Vom Fachmann für Kenner | April 2008


Keine dummen Ausreden mehr!

Liebe Frauen, habt Ihr schon mal drüber nachgedacht, daß Migräne allein im Kopf entsteht?

Florian M. Römer

Moralphilosophie

Immer zur Wahrheit zu stehen ist ja schön und gut, aber wenn man als Kunstlehrer in der 10. Klasse beim Portraitzeichnen ­einer Modell stehenden Schülerin erklärend mit dem Zeigefinger an der Nase herumfummelt und überraschend gesagt bekommt, der Finger röche so schön nach Zimt, so schiebe man es, wenn auch ­irritiert, so doch beherzt auf gewisse ­zuvor gelutschte Bonbons und verschweige, so einem die Ursache des Geruchs langsam dämmert, geflissentlich, daß das nur am Tigerbalsam liegen kann, mit dem man bei der Morgentoilette die Hämorrhoiden eingecremt hat.

Randolf Geisler

Schade

Daß Pornofilme immer so lieblos gemacht sind!

Sebastian Mecklenburg

Noch mehr Möglichkeiten!

Heute abend, wenn meine Frau schläft, werde ich wieder ins Internet gehen und mir ein paar neue Pfeiftöne für meinen Tinnitus runterladen.

Christian Dahlenburg

Stimmt nicht

»Hinterher ist man immer schlauer«, dachte ich, bevor ich mit dem Klebstoffschnüffeln anfing.

Rolf Karez

Reader’s Digest

Das Leben ist zu kurz für lange Literatur, hat Alfred Polgar einmal festgestellt. ­Daran muß ich immer denken, wenn ich mit dem Gedanken spiele, meinen bildungs­bürgerlichen Pflichten nachzukommen und endlich einmal die »Buddenbrooks« zu ­lesen. Ich frage mich dann, ob es denn nicht möglich sei, den Verfall einer Familie nicht auf Hunderten von Romanseiten auszubreiten, sondern sehr viel kompakter und konziser zu schildern, reduziert auf das Wesentliche, ohne es an der gebotenen Dramatik mangeln zu lassen. Und da läuft doch neulich diese etwas korpulente Frau mittleren Alters in der Innenstadt an mir vorbei und ruft aufgeregt in ihr Mobiltelefon: »Mama ist überfahren worden! Von Papa! Auf dem Lidl-Parkplatz!« Na also, geht doch.

Maik Tändler

Politische Orthographie

Die Tätigkeit als Lektorin in einem feministischen Verlag erfordert ein außerordentlich hohes Maß an Gründlichkeit. Frau muß genau darauf achten, daß kein Wort phallsch geschrieben wird.

Andrea Maisy

Brieffreundschaften

Über nie angeforderte Werbepost von Banken und Versicherungen ärgere ich mich nicht mehr, im Gegenteil. Ich ­sende den Rückumschlag sogar gerne zurück, denn die Gebühr zahlt ja der Empfänger. Nur die Befüllung behalte ich mir selbstverständlich vor. So erhielt die Commerzbank von mir eine Preisliste von Flying Pizza und einen vollen Kniffelzettel. ­Gerne hätte ich gesehen, wie der Sachbe­arbeiter bei Delbrück Bethmann Maffei dem Briefumschlag den unausgefüllten Antrag für das »easyCredit Teambank Fairness-­Paket« entnahm. Schade auch, daß ­wegen der Gewichtsbeschränkung Altglas und Biomüll nicht in Frage kommen.

Tobias Jelen

Wellness

Ich beschloß in genau dem Augenblick, nie wieder Massageöl mit Mandarinen­aroma zu kaufen, in dem sich die erste Fruchtfliege in meinen Rücken bohrte.

