Vom Fachmann für Kenner | Juni 2008


Geschichte heute

Morgens in der Münchener U-Bahn. ­Eine etwa sechzehnjährige Schülerin zu ihrem etwa zwanzigjährigen Bekannten: »Mist, wir schreiben heute ’ne Arbeit in Geschichte, Drittes Reich und so. Was könnte denn da abgefragt werden?«
Er: »Sicherlich kommt ’ne Frage zur Endlösung.«
Sie: »Wie?«
Er: »Die Judenvernichtung.«
Sie: »Ach so. Und dann muß ich schreiben, daß das nicht okay war?«
Er: »Nee, ich würde die einzigartige Systematik und das Ausmaß der Vernichtung erklären.«
Sie: »Ich sag ja: daß das nicht so okay war.«

Tobias Jelen

Anmerkung zu einem feministischen Theorem

Wenn Krawatten tatsächlich Phallussymbole wären, würde man sie bestimmt nicht verknoten.

Andrea Maisy

Sündhaft

Die Referentin des Seminars zum Thema »Zeitmanagement bei Abschlußarbeiten« erklärte, man solle sich nach getanem Tagwerk mit etwas belohnen, das man gerne mag. Daraufhin meldete sich eine Teilnehmerin, die sich als Studentin der katholischen Theologie vorstellte und im nächsten Atemzug folgende durchaus ernstgemeinte Frage stellte: »Darf ich mich denn auch bestrafen, wenn ich einmal nichts für die Uni gemacht habe?«

Valeska Schuh

Der, die, das

Als gesicherte Erkenntnis können wir ­soziolektübergreifend gelten lassen, daß das Wort »Bong« in allen drei grammatischen Genera verwandt werden kann. Es erscheint plausibel anzunehmen, daß dieses nur als kreative Ambiguität charakterisierbare Phänomen der flexiblen Zuordnung des grammatischen Geschlechts ­primär auf die psychischen Zustände beim Gebrauch besagten Gerätes zurückzu­führen ist. Wenn sich diese – in weiteren psycholinguistischen Untersuchungen zu prüfende – These als empirisch fundiert herausstellen sollte, müßte man sagen, »Bong« sei – in Anlehnung an den Begriff »lautmalerisch« – (grammatisch) ein ­geschlechtsmalerisches Wort und somit unzweifelhaft der wichtigste bislang bekannte Vertreter der Klasse der Grammati­kopoetika, die ich gestern abend beim, na, Sie wissen schon, erfunden habe.

Kai Becker

Darüber reden

Wichtig beim Sex ist auch, daß man hinterher darüber redet, daß man z.B. sagt: »Mama, die kann das einfach nicht.«

Christoph Span

Freier Wille

Zu der großen Frage, ob es einen freien Willen bzw. ein Bewußtsein gibt, habe ich seit längerem folgendes selbstausgedachtes Argument: Wenn ich eine Maschine wäre – warum sollte ich dann keine sein wollen? Folglich kann ich keine sein. Nun habe ich gemerkt, daß empirische Evidenz für mein Argument quasi überall auf der Straße liegt und in den Kneipen hängt: Man beobachte mal, wie Spiel-, Kaugummi- und andere Automaten malträtiert werden. An deren Stelle würde ich auch lieber bewußtlose Maschine bleiben.

Michael Höfler

Der Ton macht die Musik

Ein Freund von mir, ein sehr begabter Pianist, lebt seit einiger Zeit in den USA und begleitet dort verschiedene Aufführungen. Bei einer der ersten Vorstellungen begrüßte er den Fagottspieler mit einem freundlichen: »Ah, there is the Fagott!« Daß er das Wort hierbei englisch aussprach, war seiner späteren Ansicht nach der Grund dafür, daß er in dem Orchester keine Freunde mehr fand.

Frank Scheller

Namensschöpfung

Genesis heißt bekanntlich nicht nur die Schöpfungsgeschichte der Bibel, sondern auch eine englische Rockpopband. Aktu­elle Fotos der Musiker werfen allerdings die Frage auf, wer sich nach wem benannt hat. 

