfalls auch noch wissen, was Sie denken: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Unpolitische Tiere: der Adler

Adler, Adler schweb empor
Du hast heute Großes vor
Flieg hinauf auf deinen Schwingen
Schwebe über allen Dingen
Segle, kreise, räsoniere
Sinne nach und meditiere
Über diese Frage nur:
War heute nicht die Müllabfuhr?

Gunnar Homann

 Add Blue

Die Zeit, in der mit Ersatzflüssigkeit Bindenwerbung gemacht wurde, wird auch als die Blaue Periode der Werbeindustrie bezeichnet.

Tobias Speckin

 Habenwollen

Wenn ich Erich Fromms Buch »Haben oder Sein« verliehen habe, darf ich dann nach einiger Zeit sagen, dass ich es gerne zurückhaben würde, oder habe ich dann mal wieder gar nichts verstanden?

Ludger Fischer

 Fast schon Werbung

Beim Einkauf von Grillklimbim stieß mir Kohle mit Öko-Siegel ins Auge, die damit warb, dass sie »erstaunlich gut« brennbar sei. Ja, wagen denn nicht einmal Reklamefritzen in Zeiten der durch Streamingwerbung seelisch verhornten Kundschaft noch das ganz grelle Ranwanzen? Was kommt als nächstes? »Schokoriegel – schmeckt scheiße wäre leicht übertrieben«? »Mehl – dare to call it unschwarz«? »Dildo – nicht schlecht für einen Schwanz«?

Jasper Nicolaisen

 Zu ihrem Uniabschluss

wollte sich meine Freundin ein Cutting, ein Narbentattoo, zulegen. Ihr Freund hegte allerdings ästhetische Bedenken, sodass sie ihr Vorhaben verschob. Seit einiger Zeit sind die beiden allerdings getrennt, und die Sache ist damit geritzt.

Laura Brinkmann

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
16.09.2019 Frankfurt, Henscheid Mark-Stefan Tietze
19.09.2019 Berlin, Hausbrauerei Eschenbräu Katharina Greve
19.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hans Traxler
20.09.2019 Stuttgart, Superjuju Katharina Greve