Vom Fachmann für Kenner | August 2008


Gummistiefel einpacken!

Man braucht sich gar nicht mal vertippen, um bei Amazon, auf der Suche nach Wanderführern, »Feuchtgebiete« von Charlotte Roche empfohlen zu bekommen.

Nils Heinrich

Reifezeugnis

Wer das bayerische Schulsystem kennt, der weiß auch, welcher Druck hierzulande an den Gymnasien herrscht. Auf eine gewisse Weise war es daher verständlich, daß ein junger Mann während der jüngsten Abifeier all dem Frust der vergangenen Jahre freien Lauf ließ, indem er, offen­sichtlich bereits stark sektbefeuert, die Abiturrede der Direktorin immer wieder durch pöbelnde Zwischenrufe störte, bei der Übergabe der Zeugnisse lautstark die verdorbenen Charaktere der einzelnen Absol­venten kommentierte und schließlich, Bier und Zigarette in der Hand, mit schwerer Zunge und feuchter Aussprache der Schulleiterin ins Gesicht sagte, was er von ihr und ihrer ganzen »Scheißdruck­sys­tem­schule« halte. Am nächsten Morgen beschlich mich aber doch das Gefühl, ich ­hätte das besser mal bei meiner eigenen Abifeier erledigt und nicht erst als aufsichtführende Lehrkraft.

Andreas D. Hesse

Spammer

Bis vor zwei Monaten fand ich täglich mehrere Penisverlängerungsangebote in meinem Mail-Postfach. Dann erreichte mich eine Zeit lang nur Viagra-Werbung, und seit einer Woche sind es ausschließlich schicke Uhren, die mir ans Herz gelegt werden. Ich frage mich, was das bedeutet: Wissen die alle von meinem unübersehbaren sozialen Aufstieg, oder sprechen die sich untereinander ab, sobald man mal (versehentlich) was bestellt hat?

Mark-Stefan Tietze

Supersommerdiät

Man darf alles essen, worauf man Appetit hat, muß nur kurz vorher etwas anschauen oder an etwas denken, wovon einem komplett der Appetit vergeht.

Uwe Geishendorf

No future

Im Sanitärbereich der Autobahnraststätte Siegerland hängt neben den Urinalen ein Automat, der neben Verhütungsmitteln auch ein Produkt mit dem schönen Namen »Travel Pussy – die künstliche Vagina« zum Kauf feilbietet. Ein gut sichtbar angebrachter Warnhinweis des Herstellers enttäuscht jedoch von vornherein den vom Familiengründungswunsch getriebenen potentiellen Anwender: »Nicht für Kinder geeignet!«

Florian Kläger

Ausgegrenzt

In diesen In- und Out-Listen finde ich unter »In« nie etwas, das auf mich zutrifft. Damit läßt sich leben. Daß ich unter »Out« auch nichts finde, gibt mir dann aber doch zu denken.

Thorsten Mausehund

Energiequälen

Wenn mein Freund betrunken nach ­Hause kommt und in Orthopädenbesuchshaltung auf der Wohnzimmercouch einschläft, kann ich das als liebevolle Partnerin natürlich nicht mitansehen. Daher habe ich das Lichtleitsystem entwickelt: Ich lösche sämtliche Lichtquellen bis auf die im Schlafzimmer und rüttle an meinem Freund, bis er völlig verstört aufwacht, aufsteht und sich – dem Licht ­folgend – plötzlich glückselig in seinem Bett wiederfindet. Nach einem Streit am Vorabend funktioniert das Lichtleit­system übrigens auch hervorragend in die ­andere Richtung.

Valeska Schuh

Kleine Staatskritik

Überall Blaulicht und Martinshorn, Absperrungen und Uniformierte, die Anweisungen schreien – nach manch schwerem Gewitter habe ich wirklich den Eindruck, wir leben in einem Feuerwehrstaat!