Thorsten Mausehund

Noch mal von vorne

Wenn der Mitbewohner mit dem Telefon am Ohr entnervt durch die Wohnung ­tigert und in gewissen Zeitabständen überdeutlich Schlüsselwörter wie »Service!« oder »Konto!« in den Hörer brüllt, so setzt er sich höchstwahrscheinlich gerade mit dem Tele­fon­computer eines größeren Dienstleistungsunternehmens auseinander. Wenn man dann im Vorbeigehen ein klar vernehmbares »Hauptmenü!« dazwischenschreit, ist einem zwar ein Schlag in die Magengrube oder die Weichteile gewiß; Spaß macht es aber trotzdem.

Josef Brinkmann

Mein Sommerdrink des Jahres

Zwei Drittel Cola Zero, ein Drittel Cola light, Eiswürfel dazu – fertig!

Mark-Stefan Tietze

Brett vorm Kopf

Als ich neulich bei der Morgenlektüre die recht konventionelle Anzeige las, die ein benachbarter Kneipen-DJ anläßlich der Geburt seines Sohnes in der Lokal­presse geschaltet hatte, nahm es mich wunder, wie sehr mich diese Allerweltsbotschaft bewegte. Eine diesbezüglich zu Rate gezogene Freundin erklärte mir, meine Ergriffenheit sei nichts ­Ungewöhnliches und habe ihre Ursache wahrscheinlich einzig in der Tatsache, daß meine Frau die Mutter des Kindes ist. Hätte ich auch selber drauf kommen können.

Klaus Weidenbrücher

Ein Fall für PETA!

Wie viele niedliche, kleine Schlümpfe müssen eigentlich für eine Kugel Schlumpf-Eis ihr Leben lassen?

Nico Walser

Cuisine-Tip

Wenn Sie die Qualität des Öls testen möchten, welches Ihnen in Restaurants mit medi­terraner Küche zum individuellen Verfeinern von Salaten zur Verfügung ­gestellt wird, empfiehlt sich eine einfache Methode: Lassen Sie einen Tropfen des Öls unauffällig auf eines Ihrer Kleidungsstücke fallen. Verschwindet der ­dadurch entstandene Fleck nach kurzer Zeit, ist das Öl verwässert. Wenn nicht, handelt es sich um Qualitätsware. Für diesen Test übrigens besonders geeignet: Seiden- oder Leinenhosen und vor allem Cashmere-Pullis von Armani.

Tim Wolff

Aufmerksamer Typ

Frauen haben, so ist mir aufgefallen, von wenigen Ausnahmen wie Strumpfmo­dels und Transen mal abgesehen, meist un­faß­bar, skurril, ja, zum Kichern kurze Beine. Echt! Da ich aber nicht glaube, daß dies in die Kategorie von Aufmerksamkeit fällt, auf die die Girls abfahren, behalte ich das mal lieber für mich.

Jan Böhmermann

Richtigstellung

Um mit einem weitverbreiteten medizinischen Irrtum aufzuräumen, der sich in den allgemeinen Sprachgebrauch derart eingeschlichen hat, daß so manchem Psychiater der Haarkranz zu Berge ­stehen dürfte: Menschen mit mehreren Persönlichkeiten als »schizophren« zu bezeichnen, ist schlichtweg falsch. Die korrekte diagnostische Bezeichnung hierfür ist vielmehr »multiple Persönlichkeitsstörung« beziehungsweise »dissoziative Identi­tätsstörung«. Mit Schizophrenie hat das nichts zu tun! Das wollten wir mal gesagt ­haben!

Moritz Veltmann & Co.

An den Verlesern sollt ihr sie erkennen

Hinterm Wiener Stephansdom firmiert der Schmuckhändler Frey Wille. Daß ich beim Lesen dieses Namens jedesmal in Richtung »Freier Wille« assoziiere, ­meine Freundin eher in Richtung »Free Willy«, sagt über die Verteilung des ­Intellekts in unserer Partnerschaft gar nichts aus; ich bin nur einfach der ­größere Angeber.

