Vom Fachmann für Kenner | Oktober 2007


Bekanntes Problem

Der Vorschlag meiner Freundin, unser Sexleben ab und an mit einer Runde Strip-Poker aufzufrischen, gefällt mir zwar ganz gut, wird wohl aber daran scheitern, daß ich mich einfach nicht dazu motivieren kann, mir etwas anzuziehen.

Sascha Dornhöfer

Test

Ein Freund von mir behauptete, daß ja wohl jeder Schwachsinn ungefiltert in der hier vorliegenden Rubrik gedruckt würde. Ich widersprach und meinte, daß die meisten Beiträge doch ausgewählt ­lustig und/oder tiefsinnig seien. Dies ist nun der Test, und Sie können dabeisein: Wenn Sie dies hier nicht lesen, dann ­hatte ich recht.

Rolf Karez

Haushaltstip

Es heißt ja, kurze Haare seien praktischer als lange, da man mit ihnen weniger ­Arbeit habe. Dabei wird jedoch gerne über­sehen, daß man die Wollmäuse unter seinem Bett leichter und schneller einsammeln kann, wenn sie von vielen langen Haaren zusam­mengehalten werden.

Maik Tändler

Versuch zum Dialog der Kulturen (4)

In der Nacht vom 13. auf den 14. September am Tresen in einer Bar.

A: Prosit Neujahr!

B: Was?

A: Heute ist jüdisches Neujahr!

B: Heute?

A: Ja, nach dem jüdischen Kalender ist heute Rosch ha-Schana, das Neujahrsfest der Juden!

B: Mitten im September. Kein Wunder, daß die keiner leiden kann.

Dialog gescheitert.

Heiko Werning

Aua

Wenn man so alt ist wie ich, also Mitte... naja, sagen wir mal Ende... (falls man, frei nach Dorothy Parker, all die verregneten Wochenenden mitrechnet), wenn man also bereits ziemlich lange mit diesem und jenem Aua unterwegs gewesen ist, dann kann man den Service, den ­Ärzte bieten, recht gut beurteilen. Beziehungsweise schlecht beurteilen. In St. Pauli befindet sich eine Ambulanz, die ich einmal nachts aufsuchte, weil ich meine Schulter verrenkt hatte. In St. Pauli wird man ja normalerweise mit Sachen konfrontiert, die es sonst nur im Fernsehen gibt. Der junge Arzt – Ärzte sind jetzt immer jünger als ich, genau wie ­Politiker, Busfahrer und potentielle Liebhaber – haute mir derart auf die Schulter, daß mir ein nicht druckreifer Aufschrei entfuhr. »Nana, Frau Müller«, sagte er väterlich zu mir, »jetzt müssen wir uns wohl den Mund mit ­Seife auswaschen!« So was hatte ich zuletzt gehört, als ich sieben war; ich glaube, in einem Dieter-Borsche-Film.

Überhaupt kann ich es nicht leiden, wenn der Herr Doktor einen behandelt, als hätte man nicht alle Tassen im Schrank, und auf Nachfragen, was man denn nun wirklich habe, antwortet: »Da machen Sie sich mal keinen Kopf drum!« Mach ich wohl! Deshalb gucke ich auch immer in meiner Patientenkarte nach, wenn er mal kurz rausgeht. Meistens klappt das, nur bei Dr. S. nicht, bei dem ich früher verkehrte und der inzwischen pensioniert ist. Er war mal in russischer Kriegsgefangenschaft und hatte Russisch sowohl sprechen als auch schreiben gelernt. Und trug seine Bemerkungen in kyrillischer Schrift ein. Das mag ja noch angehen, aber er schrieb in Spiegelschrift. Sein Nachfolger muß noch dümmer aus der Wäsche geguckt haben als ich.