Volker Surmann

Weitere Hoffnung dahin

Wenn der letztlich ganz klassisch, ganz à la façon durchgestylte junge Bahnhofs­punk den in einem Herrenrock und mit schwarzen Fingernägeln an ihm vorbeistiefelnden, ungefähr gleichaltrigen Mittel­alterfan mit eben jenem unerbittlich-unduldsamen Blick verfolgt, den einst sein Vater für langhaarige Hippies, dessen Vater wiederum für Neger reserviert hatte – ist dann, wo schon die ­junge ­Generation versagt am Auftrag, dem ­Gegenüber mit Achtung zu begegnen, gleich welches Erscheinungsbild es habe, die letzte Hoffnung auf universelle Toleranz und Menschlichkeit nicht endgültig dahin, die Menschheit ewiglich gefangen im Zirkel von Ressentiment und Unverstand? Wobei: Herrenrock ist wirklich schon ziemlich grenzwertig. Meine Meinung!

Leo Fischer

Vaterliebe

Wegen einer Erkrankung meiner Frau mußte ich die Wäsche der Familie bügeln. Infolgedessen erschien mein Sohn mit akku­raten Bügelfalten in seiner langen Torwarthose auf dem Platz. Er schien ­meinen diesbezüglichen Stolz jedoch nicht zu teilen.

Uwe Geishendorf

In Whisky veritas

Kneipenszene: Neben mir am Tresen ein un­appetitlicher angesoffener Typ, der den ganzen Abend mit einem Kugelschreiber versaute Zeichnungen auf Bierdeckel kritzelt und dabei stieläugig vor sich hingeifert. Vor ihm auf dem ­Tresen eine fast ­leere Flasche Whisky, deren Etikettaufdruck ihn und sein Tun in Versalien beschreibt: SINGLE MALT.

Thorsten Mausehund

Reiseerlebnisse

Der Bruder meiner Freundin berichtete von einem Indienbesuch, bei dem er ­einem Früchtehändler versehentlich etliche ­Rupien zuviel gegeben habe. Er habe den geforderten und wohl ohnehin über­höhten Preis in der ungewohnten Währung zwar überschlagen, aber beim Aufrunden um eine Dezimalstelle verfehlt. Geahnt habe er dies erst, als der Händler sich ausgelassen bedankte und Tüte um Tüte mit ­weiterer Ware vollzupacken begann. ­Meine Freundin konnte noch einen draufsetzen: Ein Onkel, der vor Jahrzehnten in Frank­reich ein deutlich mehr als fettes Trinkgeld – »Dankeschön, stimmt so« – auf  den Tisch ­legte und vom Kellner mit fassungs­losem, ungehemmten Dank über­schüttet ­wurde, kam erst so richtig ins Grübeln, als er das ­Lo­kal verließ: Draußen stand, in Reih und Glied, die komplette ­Belegschaft des Restaurants, bereit zum Händeschütteln.

Martin Quetsche

Aus der Arbeitswelt

Wenn man sich wie ich seinen Unterhalt durch das Herumbringen von Kartons erkämpft, dann darf man wenigstens schmunzeln bei dem Gedanken, der sich aufdrängt, wenn man in einer Metzgerei neun Bürostühle abliefern muß. Nämlich daß hier wohl überwiegend Sitzfleisch verkauft wird.

Bernd Stege

Glück in der Liebe

Daß wir unsere Beziehungsziele noch ­einmal gründlich durchsprechen sollten, wurde mir an jenem gemütlichen Abend klar, als mir meine Freundin während ­eines Werbeblocks nonchalant mitteilte: »Wenn du jetzt sterben würdest, würde ich dir alle Pickel aufkratzen und erst dann den Notarzt rufen.«

Christian Martin

Erste Alterserscheinungen

In letzter Zeit passiert es mir immer häufiger, daß ich Namen vergesse oder durcheinanderbringe. Es wird doch nicht Horkheimer sein?!

Thea Un…äh…dings

Nicht immer nur die Risiken sehen!