Michael Ziegelwagner

Umweltfreundlich

Wenn mein beruflicher und gesellschaftlicher Aufstieg weiterhin so rasant fortschreitet, wähle ich beim nächsten Autokauf ein Modell mit Hybrisantrieb.

Hendrik Wieduwilt

Ratgeber

Nachdem mein Versuch, die aktuelle Beziehung mit erotischen Inhalten aus dem World Wide Web etwas aufzupeppen, recht kläglich gescheitert war, war ich einige Zeit ratlos, bis ich in einem Warte­zimmer in einer Frauenzeitschrift den ­Hinweis las, daß es auf die ­meisten Frauen wie ein Aphro­disiakum wirke, wenn sich ihre Männer an der Hausarbeit betei­ligten. Flugs nutzte ich eine Abwesen­heit meiner Liebsten, um die ganze Wohnung auf Hochglanz zu ­bringen. Ihre Reaktion beim Nachhausekommen entsprach dann allerdings mit »Putzen deine Internet­schlampen jetzt schon für dich?« nicht ganz meinen Hoffnungen.

Helge Möhn

Paradigmenwechsel

Früher: »Nee nee, das ist kein Holz, das ist Laminat.« – »Echt? Sieht ja voll aus wie Holz!«
Heute: »Verdammt, nein! Das ist kein Laminat, das ist Echtholz!« – »Echt? Hab ich für Laminat gehalten. Weil: sieht so voll aus wie Holz.«

Volker Surmann

Heimliches Laster

Ein guter Freund erzählte mir, einige Wochen keinen Alkohol zu ­trinken, sei eine feine Sache: kein Kater mehr, die Leber könne sich erholen, auch sonst fühle er sich besser. Einen Haken gebe es aller­dings, denn mittlerweile wisse aufgrund der gängigen Alkoholsucht-Tests jeder, daß es ein typisches Trinkerkennzeichen sei, über einen längeren Zeitraum überhaupt keinen Alkohol zu trinken. Während er also sonst gewohnt sei, seinen Alko­holkonsum herunterzuspielen, sehe er sich plötzlich mit einer neuen Situation konfrontiert: die Abstinenz zu verheimlichen.

Friedrich Krautzberger

Geduld, bitte

Angesichts ihrer hervorragenden ­Plagiate elektronischer Geräte würde es mich nicht wundern, wenn die Chinesen in zehn Jahren eine Demokratie hätten, die genauso aussieht wie unsere, dabei aber besser funktioniert und nur die Hälfte kostet.

Björn Högsdal

Störung

Das Geräusch kam irgendwo aus dem vorderen Teil meines Wagens. Es klang, als ob jemand mit einem Strohhalm rhythmisch die letzten Tropfen aus einem Glas saugen würde. Beunruhigenderweise ­steigerte sich die Lautstärke, und hinzu gesellte sich ein Schleifton, der immer ­schriller und irrer wurde. Mit Warn­blinker fuhr ich im Schrittempo zur nächsten Halte­möglichkeit und stellte den Motor ab. Der Lärm blieb. Im lokalen »Freien Sender Kombinat« lief eine Industrial-Sendung. Ich fuhr erleichtert nach Hause, die Sendung wurde dann noch ganz gut.

Tina Schneider

Erziehungstip Nr. 232

Als die zweijährige Tochter sich ­weigerte, woanders als im elterlichen Bett zu schlafen, erklärten wir ihr, wie traurig doch Fred, ihr Riesenteddy, wäre, wenn sie nicht bei ihm schliefe. Dieses Argument überzeugte sie sofort. Seither schläft nicht nur die Tochter mit Fred, dem Riesen­teddy, im Ehebett, sondern natürlich auch Bibi, der Plüschaffe, und Anna, die ­Puppe, und man kann der Kleinen jeden Abend erklären, daß zumindest ihr Kran Kai, den sie immer wieder mit großen, tränenfeuchten Augen hinter sich her ins Schlaf­zimmer zieht, gar keine Gefühle hat und ­deshalb nicht traurig sein kann, wenn er als einziger ohne sie im Kinderzimmer schläft.