Oliver Nagel

Abgenabelt

Ich habe zu meinem Heimatdorf mittlerweile eine so große emotionale wie räumliche Distanz gewonnen, daß ich dem Mädchen an der Supermarktkasse, mit dem ich vor vielen Jahren das erste Mal teilte, laut und ohne rot zu werden die Frage stellen kann, ob denn wenigstens sie seitdem noch mal Sex gehabt habe.

Lars Ruppel

Konversationsrätsel

Die folgende Konversation fand neulich auf einem Schulhof statt und bereitete der aufsichtsführenden Lehrerin doch einige Schwierigkeiten:

Schüler A: »Ey, gehst du Päckchen?«

Schüler B: »Fick disch!«

Schüler A: »Apfel!«

Wenige Minuten später löste sich das Rätsel: Schüler B kehrte mit einem Apfeltrinkpäckchen vom Hausmeister zurück und händigte es Schüler A aus.

Niels Frerichmann

Feststellung

Eigentlich wenig verwunderlich, daß Musiker wie Rammstein oder Tokio Hotel kommerziell so erfolgreich sind. Sind sie doch in der Platte aufgewachsen.

Sascha Dornhöfer

Mannhaft

Es war Frühsommer, wir waren vier Jungs, saßen in einer von uns bevorzugten Berghütte, hatten haufenweise Bier und Obstler terminiert und befanden uns alle in einem hübschen Vollrausch. Irgendwann, es war schon etwas später, bezahlten wir und wankten, hinreißende Herrenwitze von uns gebend, nach draußen, um uns in der etwa vierzig Meter entfernten Schlafhütte niederzulegen. Nur mein Kumpel Hubert hatte erhebliche Koordinationsschwierigkeiten. Er sackte noch beim Verlassen des Schank­raums auf die Knie, hielt sich mühsam am Türrahmen fest, wollte sich auch nicht helfen lassen und legte sich schließlich zusammengerollt auf den Boden. Unsere Aufmunterungen, doch aufzustehen und die wenigen Meter zur Schlafstätte mit uns zu kommen, ignorierte er kopfschüttelnd. Mit letzter Kraft ächzte er: »Laßt mich nur liegen, ohne mich könnt ihr es vielleicht noch schaffen!«

Moses Wolff

Geht durch den Magen

Meine Freundin kann gut kochen! Sonntag zum Beispiel gab es wieder einmal Ente mit Rotkohl und Knödeln samt den von mir verehrten Innereien. Die werden den Tiefkühl-Vögeln in der Fabrik jedoch meist nicht vollständig, sondern je nach Gewicht hinzugefügt, weshalb wir dieses Mal auf Leber verzichten mußten, dafür aber zwei Herzen im geöffneten Entenpo fanden. Beim Servieren des köstlichen Mahls legte meine Freundin jedem von uns ein Herz auf den Teller. Als sie, um den passenden Rotwein zu entkorken, kurz in die Küche mußte, spießte ich schnell beide Herzen auf eine Gabel und ließ sie in meinem Mund verschwinden.

Ich: »Hmmm!«

Sie, den Tatort betretend: »Du hast mein Herz gekaut!«

Arne Holst

Poetik

Zur Einführung in die Kriminalliteratur des späten 19. Jahrhunderts und ihre Analyse empfehle ich besonders Paulus Henri de Vries’ »Poe and after«.

Almuth zu Jeddeloh

Studentische Arbeitsmoral

Vor der Universitätsbibliothek treffe ich zufällig einen entfernten Bekannten, der Verbindungsstudent ist.

Er: »Was machst du denn schon wieder in der Bibliothek?«

Ich: »Muß bis in ’ner Woche noch ’n Exposé schreiben. Und da war ich grad zum Recherchieren in der Bib.«

Er: »Warum machst du denn sowas? Laß es doch die Putze schreiben, kauf dir ein paar Bier und stell dir mal ordentlich einen rein!«

Erst will man die Einstellung ja empört ablehnen, weil sie, nun ja, eben von einem Verbindungsstudenten kommt. Aber irgendwann denkt man dann doch: Eigentlich hat er ja recht.

