Vom Fachmann für Kenner | Dezember 2008


Baumarkt-Gerechtigkeit

Auf der Tafel am Eingang lese ich »Freundlichste Mitarbeiterin des Monats«. Darunter klebt das Foto eines Mannes, unterschrieben mit »Katharina Permoser«. Die Dame an der Kasse erklärt mir, Frau Permoser und Herr Kipp hätten in diesem Monat die gleiche Punktzahl bekommen. Da habe die Leitung entschieden, sein Foto und ihren Namen zu nehmen, »damit alles gerecht zugeht, wissen Sie«.
Von wegen gerecht: Die »freundlichste Mitarbeiterin« und Frau Permosers Unterschrift verweisen Herrn Kipps anonymes Foto klar auf Platz zwei. Kann das geduldet werden? Ich meine, gerade in Zeiten, in denen Frauen unaufgeregt mit Flex und Engländer hantieren: nein!

Christof Goddemeier

Quälender Gedanke

Kürzlich habe ich mir einen Abszeß von der linken Wange entfernen lassen. Seitdem muß ich mit dem Gedanken fertig werden, daß mir dieses ganz und gar grauenhafte Eiter-Talg-Geschlonze wie aus dem Gesicht geschnitten ist.

Andreas Volz

Systemfußball

Ergebnisse der Informatikerfußballweltmeisterschaft in der Gruppenphase des Viertelfinales (nach neunzig Minuten): 0:1, 0:0, 1:0, 1:1.

Almuth zu Jeddeloh

Modekrankheit

Ich kann nicht verstehen, wie sich Mediziner noch immer der Illusion hingeben können, Aids jemals vollständig zu besiegen. Selbst mir als medizinischem Volllaien ist doch klar: Aids wird, wie so viele Unannehmlichkeiten der achtziger und neunziger Jahre, immer wieder kommen. HIV ist schließlich ein Retrovirus.

David Schaible

An einen Freund

des bemühten literarischen Wortspiels gegen Abholung abzugeben: eine Brechtstange.

Thomas Winkler

Reich und schön

Sehr beruhigend ist es, daß ich mir über die Karriere meines drei Monate alten Sohnes keine Gedanken mehr machen muß. Essen, kotzen, unverständlich brabbeln, wieder essen, wieder kotzen und zwischendurch süß aussehen – er führt schon jetzt das Leben eines Supermodels.

Thomas Kuhlmann

TV-Kritik

Was bei der ganzen Kontroverse um den Reich-Ranicki-Eklat stets vergessen worden ist: Fernsehen ist halt auch nicht gut für die Augen.

Mark-Stefan Tietze (Brillenträger)

Wappentiere

Wenn man einmal überlegt, wie die Flaggen und Wappen vieler Länder aussehen, dann kommt man unweigerlich zu dem Schluß, daß zu der Zeit, als die Länder sich ihre Wappentiere aussuchten, besonders Löwen und Adler international ziemlich chic gewesen sein müssen. Waren vielleicht damals noch was Neues. Oder wurden eben aus irgendeinem Grund als mächtige Tiere angesehen, mit denen man sich als Staat oder Staatsoberhaupt gern schmückt, um Stärke zu demonstrieren. Hätte die Wappentierfindung in den Neunzigern stattgefunden, würde man heute auf vielen Flaggen wahrscheinlich Glenn Danzig oder Henry Rollins sehen.

Bernhard Löwenberg

Düstere Perspektiven

Angesichts der allenthalben drohenden Gefahr der Arbeitslosigkeit und der daraus mit Sicherheit folgenden Verarmung ist es üblich, sich selbst mit dem Ausspruch zu ermutigen: »Wenn’s ganz schlimm kommt, geh’ ich halt putzen!« Eine gründliche Inspektion der verschiedenen, in meiner Wohnung reichlich vorhandenen Oberflächen erschütterte indes doch nachhaltig meine diesbezügliche Zuversicht.

Theobald Fuchs

Gegenüber

Man sollte die junge Frau von gegenüber mal davon in Kenntnis setzen, daß ihre neuen Vorhänge bei angeknipstem Licht alles andere als undurchsichtig sind. Außerdem könnte ihr dunkelhaariger Freund mit der Tätowierung auf dem Oberarm sie zur Abwechslung ruhig auch mal ganz normal von vorne nehmen.