Fanny Müller

Qual der Wahl

Auf seinen nicht allzu sportlichen Untersatz angesprochen, erklärte mein Freund Thomas, daß er neulich derart unelegant und schmerzhaft vom Fahrrad gefallen sei, daß er nur die Wahl gehabt habe, entweder mit dem Saufen aufzuhören oder sich halt ein Damenrad anzuschaffen.

Christoph Virchow

Zur Evolution der Drosophila

Ich befürchte, meine Ernährungsgewohnheiten haben den Fruchtfliegen in meiner Wohnung zu einem Evolutionssprung verholfen. Sie gehen neuerdings auch auf die Vitamintabletten.

Volker Surmann

Die Vergangenheit ist nicht tot, sie schläft nur

Unsere Welt ist ständigen Veränderungen unterworfen. Die Requisiteure von Film, Fernsehen und Theater, die häufig genug eine frühere Epoche detailliert nachbilden müssen, können ein Liedchen davon singen: Schwupps! erscheint eine Zeitung von einem Tag zum anderen als Tabloid, und schon hat man ein Problem mehr bei der Rekonstruktion der Vergangenheit. Da trifft es sich, daß ich über eine erkleck­liche Sammlung an Tageszeitungen verfüge. Wenn vielleicht in ein paar Jahren auch die Rheinpfalz im Kleinformat erscheint, wird so mancher froh sein, wenn er die wertvollen alten Ausgaben zur Hand hat. Diesen Schatz könnte ich interessierten Lesern zum Schnäppchenpreis zur Verfügung stellen! Ansonsten Ebay.

Harald Mühlbeyer

Fremde Länder

Wenn ich in exotische Länder reise und mich mein Magen in ein Restaurant zwingt, ich aber noch nicht weiß, ob mir das einheimische Essen mundet, gehe ich stets zu McDonald’s. Hier weiß ich von vornherein, was ich bekomme und daß es mir nicht schmeckt.

David Sowka

Freizeitplanung

Der Wecker hat eben geklingelt, ich quäle mich aus dem Bett, und die Freundin fragt schnurrend: »Was machen wir denn Schönes heute abend?«

»Weiß nicht.«

»Toll! Und danach?«

Marcel Vega

Verzichtsethik

Beim schweren Mitternachtsmahl – in Olivenöl ertränkte Riesenbohnen mit getrockneten Tomaten und kaltem Braten – wieder einmal die geschmeidige Natur meines protestantischen Gewissens beobachten können. Die zweite, naturgemäß etwas kleinere Portion nämlich vor mir selbst damit gerechtfertigt, daß ich sie überhaupt nur esse, um nicht aus lauter unterdrücktem Hunger eine halbe Stunde später zu einem sehr viel größeren Nachschlag gezwungen zu sein. Und mich für diese gelungene Übung in eiserner Disziplin sogleich freudig mit einer großzügigen dritten Portion belohnt.

Mark-Stefan Tietze

Wirtschaftsprognose

Wenn in China gefertigte Produkte weiterhin so oft zurückgerufen werden müssen, liegen sie bald wie Blei in den Regalen!

Dominik Mauer

Gerechtigkeit?

Ist es Strafe genug, wenn man mit einem »Presse«-Button, gut sichtbar auf Brusthöhe befestigt, durch die ­Säle laufen muß und dabei natürlich für das Arschloch von der Lokalzeitung gehalten wird, nur weil man wieder mal mit seinem geradezu ­erschlichenen Presseausweis Museums­eintritt sparen wollte? Bei mir jedenfalls hat’s gewirkt.

Florian Haymann

Gute Tat

Manchmal, wenn ich etwas Zeit habe, an meine Mitmenschen zu denken, gebe ich erfundene Bankdaten in falsche Bank­internetseiten ein – Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude!

Jonas Haas

Up to date

War gestern im Koffer-Shop und habe mir einen Koffer to go gekauft. Geht aber auch nicht mehr rein.