Moritz Keller

Teekesselchen

Ist das nicht interessant und ein wenig verwirrend? Beim Thema Kohlesubventionen ist ein Förderschwerpunkt ein Förderschwerpunkt. Mal holt man was raus, mal steckt man was rein. Ich bin mir sicher, hinter dieser Sache verbirgt sich eine höhere Weisheit. Ich weiß bloß nicht, welche.

Katharina Greve

Naturbeobachtung

Wie sie da emsig über die Terrasse huscht, von Gast zu Gast, um Bestellungen aufzunehmen, die sie in ihrer Schürzentasche verschwinden läßt. Wie sie sich dann ins Innere des Lokals zurückzieht, für lange, lange Zeit, fast möchte man meinen, eine ganze Jahreszeit. Und wie sie dann wieder erscheint, mit zuckendem Näschen die Sonne begrüßt, um erneut eifrig ihre Runden zu drehen, aber natürlich wieder mal die Hälfte vergessen hat…

»Cafe Eichhörnchen« ist aber auch ein zu blöder Name!

Oliver König

Trauriger Verein

Auf dem Heimweg von der Schule berichtete mir mein konfessionsloser Sohn, sie hätten die Dorfkirche besichtigt. Von der Betrachtung der grausig detaillierten Kreuzwegbebilderung war er spürbar noch mitgenommen, blickte grüblerisch ins Leere und verkündete schließlich: »Stimmt’s, Papa? Man muß nicht unbedingt in die Kirche gehen – man kann auch zu Hause traurig sein!«

Askal Bosch

Reformvorschlag

Nach einer durch das Geschrei des gerade ein Jahr alt gewordenen Henrik wieder einmal größtenteils durchwachten und bereits um fünf Uhr morgens beendeten Nacht kam mir die Idee, der chinesischen Duden-Redaktion einen Vorschlag zu machen: Wäre es nicht besser, das chinesische Schriftzeichen für »Frieden«, das sich aus den Elementen »Frau« unter »Dach« zusammensetzt, durch ein aus dem Elementen »Sohn« auf »Mond« zusammengesetztes zu ersetzen?

Friedrich Weissdorn

Älter werden

Ich erinnere mich an den Besuch eines Schnellrestaurants an der Nordsee. Dort lief über die Lautsprecher ein zeitgenössisches Pop-Lied, das ich schon einmal gehört hatte und das mir gefiel. So fragte ich die beiden etwa 15jährigen Damen, die mir und meinem Kompagnon gegenüber saßen, wer dieses Lied denn interpretiere. »Wheatus«, versetzten die beiden Gören, was angesichts der überwältigenden Lautstärke der Musik nicht für jedermann präzise verständlich war. Mein Nachbar jedenfalls schnellte erstaunt vor und rief erfreut: »Was? Von den Beatles? Ist ja toll, daß die auch mal wieder was machen!«

Bernhard Löwenberg

Interessantes Rendezvous

Neulich wurde ich von einem Oberförster in den Wald eingeladen. Es gab Kaffee und Buchen.

Andrea Maisy

Die Weisheit der Pubertierenden

Mein Töchterlein wird derzeit wie viele andere Achtklässler als Versuchskaninchen für das bayerische G8 mißbraucht, den gestrafften Gymnasial-Lehrplan, der unter anderem schon in die Wahrscheinlichkeitstheorie einsteigt, ehe noch Schönschreiben und Betragen ihre Bedeutung verloren haben. Nachdem ich meinem Schatz mit Mühe den Unterschied zwischen absoluten und relativen Häufigkeiten nahegebracht hatte, seufzte sie und sagte: »Das habe ich jetzt verstanden, aber immer wenn ich etwas verstanden habe, kommt etwas, das noch schwieriger ist« – ich hatte mich erst durch 2000 Seiten Schopenhauer hindurchkämpfen müssen, um zu dieser Einsicht zu gelangen.

Theobald Fuchs

Nudelphilosophie

Teigwaren sind Teigwaren, weil sie mal Teig waren.