Paul Bokowski

Selber schuld

Keine Ahnung, warum die Leute sich so anstellen. Sie haben genau das bekommen, was man ihnen versprochen hat. Ein Blick ins Fremdwörterlexikon hätte genügt, um festzustellen, daß eine Firma, die sich selbst vor aller Welt als nur wenig (Präfix ›hypo‹ = unter) wirklich (Adjektiv ›real‹) und damit die vom Kunden vermutete Vermögensmasse (engl. ›estate‹) als imaginär bezeichnet, auf jeden Fall ein seriöser Geschäftspartner ist – ehrlicher geht es doch kaum!

Tibor Rácskai

Couchökonom

Wegen meines enzyklopädischen cineastischen Wissens werde ich oft gefragt, woher ich die Zeit nehme, all die Filme anzusehen. Ganz einfach: In den Fernsehwerbepausen schau ich immer etappenweise DVDs.

Sascha Dornhöfer

So kann’s kommen

Zum bevorstehenden Hochzeitsfest gratulierte mir vor Jahren ein Freund und gab einen Ratschlag zur Festgestaltung: »Laßt es ordentlich krachen! Wie oft heiratet man schon? Zwei-, dreimal?« Das fand meine Ex-Frau damals gar nicht lustig. Wegen solcher Humorlosigkeiten ist sie jetzt auch nicht eingeladen, wenn ich diesen Freund heirate.

Tim Wolff

Glück im Unglück

Als ich meinen Geldbeutel zurückbekam, den ich verloren hatte, kontrollierte ich sorgenvoll den Inhalt: null Euro und null Cent – Gott sei Dank, noch alles da!

Lars Ruppel

Kontemplation

Es gibt im Leben bekanntlich Momente, die sind ganz nett; es gibt auch solche, die sind einfach schön; und es gibt natürlich jene, die so unfaßbar schön sind, daß ich, wenn die Zeit ein buntgefiederter Vogel wäre und ich in solchen Momenten ein Jagdgewehr bei der Hand hätte, sie ohne zu Zögern abknallen würde, damit sie nicht mehr verfliegt. Peng!

Theobald Fuchs

Gute Frage

Stammt Buttermilch eigentlich von Kühen aus Kefir-Haltung?

Henning Jensen

Jesus light

Habe neulich beim Überqueren des frisch gewischten Küchenfußbodens festgestellt, daß ich über Wasser laufen kann. Die Schicht darf halt nur nicht zu dick sein.

Uwe Geishendorf

Sparen für Fortgeschrittene

Meine Tante Bärbel, von mir meist ob ihres Geizes verlacht, ließ mich an einem der letzten Familiengeburtstage an ihrem Erfahrungsschatz teilhaben. Jeden Abend vor dem Schlafengehen, so berichtete sie mir im Vertrauen, schneuze sie immer noch einmal herzhaft in ihre benutzte Unterwäsche, bevor sie diese in die Schmutzwäsche gebe. Auf diese Weise spare sie nämlich ein Taschentuch. Aufs Jahr gerechnet mache das... aber rechnen Sie es ruhig mal selber nach!

Stefan Hauser

Das Lied vom Tod

Im Bus nach Hause: eine junge Mutti und ihr ungefähr vierjähriger Sohn. Sie spielt mit ihrem Handy.
Sohn: »Mama, kann ich noch mal das Lied von dem Tod hören?«
Sie drückt ein paar Knöpfe auf dem Handy, und durch den Bus schallt tatsächlich lautstark die altbekannte Mundharmonika aus dem altbekannten Film.
Sohn (mit zittriger Stimme): »Ist das wirklich das Lied vom Tod?«
Mutter (nuschelt): »Das ist ein Western... mit Cowboys und so.«
Sohn (ehrfürchtig): »Und da spielt ganz in echt der Tod mit?«
Mutter schweigt.
Sohn (kryptisch): »Mama, hast du gewußt, daß in der Nahrungspyramide die Fischstäbchen ganz weit oben stehen?«
Mutter nickt.
Sohn: »Kann ich jetzt noch das Leck mich am Arsch-Lied hören?«
Warum mußte ich jetzt bloß aussteigen? Das Lied vom Tod kannte ich nämlich schon, aber das andere? Sie etwa?