Thomas Winkler

Auf dem Flohmarkt

Die Schlange am Würstchenstand ist schon recht lang, als sich ein Punk mit einer ­riesigen Regenbogenfahne anstellt. ­Etwas geringschätzig, aber doch interessiert ­mustert ihn die ebenfalls wartende ­ältere Dame: »Junger Mann, darf ich fragen, wer gewonnen hat?«

Marcel Vega

 

Ratgeber Schmerz

Wer wie ich das Problem hat, sich bei ­unangenehmen Zahnarztbesuchen auf nichts anderes als die zu erwartende Pein konzentrieren zu können, dem lege ich folgenden Geheimtip ans Herz: einfach auf dem Weg zur Praxis ein parkendes Auto streifen, Fahrerflucht begehen und dann im Zahnarztstuhl völlig verängstigt bangen, ob sie einen wohl erwischen ­werden.

Christian Martin

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Privet, »Zeit Campus«!

In Deinem aktuellen Heft findet sich eine Reportage über Punkrockbands in Russland und darin wiederum der Satz: »Pornofilmy«, eine der Bands, »bezeichnet sich selbst als regierungskritisch. Ihre Lieder heißen Armes Land oder Traut der Regierung nicht

Wir halten journalistische Skepsis ja wirklich in allen Ehren, aber in manchen Situationen und bei gewissen Indizien darf man seinen Interviewpartnern auch einfach mal glauben.

Finden zumindest Deine Naivchen von der Titanic

 Moinmoin, Nandus!

Moinmoin, Nandus!

Vor 18 Jahren seid Ihr aus einer Lübecker Straußenfarm ausgebüchst und habt Euch seither munter in Nordwestmecklenburg angesiedelt. Anfangs nur ein gutes Dutzend, ist Eure Population auf mittlerweile über 500 Laufvögel angewachsen. Wenn das so weitergeht, stellt Ihr demnächst in Eurem Landkreis die Bevölkerungsmehrheit.

Doch aufgepasst: Ihr habt zwar keine natürlichen Feinde, seit kurzem jedoch die Alphatierchen und Aasgeier von der FDP im Nacken, die Euch ins deutsche Jagdrecht aufnehmen wollen und als »große Gefahr« geißeln. Kleine Bitte: Könntet Ihr, statt konzeptlos alle Felder leerzufuttern, nicht zur Abwechslung mal was Sinnvolles tun, z.B. den Lebensraum des Nazidorfs Jamel verwüsten oder wenigstens das Kreisbüro der örtlichen FDP (Dorfstraße 27, 19417 Jesendorf)? Auf, auf!

Eure Fressfreunde von Titanic

 Gloria von Thurn und Taxis,

neulich fanden wieder mal die Festspiele im Innenhof Ihres Regensburger Schlosses statt. Da jubeln immer alle und freuen sich, und die geladenen Künstler, beispielsweise Elton John und Sting und Tom Jones, bedanken sich artig für die Einladung.

Und jetzt das! Bevor die Band Revolverheld zur Zugabe ansetzte, sagte Sänger Johannes Strate: »Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen. Man darf Missbrauch in der katholischen Kirche nicht bagatellisieren und Flüchtlinge nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.« Und alle klatschten und jubelten. Und Sie? Sie sagten: »Gott sei Dank darf man heute noch seine Meinung sagen.«

Das stimmt, Prinzessin, Sie tun das ja unentwegt, haben Abtreibung als »Massenmord«, Beten als Heilmittel gegen Homosexualität und Migration als »eine Art Krieg« bezeichnet. Über jahrzehntelange Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen vermeldeten Sie: »In meiner Jugend waren Schläge ein ganz normales pädagogisches Mittel, um mit frechen Kindern, wie ich eines war, fertig zu werden.« Vor einem halben Jahr klang Ihre Meinung zur Meinungsfreiheit übrigens noch so: »Natürlich gibt es die Meinungsfreiheit. Aber wir dürfen nicht sagen, was wir denken.«

Mit Blick auf das, was Sie ohne Beteiligung Ihrer grauen Zellen von sich stemmen, möchte tatsächlich keinesfalls auch noch wissen, was Sie denken: Titanic

 Ralph C. Freund!