Christian Dickenbey

Auf der Mauer

Der Verlauf der Mauer ist in ganz Berlin durch eine Doppelreihe Kopfsteine gekennzeichnet, die sich einmal quer durch die gesamte Stadt über Gehwege, Radwege, Plätze und Straßen zieht. Auf dem Weg von Mitte nach Kreuzberg hat sich kürzlich mein Vorderreifen zwischen zwei dieser Kopfsteine verfangen, und ich habe mich mit dem Rad voll auf die Fresse gelegt. Seitdem bemühe ich mich um Anerkennung als Maueropfer.

Volker Surmann

Stellenwunder

Siemens streicht weltweit 16 750 Stellen – hoffentlich ist der Wasserfleck an meiner Wohnzimmerdecke mit dabei!

Murmel Clausen

Wie sag ich’s meinem Kind?

Auf einem Plakat zur Aids-Prävention sind verschiedene Früchte und Gemüse zu sehen, über die Präservative gestülpt sind. Ein etwa fünfjähriges Kind deutet auf das Plakatmotiv und fragt seine Mutter: »Mama, was ist das da über der Gurke?«

Die Mutter in erfinderischer Not: »Das sind Gemüseschutzhüllen.«

Friedemann Encke

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 »Auto Motor und Sport«!

In Deiner Ausgabe vom 28. März hast Du den Audi R8 getestet und mit fünf von fünf Sternen bewertet. Da steht dann zum Beispiel unter »Umwelt« als Pluspunkt »geringe Umweltbelastung dank geringer Stückzahl« sowie, allen Ernstes, »nachhaltig, da voraussichtlich lange Nutzung«. Nun lässt sich derlei natürlich auch über Kreuzfahrtschiffe sagen, die es ja auch nicht in sooo hoher Zahl gibt und die immerhin ein paar Jahrzehnte halten.

Aber Minuspunkte hast Du in dieser Rubrik ebenfalls ausfindig gemacht, wenigstens einen: »Okay, sagen wir, wie es ist: sehr hoher Verbrauch«. Der aber letztlich wurscht ist, denn über dem Testkasten resümierst Du mit brutaler Ehrlichkeit: »Fünf Sterne? Aber der CO2-Ausstoß und der … egal. Einfach egal! Fünf Sterne verdient sich alleine schon der V10, weil er einer der letzten Sauger ist. Am besten heute fahren, morgen ist es zu spät.«

Haha, lustig. Und weißt Du was, »Auto Motor und Sport«, übermorgen ist es sogar noch später, weil wir alle zu tot sind, um Zehnzylinder-Monstren zu fahren.

Du saugst! Titanic

 For fuck’s sake, George Clooney!

In einer englischen TV-Show erzählten Sie uns, dass Sie einmal vor Ihrer Haushälterin die »braune Windel« eines Ihrer Kinder aus dem Müll genommen hätten, um diese dann genüsslich auszulecken. »Sie lief schreiend weg!« feixten Sie. Und wenn Sie, Clooney, jetzt denken, dass an dieser Geschichte auch nur irgendetwas besser wird, weil Sie, wie Sie nachschoben, die Windel vorher mit Nutella präpariert hatten – dann irren Sie krankes Schwein sich aber gewaltig.

Begeben Sie sich in Behandlung! Titanic

 Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Weil Ihnen u.a. aufgrund jahrzehntelangen Kokainschmuggels in die USA dort eine lebenslange Haft droht, versuchen Sie nun, auf dem ebenso hart umkämpften Modemarkt Fuß zu fassen. Via Instagram kündigte Ihre Ehefrau Emma Coronel Aispuro Ihr gemeinsames Fashion-Label »JGL« an: »Ich habe ein Projekt für eine Modelinie. Ich will meinen und Joaquíns Stil voranbringen.«

Dass auch Ihre Haute Couture süchtig machen und zahlreiche Abnehmer finden wird, steht indes nicht zu bezweifeln – bei Ihrem feinen Näschen für guten Stoff!