Kerstin Richter

Genau!

Die einzige Ecke, aus der man beim Staubsaugen nichts wegräumen muß, um dort saugen zu können, ist die Ecke, in der normalerweise der Staubsauger steht.

Nadja Schlüter

Bekenntnis eines Hochstaplers

In einer Vorlesung zur Literaturtheorie vertrat unser Dozent die Auffassung, »Zeitdeckung«, also ein Eins-zu-eins-Verhältnis von erzählter Zeit und Erzählzeit, könne unmöglich erreicht werden. Was er nicht weiß: Am »Zauberberg« habe ich tatsächlich sieben Jahre gelesen.

Dominik Mauer

Narkolepsie?

Neulich bin ich nach erneut nur mühsam im Dämmerzustand durchgehaltenem Arbeitstag nach Hause gestolpert, dort den schon vorgefurchten Weg zum Sofa gekrochen, eine Weile dahingedämmert und wie üblich vor dem Fernseher eingenickt. Irgendwann wollte ich mich aufrappeln, um das Nachtprogramm auszuschalten. Der Dokubeitrag zum Thema Narkolepsie fesselte mich aber doch so sehr, daß ich aus lauter Sorge um meine Gesundheit nicht wieder einschlafen konnte. Nach einigen Stunden hellwachen Grübelns dann die Erkenntnis: Bin noch wach, also wohl kein Narkoleptiker. Hab dann am nächsten Morgen verpennt und mich vorsichtshalber krank gemeldet.

Tomas Erbs

Common sense

Ob ich denn nicht auch überrascht gewesen sei, daß Marcel Reich-Ranicki den Nobelpreis abgelehnt habe, fragt mich eine ältere Dame im Seniorentreff, wo man günstig frühstücken kann. Als ich verdutzt gucke, fügt sie ihrerseits erstaunt hinzu: »Haben Sie das denn nicht bei ›Wetten, daß...?‹ gesehen?«

Christian Jöricke

Kennzeichen des Alterns II

Ich habe ein weiteres untrügliches Zeichen dafür entdeckt, langsam älter zu werden: diesen Satz, eingeworfen in einen musiktheoretischen Smalltalk: »Die Band kenn’ ich noch in Originalbesetzung!«

Volker Surmann

In memoriam

Wortwechsel auf der Party: »Mensch Dirk, du siehst ja heute aus wie Paul Newman!« – »Ist der nicht seit einer Woche tot?« – »Genau!«

Thomas Movtchaniouk

Leicht daneben

Mit Weihnachten hab ich so meine Probleme. Spätestens seit ich mal geträumt habe, ich wäre zu spät zur Bescherung aufgewacht: Hastig in die Klamotten gestiegen, die Treppe runtergesprungen, ins Wohnzimmer, wo die Familie schon um den Baum versammelt war. Vorwurfsvoll schaute mein Vater mich an. Das alberne Känguruhkostüm, das ich da anhabe, sei absolut unpassend, schrie er, und meine Mutter begann zu weinen. Dabei sah Vater in seinem buntgetupften Clownskostüm auch nicht gerade super aus. Von Mutter in ihrer SM-Lederkluft ganz zu schweigen. Seitdem meide ich Weihnachtsfeiern. Lieber lese ich eins von den guten Büchern, die ich von Zeit zu Zeit in meinem Bauchbeutel finde.

Oliver Maria Schmitt

Wahre Freundschaft

Zu passierten Tomaten sagt meine Freundin Farina scherzhaft »passionierte Tomaten«, meine Freundin Karen gar »geschehene Tomaten«. Trotzdem schätze ich die beiden und habe keine Sekunde gezögert, sie im vergangenen Monat zu meinem Geburtstag einzuladen.

Lukas Haberland

Warum nur?