Daniel Völpel

Neulich im ICE

durch Norddeutschland gereist. Die ­dritte Stunde schon unterwegs im Abteil für mich allein. Die eintönige Landschaft immer wieder bestückt mit nahen und fernen Rinder­herden. Freundlich an meinen Jungen gedacht, der häufig vor mir steht und ein bestätigendes Muuuhhh verlangt, wenn er ein solches Tier in seinen Bilderbüchern entdeckt hat. Wehmütig also durch die Scheibe des dahineilenden Abteils die gefleckten Viecher betrachtet und ihnen dann in ihrer Sprache Grüße zugerufen. Nicht gleich den richtigen Ton getroffen, aber nun – zum Üben war ja Zeit.

Nach ungefähr fünf Minuten ein Rumoren im Nachbarabteil. Dessen Tür ­öffnete sich geräuschvoll. Eine Dame – etwa in den Sechzigern und sorgfältig frisiert – blickte um die Ecke und durchdrang mich mit ihrem prüfenden Blick. Das dauerte eine unendliche Sekunde, während derer mein Gesicht zu glühen begann. Ihr Kopf verschwand, und die Abteiltür ­nebenan rumpelte wieder zu. Kurzes Stimmengewirr dort, und dann klopfte es an die ­Abteilwand. Eine strenge Stimme ver­langte: »Bitte auch einmal ein leiseres Tier versuchen!« O wäre der Zug doch nur durch eine Landschaft mit Karpfenteichen gerollt!

Holger Christoph

Ich hab’s

Es brauchte zwei Jahre intensiven Zuhörens, Mitschreibens und Auswertens, aber jetzt bin ich mir sicher: Ich weiß, was das jugendsprachliche »Digger« zu bedeuten hat! Einfacher geht’s gar nicht: Es ersetzt das Komma! Achten Sie mal drauf!

Hans Kantereit

Fachfrage

Als wir vor einiger Zeit mit unserer ­Nichte meinen Bruder in seiner Plattenbauwohnung besuchen wollten, fragte die Kleine angesichts des Gebäudes: »In welchem Fach wohnt denn der Onkel eigentlich?«

Uwe Geishendorf

Monokelhämatom

Als ich kürzlich gegen vier Uhr morgens trunken von Küssen meine Beißerchen reinigen wollte, muß ich beim Versuch, die von der Bürste gestürzte Paste mit der Zunge aus dem Waschbecken zu angeln, mit meiner linken Augenbraue den einigermaßen fest verankerten Wasserhahn ein gutes Stück nach rechts geschoben haben. Seitdem weiß ich zuverlässig, daß ein Monokelhämatom keineswegs nur Folge robust verhandelter Meinungsverschiedenheiten ist.

Christof Goddemeier

Nichtraucherterror

Seit meine Freundin nicht mehr raucht, verdrücke ich mich zum Qualmen auf den Balkon. Kaum habe ich mir eine angesteckt, steht sie neben mir, fängt an zu hüsteln, verzieht angewidert die ­Schnute und kämpft mit wild rudernden Armen gegen den Qualm an. Morgen rauche ich auf dem Dach, das wird ihr zu beschwerlich sein.

Uwe Becker

Salzstangen

Die in einigen Gaststätten mittlerweile gern und kostenlos gereichten Salz­stangen sollen wohl das Verlangen nach mehr ­Getränken anfachen. Ich möchte einfach immer nur noch mehr Salzstangen.

Thomas Tonn

Was bleibt von George Tabori?

Den einen die Erinnerung an den großen alten Mann des deutschen Theaters, mir die Anekdote eines Freundes, der den schon sehr Greisen interviewte. Während des Gesprächs mümmelte Tabori an ­einem Bounty herum. Irgendwann hatte er offen­bar genug gemümmelt und fragte den Journalisten, ob er den Rest vielleicht aufessen wolle. Was der nach einem kurzen Ringen zwischen einerseits Ekel vor dem angebissenen Riegel, andererseits Respekt vor Alter und Lebensleistung dann auch tapfer tat.