Da massakriert ein weißer Nationalist in der texanischen Grenzstadt El Paso unter anderem sieben Mexikaner, woraufhin der US-Präsident seine gewohnte ausländerfeindliche Hetze betreibt. Und Sie, Chef der sog. »Republicans Overseas«, dürfen bei WDR 5 den in die Kritik Geratenen in fließendem Deutsch verteidigen: »Trump ist nun alles, aber kein Rassist.«

Na, klar Robert »C.« Freund, und das »C«, welches der damalige Immobilienspekulant und Vermieter Trump schon Anfang der Siebziger Jahre in die Bewerbungsunterlagen farbiger Wohnungsinteressenten stempeln ließ – ein Vorgehen, für das er schon damals von den US-Behörden verklagt worden ist –, stand auch nicht für »colored«, sondern für das auf die Weltläufigkeit seines Initiators verweisende Wort »Cosmopolitan«, nicht wahr?

Keine Grüße: Titanic

 Glückwunsch, Simon Rolfes!

Sie sind Sportdirektor des Fußballvereins Bayer Leverkusen und äußerten jüngst den Satz: »Wir kommen vom Ansatz, mit dem Ball spielen zu wollen.«

Und wir kommen vom Ansatz, Ihnen zu gratulieren, dass das der genau richtige Ansatz ist, denn Fußball ist ja schließlich eine Ballsportart. Hätten Sie etwa behauptet, Sie kämen vom Ansatz, mit dem Puck spielen zu wollen, oder mit Doppelkopfkarten, oder gar mit dem Gedanken, künftig Eigenblutdoping zu betreiben, wären das total falsche Ansätze gewesen. So aber haben Sie eindrucksvoll bewiesen, dass Sie vom Ansatz her der absolut richtige Mann am richtigen Ort sind und nicht etwa ballaballa.

Verwandelt diesmal ansatzlos: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Add Blue

Die Zeit, in der mit Ersatzflüssigkeit Bindenwerbung gemacht wurde, wird auch als die Blaue Periode der Werbeindustrie bezeichnet.

Tobias Speckin

 Habenwollen

Wenn ich Erich Fromms Buch »Haben oder Sein« verliehen habe, darf ich dann nach einiger Zeit sagen, dass ich es gerne zurückhaben würde, oder habe ich dann mal wieder gar nichts verstanden?

Ludger Fischer

 Unpolitische Tiere: der Adler

Adler, Adler schweb empor
Du hast heute Großes vor
Flieg hinauf auf deinen Schwingen
Schwebe über allen Dingen
Segle, kreise, räsoniere
Sinne nach und meditiere
Über diese Frage nur:
War heute nicht die Müllabfuhr?

Gunnar Homann

 Zu ihrem Uniabschluss

wollte sich meine Freundin ein Cutting, ein Narbentattoo, zulegen. Ihr Freund hegte allerdings ästhetische Bedenken, sodass sie ihr Vorhaben verschob. Seit einiger Zeit sind die beiden allerdings getrennt, und die Sache ist damit geritzt.

Laura Brinkmann

 Fast schon Werbung

Beim Einkauf von Grillklimbim stieß mir Kohle mit Öko-Siegel ins Auge, die damit warb, dass sie »erstaunlich gut« brennbar sei. Ja, wagen denn nicht einmal Reklamefritzen in Zeiten der durch Streamingwerbung seelisch verhornten Kundschaft noch das ganz grelle Ranwanzen? Was kommt als nächstes? »Schokoriegel – schmeckt scheiße wäre leicht übertrieben«? »Mehl – dare to call it unschwarz«? »Dildo – nicht schlecht für einen Schwanz«?

Jasper Nicolaisen

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
16.09.2019 Frankfurt, Henscheid Mark-Stefan Tietze
19.09.2019 Berlin, Hausbrauerei Eschenbräu Katharina Greve
19.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hans Traxler
20.09.2019 Stuttgart, Superjuju Katharina Greve