Regelmäßig werde ich von meinen Freunden aufgrund meines eher rational ausgestatteten Haushaltes wüst beschimpft. Bei der letzten Grillveranstaltung fehlte der so dringend benötigte Dosenöffner, irgendein Nichtsnutz hatte eingedoste Maiskolben angeschleppt. Fassungslos fragten mich die Gäste immer wieder, immer vorwurfsvoller, am Ende restlos aggressiv: »Warum, verdammt noch mal, hast du denn keinen Dosenöffner?« Da ich noch nie über diese Frage nachgedacht hatte, brauchte ich eine Weile, um wahrheitsgemäß zu antworten: Weil die Pizza immer in Pappschachteln angeliefert wird.

Dirk Warnke

So gesehen

Was in Deutschland einerseits schiefläuft, warum aber andererseits doch alles irgendwie gerade noch so weitergeht, wurde mir klar, als ich die Pförtnerin meiner Firma im Vorübergehen sagen hörte: »Gewerkschaft bin ich ausgetreten. Das kost’ nur Beitrag, und wenn die streiken, muß ich eh immer arbeiten.«

Karlo Tobler

Erkenntnis

Im Prinzip führe ich das Leben einer kinderlosen Hausfrau. Nur ohne die ganze Hausarbeit.

Christian Martin

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Fifa-Präsident Gianni Infantino!

Fifa-Präsident Gianni Infantino!

Sie sind von den Delegierten des Fußball-Weltverbandes per Akklamation für vier weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Für Ihre erste Amtszeit fanden Sie dann lobende Worte: »In den vergangenen drei Jahren und vier Monaten ist aus dieser vergifteten, fast kriminellen Organisation das geworden, was sie sein soll. Eine Organisation, die sich um Fußball kümmert und den Fußball entwickelt.«

Und zu diesem Wandel zu einer letalen, vollends kriminellen Organisation beglückwünschen Sie angesichts anhaltender Medienberichte über das sklavengleiche Hausen, Schuften und Sterben auf den WM-Baustellen in Katar ebenso wenig wie zu Ihrer Wiederwahl:

die Menschenrechts-Ultras von Titanic

 Ina Tenz!

Sie sind seit zwanzig Jahren Programmdirektorin im Hörfunk und wollen bei Antenne Bayern jetzt ein Lied von Sarah Connor ohne den ersten Satz senden, denn der Satz lautet: »Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt.« Denn Vincent ist jung und schwul, weiß es aber noch nicht. Ein Song mithin, der Mut machen soll usw.

Was Sie nun daran stört? »Als erwachsene Frau gar nichts, aber als Mutter. Ich habe einen neunjährigen Sohn, und wenn er diesen Song im Radio hören und mich dann fragen würde, was diese erste Zeile bedeutet, dann möchte ich mit meinem Sohn nicht im Auto irgendwo auf dem Weg von der Schule zum Gitarrenunterricht über dieses Thema sprechen.«

Aber, Frau Tenz: Wo Sie doch nun so schön dem Klischee der sehr erwachsenen, sehr besorgten Karrieremutter und Elterntaxifahrerin entsprechen, da wird der Sohnemann auch das Klischee bedienen, wonach Neunjährige schon wissen, was ein Porno ist. Meinen S’ nicht auch?

Jederzeit gesprächsbereit: Titanic

 Ulm!

»Du kannst nicht beides haben?« steht fett gelettert auf Anzeigen Deiner neuen Image-Kampagne. Ja, aber was denn »beides«? Die Auflösung folgt: »Doch: In Ulm/Neu-Ulm! Erlebe hier Bayern und Schwaben zusammen in der Zweilandstadt.« Ja, wirklich? Bayern und Schwaben in einer Stadt? Ist das möglich? Wovon wir nur zu träumen wagten, wird endlich wahr! Sodom und Gomorrha! Hoffentlich lässt sich unser Bali-Urlaub noch umbuchen. Aber im Ernst: Auch eine weniger depperte Kampagne würde uns nicht in Dein doppelt versaubeuteltes Nest locken.

Huch! War das jetzt Spott und Hohn? Genau! Denn bei uns, liebes Ulm, kannst Du beides haben!

Pfiati und ade! Titanic

 Sächsischer Justizminister Sebastian Gemkow (CDU)!