War dagegen noch nie en vogue: Titanic

 Winfried Kretschmann!

Auch Sie haben die Schüler der Bewegung »Fridays for Future« dafür kritisiert, dass sie freitags nicht in die Schule, sondern für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gehen. Die Proteste müssten früher oder später ein Ende finden und könnten »nicht ewig so weitergehen«, befanden Sie. Und: Auch Klimaschützer müssten sich an Regeln halten, es gelte die Schulpflicht.

Stimmt genau, Kretschmann, das haben Sie gut erkannt! Die Schüler müssen unbedingt wieder öfter in die Schule! Dann lernen sie noch viel schneller, dass einer wie Sie vollkommen unwählbar ist.

Strike! Titanic

 Gute Idee, Spektrum.de!

Die zukünftige Kolonialisierung des Weltalls und die dazu nötige Raketentechnologie kommt zwar auch dank privater Unternehmen ganz gut voran, doch nach oben ist natürlich – buchstäblich – keine Grenze gesetzt. Und so verkündetest Du, dass die Raumsonde New Horizons auf dem Kuipergürtelobjekt Ultima Thule Alkohol gefunden hat.

Damit wäre der erste Schritt für ein schnelleres Vorantreiben der Besiedlung getan. Jetzt müssen wir dieses Ergebnis nur noch der Schnapsnase Jean-Claude Juncker stecken, und in weniger als zehn Jahren ist jeder noch so kleine Asteroid durch die ESA auf Fusel abgeklopft und besiedelt.

Verneigt sich vor Deiner intergalaktischen Genialität: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Zwiebelschlaf, der:

tritt auf nach langen Kochsitzungen mit Zerschneidung von Zwiebelgewächsen. Aufgrund der Überanstrengung und Überessung erfolgt beschleunigtes abendliches Müdewerden. Da in den Augen aber immer noch (!) ätherische Zwiebelöle herumschwimmen, folgt direkt auf jedes noch so beiläufig-friedliche Zufallen derselben ihr unmittelbares, schreckbegleitetes und schmerzvoll-brennendes Wiederaufreißen. Kann sich bis drei Uhr morgens hinziehen und nur überwunden werden, indem die betroffene Person sich einen in Mixed-Pickles-Sud getränkten Waschlappen über den Kopf zieht und die Worte »Gelegenheit macht Zwiebel, jetzt reicht es aber mal« geheimnisvoll vor sich hinmurmelt, aus dem Fenster springt und selig auf dem Komposthaufen verschimmelt.

Adrian Schulz

 Neuer Ethik-Kodex

Um mehr Fairness im Online-Handel zu erreichen, schlage ich vor, dass profitmaximierende Abmahnanwälte hin und wieder auch mal etwas bei ihren Opfern bestellen.

Jan Guthmann

 Ehrliche Speisekarte

Ich fand es bemerkenswert, wie auf dem Menüplan zumindest im Diminutiv auf das Tierleid in der Fleischproduktion hingewiesen wurde: »Heute: Schwein-Elendchen«. Es war dann aber leider doch nur ein Tippfehler.

Jürgen Miedl

 Technikpionier

Dass meine Zeitmaschinen viel besser funktionieren als sämtliche Konkurrenzmodelle, ist nun wirklich keine Überraschung. Ich bau’ die Dinger ja schließlich schon seit 2069.

Andreas Maier

 Waschzwang

Ich wasche immer erst ab, wenn alle kleinen Löffel dreckig sind. Die gehen mir immer als erstes aus. Wenn ich also beim Morgenkaffee merke, dass ich keinen sauberen kleinen Löffel mehr habe, dann wird richtig krass abgewaschen. Zumindest ein kleiner Löffel.

Dorthe Landschulz

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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25.05.2019 Menden, Scaramouche Lyrikpreis »Der große Dinggang«
25.05.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
26.05.2019 Berlin, Volksbühne Heiko Werning mit Paula Irmschler u.a.
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