Unter dem Einfluß des Digitalen hat sich unser Leben doch ganz schön verändert. Morgens früh ins Internet gehen, sich zwei oder drei Brötchen mit Serranoschinken sowie zwei Flaschen Kirin-Bier bestellen und gemütlich auf die Frühstückslieferung warten, während man das neue ­Album von der Nervensäge, die mal ­Prince hieß, runterlädt, in den Papierkorb schiebt und anschließend seine Pornos im ­Ordner »Neuer Ordner« neu sortiert – das sind alles Dinge, die hätte ich mir mit siebzehn nicht vorstellen können. Ich damals immer: »Orwell«, »kulturelle Katastrophe«, »Datenschutz« etc. Bescheuert!

Mark-Stefan Tietze

Unwillkommener Anruf

Anruferin: »Schön, daß ich Sie erreiche! Sie haben ja an einem Gewinnspiel teilgenommen und als kleines Dankeschön…«

Ich: »Helfen Sie mir! Schnell! Ich bin entführt worden, habe kein Guthaben und mein Akku gibt gleich den Geist auf! HILFE!«

Anruferin: »Augenblick, da muß ich erst nachfragen…«

Moses Wolff

Stop the heat

Wenn wir uns nach dem Winter alle ­gemeinsam nackt in die Sonne legen, ­sollten unsere weißen Körper genug Licht reflek­tieren, um die Klimaerwärmung um mindestens ein bis zwei Tage zurück­zuwerfen.

Murmel Clausen

Leben ist Lernen

Ich sitze auf dem Klo – im 31. Winter ­meines Lebens –, und da fällt mir nach langem Nachdenken auf, daß Whiskas von ­»whiskers« kommt. Sunkist und ­Palmolive ging etwas schneller. Was für profunde Einsichten in die menschliche Existenz ­erwarten mich als nächstes?

Andreas Schriewer

Schriftstellerkind

Daß ein liebender Vater, der seinem Töchter­chen eben einen langen Vortrag über Meta­phern und deren Gebrauch gehalten hat, diesem für den Spruch: »Sieh mal Vati, der Teller ist so sauber, daß man davon essen kann!« eine Ohrfeige androht: kann passie­ren. Daß das spontan weinende Balg aber die Selbstironie in der Aufforderung: »Jetzt heul doch nicht gleich wie ein kleines Mädchen!« weder erkennt noch angemessen würdigt, sondern gleich noch lauter los­jammert: das reizt mich schon wieder bis aufs Blut!

Michael Ziegelwagner

Aus der Wissenschaft

Die neueste Studie des kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen ­unter Leitung von Prof. Dr. Christian Pfeiffer hat ergeben, daß 71 Prozent aller überflüssigen Fernseh- und Zeitungsinterviews zum Thema »Kinder- und Jugendkriminalität« von der Institutsleitung gegeben werden.

Daniel Nierwetberg

Falsche Farbe

Neulich fahre ich mit dem Fahrrad stadteinwärts. An einer engen Stelle unter ­einer Eisenbahnbrücke kommt mir ein S­chwarzer auf einem Fahrrad entgegen. Kurz bevor wir einander passieren, schüttele ich den Kopf und rufe: »Falsche Seite!« Darauf er: »Falsche Farbe!« Das war zwar politisch nicht korrekt – dafür aber ziemlich schlagfertig und souverän im Vortrag, so daß ich mir insgeheim ­eine ganze Portion Hochachtung nicht ver­sagen mochte.

Christof Goddemeier

Pay-TV

Immer wenn man während einer Fernseh­sendung gerade so schön am Einschlafen ist, wird man durch die ungleich lautere Werbung wieder geweckt. Um nachts endlich mal durchschlafen zu können, ­habe ich daher heute Premiere abonniert.

Sascha Dornhöfer

Letzte Instanz

Damit das ein für allemal geklärt ist: Der allwissende Erzähler, das bin ich.

Horst Mitesch

Smalltalk

An den schäbigsten Imbißbuden läßt sich eine Menge lernen. Zum Beispiel zur ­Frage, wie Smalltalk funktioniert.