Als Sprecher der CDU-geführten Bundesländer gegen den Antrag Niedersachsens, das Containern zu legalisieren, haben Sie am fürsorglichsten argumentiert. In einem Fünf-Sterne-Hotel in Travemünde meinte es empathisch aus Ihnen: »Wir wollen nicht, dass sich Menschen in eine solche menschenunwürdige und hygienisch problematische Situation begeben.«

Weil es auch kein Gesetz gibt, das Menschen vor der menschenunwürdigen Situation schützt, Essen aus dem Müll holen zu müssen? Oder weil Sie, Gemkow, sich aus Solidarität ein bisschen schmutzig fühlen wollen, indem Sie den Armen sogar die Brosamen der Wegwerfgesellschaft verweigern? Oder geht es Ihnen schlicht um Entmündigung derer, die auf Mundraub angewiesen sind?

Fragt mit schlechtem Appetit: Titanic

 Psychoanalytiker und Publizist Carlo Strenger!

Angeblich gehen Sie in Ihrem neuen Buch »Diese verdammten liberalen Eliten« mit diesen verdammten liberalen Eliten, zu denen Sie ja selbst gehören, streng ins Gericht. Doch nach der Lektüre fragen wir uns eins verdammt noch mal schon: Warum nicht noch viel strenger, Strenger?

Illiberal: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Mein Coach

hat mir aufgrund meines grüblerischen Wesens als wichtigsten Lebenstipp mitgegeben, immer nach vorne zu schauen, die Zukunft fest im Blick zu haben. Seitdem denke ich ständig an den Tod.

Anselm Neft

 Geschichtsmoral

Als ich die neueste Verfilmung von Otfried Preußlers »Die kleine Hexe« sah, war ich erneut gepackt von dieser Geschichte. Wie die kleine Hexe ausgestoßen wird, weil sie sich in ihrer grundfalschen Welt aus inneren Beweggründen zum Guten bekennt. Sie hält dem unfassbaren Druck ihrer missratenen Peer Group nicht nur stand, sondern wendet sich aktiv gegen das Böse. So verbrennt sie am Schluss die Zauberbücher ihrer Rivalinnen auf dem Scheiterhaufen, um die bösen Hexen für immer unschädlich zu machen. Die pädagogische Botschaft hinter der ganzen Geschichte ist klar: Bücherverbrennungen sind nicht immer schlecht.

Jürgen Miedl

 Gesichtsschnee

Ein ohnehin schon sehr merkwürdiges Gesetz, das – noch erstaunlicher! – weltweit gilt, verlangt von Menschen, die sich in den Bergen aufhalten, dass sie Rasierschaum oberhalb einer Höhe von 6659 Metern ausschließlich als Gesichtsschnee bezeichnen. Wer’s nicht glaubt, kann gern einmal versuchen, in den Bergen oberhalb einer Höhe von 6659 Metern Rasierschaum zu kaufen.

Andreas Maier

 Marktversagen

Als Ergebnis einer Google-Recherche nach dem von einem US-Comedian angepriesenen T-Shirt mit der Aufschrift »Neoliberalism sucks!« wurden mir ausnahmslos Hemden mit dem Slogan »Socialism sucks!« angezeigt. Daraus lässt sich nur eines folgern: Das System hat eindeutig abgewirtschaftet, ja ein Eigentor geschossen. Meine Nachfrage konnte schließlich nicht befriedigt werden!

Burkhard Niehues

 Keine Frage des Geldes

Wirklich arm fühlt man sich, wenn einer dieser NGO-Spendenbettler, die in der Fußgängerzone herumstehen, sein Gesicht hinter dem Klemmbrett verschanzt, sobald man auf ihn zugeht.

Julia Mateus

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 18.07.:

    "Vice" hat Martin Sonneborn im Wahlkampf begleitet.

Titanic unterwegs
11.08.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
22.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hans Traxler. Zum Neunzigsten«
23.09.2019 Lyon, Goethe-Institut Katharina Greve: »Das Hochhaus«
02.12.2019 Neu-Anspach, Freilichtmuseum Hessenpark Greser & Lenz: »Hessen först«