Imbißmitarbeiterin: »Zum Mitnehmen?«

Kunde: »Nein, furchtbar kalt heute. Scheißwind.«

Mitarbeiterin: »Ja, windig. Aber sehr warmer Wind. Zu warm für die Jahreszeit.«

Kunde: »Ja, es ist zu warm, absolut!«

Bernhard Löwenberg

Tourismus 2.0

Statt im Urlaub überallhin meine Digitalkamera mitzuschleppen, schummele ich mich neuerdings auf Fotos von anderen Touristen. Daheim durchsuche ich dann flickr.com und andere ­Foto-Communities. Und schon ist mein Urlaubsfoto­album komplett.

David Sowka

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Privet, »Zeit Campus«!

In Deinem aktuellen Heft findet sich eine Reportage über Punkrockbands in Russland und darin wiederum der Satz: »Pornofilmy«, eine der Bands, »bezeichnet sich selbst als regierungskritisch. Ihre Lieder heißen Armes Land oder Traut der Regierung nicht

Wir halten journalistische Skepsis ja wirklich in allen Ehren, aber in manchen Situationen und bei gewissen Indizien darf man seinen Interviewpartnern auch einfach mal glauben.

Finden zumindest Deine Naivchen von der Titanic

 Glückwunsch, Simon Rolfes!

Sie sind Sportdirektor des Fußballvereins Bayer Leverkusen und äußerten jüngst den Satz: »Wir kommen vom Ansatz, mit dem Ball spielen zu wollen.«

Und wir kommen vom Ansatz, Ihnen zu gratulieren, dass das der genau richtige Ansatz ist, denn Fußball ist ja schließlich eine Ballsportart. Hätten Sie etwa behauptet, Sie kämen vom Ansatz, mit dem Puck spielen zu wollen, oder mit Doppelkopfkarten, oder gar mit dem Gedanken, künftig Eigenblutdoping zu betreiben, wären das total falsche Ansätze gewesen. So aber haben Sie eindrucksvoll bewiesen, dass Sie vom Ansatz her der absolut richtige Mann am richtigen Ort sind und nicht etwa ballaballa.

Verwandelt diesmal ansatzlos: Titanic

 Moinmoin, Nandus!

Moinmoin, Nandus!

Vor 18 Jahren seid Ihr aus einer Lübecker Straußenfarm ausgebüchst und habt Euch seither munter in Nordwestmecklenburg angesiedelt. Anfangs nur ein gutes Dutzend, ist Eure Population auf mittlerweile über 500 Laufvögel angewachsen. Wenn das so weitergeht, stellt Ihr demnächst in Eurem Landkreis die Bevölkerungsmehrheit.

Doch aufgepasst: Ihr habt zwar keine natürlichen Feinde, seit kurzem jedoch die Alphatierchen und Aasgeier von der FDP im Nacken, die Euch ins deutsche Jagdrecht aufnehmen wollen und als »große Gefahr« geißeln. Kleine Bitte: Könntet Ihr, statt konzeptlos alle Felder leerzufuttern, nicht zur Abwechslung mal was Sinnvolles tun, z.B. den Lebensraum des Nazidorfs Jamel verwüsten oder wenigstens das Kreisbüro der örtlichen FDP (Dorfstraße 27, 19417 Jesendorf)? Auf, auf!

Eure Fressfreunde von Titanic

 Ralph C. Freund!

Da massakriert ein weißer Nationalist in der texanischen Grenzstadt El Paso unter anderem sieben Mexikaner, woraufhin der US-Präsident seine gewohnte ausländerfeindliche Hetze betreibt. Und Sie, Chef der sog. »Republicans Overseas«, dürfen bei WDR 5 den in die Kritik Geratenen in fließendem Deutsch verteidigen: »Trump ist nun alles, aber kein Rassist.«

Na, klar Robert »C.« Freund, und das »C«, welches der damalige Immobilienspekulant und Vermieter Trump schon Anfang der Siebziger Jahre in die Bewerbungsunterlagen farbiger Wohnungsinteressenten stempeln ließ – ein Vorgehen, für das er schon damals von den US-Behörden verklagt worden ist –, stand auch nicht für »colored«, sondern für das auf die Weltläufigkeit seines Initiators verweisende Wort »Cosmopolitan«, nicht wahr?

Keine Grüße: Titanic

 Gloria von Thurn und Taxis,

neulich fanden wieder mal die Festspiele im Innenhof Ihres Regensburger Schlosses statt. Da jubeln immer alle und freuen sich, und die geladenen Künstler, beispielsweise Elton John und Sting und Tom Jones, bedanken sich artig für die Einladung.

Und jetzt das! Bevor die Band Revolverheld zur Zugabe ansetzte, sagte Sänger Johannes Strate: »Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen. Man darf Missbrauch in der katholischen Kirche nicht bagatellisieren und Flüchtlinge nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.« Und alle klatschten und jubelten. Und Sie? Sie sagten: »Gott sei Dank darf man heute noch seine Meinung sagen.«

Das stimmt, Prinzessin, Sie tun das ja unentwegt, haben Abtreibung als »Massenmord«, Beten als Heilmittel gegen Homosexualität und Migration als »eine Art Krieg« bezeichnet. Über jahrzehntelange Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen vermeldeten Sie: »In meiner Jugend waren Schläge ein ganz normales pädagogisches Mittel, um mit frechen Kindern, wie ich eines war, fertig zu werden.« Vor einem halben Jahr klang Ihre Meinung zur Meinungsfreiheit übrigens noch so: »Natürlich gibt es die Meinungsfreiheit. Aber wir dürfen nicht sagen, was wir denken.«

Mit Blick auf das, was Sie ohne Beteiligung Ihrer grauen Zellen von sich stemmen, möchte tatsächlich keinesfalls auch noch wissen, was Sie denken: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Add Blue

Die Zeit, in der mit Ersatzflüssigkeit Bindenwerbung gemacht wurde, wird auch als die Blaue Periode der Werbeindustrie bezeichnet.

Tobias Speckin

 Zu ihrem Uniabschluss

wollte sich meine Freundin ein Cutting, ein Narbentattoo, zulegen. Ihr Freund hegte allerdings ästhetische Bedenken, sodass sie ihr Vorhaben verschob. Seit einiger Zeit sind die beiden allerdings getrennt, und die Sache ist damit geritzt.

Laura Brinkmann

 Fast schon Werbung

Beim Einkauf von Grillklimbim stieß mir Kohle mit Öko-Siegel ins Auge, die damit warb, dass sie »erstaunlich gut« brennbar sei. Ja, wagen denn nicht einmal Reklamefritzen in Zeiten der durch Streamingwerbung seelisch verhornten Kundschaft noch das ganz grelle Ranwanzen? Was kommt als nächstes? »Schokoriegel – schmeckt scheiße wäre leicht übertrieben«? »Mehl – dare to call it unschwarz«? »Dildo – nicht schlecht für einen Schwanz«?

Jasper Nicolaisen

 Habenwollen

Wenn ich Erich Fromms Buch »Haben oder Sein« verliehen habe, darf ich dann nach einiger Zeit sagen, dass ich es gerne zurückhaben würde, oder habe ich dann mal wieder gar nichts verstanden?

Ludger Fischer

 Unpolitische Tiere: der Adler

Adler, Adler schweb empor
Du hast heute Großes vor
Flieg hinauf auf deinen Schwingen
Schwebe über allen Dingen
Segle, kreise, räsoniere
Sinne nach und meditiere
Über diese Frage nur:
War heute nicht die Müllabfuhr?

Gunnar Homann

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
16.09.2019 Frankfurt, Henscheid Mark-Stefan Tietze
19.09.2019 Berlin, Hausbrauerei Eschenbräu Katharina Greve
19.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hans Traxler
20.09.2019 Stuttgart, Superjuju Katharina Greve