Steffen Brück

Neulich im Fastfood-Restaurant

»Nehmen wir die Potato Wedges?«

»Keine Ahnung, wie heißen die denn auf deutsch?«

»Country Potatoes.«

Bernhard Löwenberg

Errare humanum est

Vor den Augen der ­Hartz-IV-­Kontrolleure, die zu einem unangekündigten Besuch vorbeigekommen waren, trieben meine Freundin und ich es nach sage und ­schreibe zwölf Jahren zum ersten Mal wieder wild auf dem Küchentisch. ­Unserer Hypo­these zufolge würde man deshalb übereinkommen müssen, daß es sich bei uns nicht um eine eheähnliche Gemeinschaft handeln könne.

Niklas Hughes

Nicht gewürdigt

Da verkauft man mehrere tausend CDs pro Woche und bekommt in der Öffentlichkeit keinerlei Aufmerksamkeit. Dabei ist so ein Job an der Media-Markt-Kasse gar nicht so leicht, wie viele denken.

Lukas Lohmer

Zusammenstoß der Zivilisationen

Letzte Woche fuhr ich mit meinem guten Freund Tom auf die Hochzeit zweier ­netter Freunde nach Berlin. Außer uns waren fast nur Einheimische dort. Einer ­fragte uns: »Kommt ihr ooch aus Berlin?« Ich antwortete: »Selbstverständlich nicht. Schau uns doch bitte mal an! Wir sind frisch gewaschen und gut gekleidet!« Worauf Tom eilends nachschob: »Und wir haben ­Frisuren!«

Moses Wolff

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Moinmoin, Nandus!

Moinmoin, Nandus!

Vor 18 Jahren seid Ihr aus einer Lübecker Straußenfarm ausgebüchst und habt Euch seither munter in Nordwestmecklenburg angesiedelt. Anfangs nur ein gutes Dutzend, ist Eure Population auf mittlerweile über 500 Laufvögel angewachsen. Wenn das so weitergeht, stellt Ihr demnächst in Eurem Landkreis die Bevölkerungsmehrheit.

Doch aufgepasst: Ihr habt zwar keine natürlichen Feinde, seit kurzem jedoch die Alphatierchen und Aasgeier von der FDP im Nacken, die Euch ins deutsche Jagdrecht aufnehmen wollen und als »große Gefahr« geißeln. Kleine Bitte: Könntet Ihr, statt konzeptlos alle Felder leerzufuttern, nicht zur Abwechslung mal was Sinnvolles tun, z.B. den Lebensraum des Nazidorfs Jamel verwüsten oder wenigstens das Kreisbüro der örtlichen FDP (Dorfstraße 27, 19417 Jesendorf)? Auf, auf!

Eure Fressfreunde von Titanic

 Glückwunsch, Simon Rolfes!

Sie sind Sportdirektor des Fußballvereins Bayer Leverkusen und äußerten jüngst den Satz: »Wir kommen vom Ansatz, mit dem Ball spielen zu wollen.«

Und wir kommen vom Ansatz, Ihnen zu gratulieren, dass das der genau richtige Ansatz ist, denn Fußball ist ja schließlich eine Ballsportart. Hätten Sie etwa behauptet, Sie kämen vom Ansatz, mit dem Puck spielen zu wollen, oder mit Doppelkopfkarten, oder gar mit dem Gedanken, künftig Eigenblutdoping zu betreiben, wären das total falsche Ansätze gewesen. So aber haben Sie eindrucksvoll bewiesen, dass Sie vom Ansatz her der absolut richtige Mann am richtigen Ort sind und nicht etwa ballaballa.

Verwandelt diesmal ansatzlos: Titanic

 Privet, »Zeit Campus«!

In Deinem aktuellen Heft findet sich eine Reportage über Punkrockbands in Russland und darin wiederum der Satz: »Pornofilmy«, eine der Bands, »bezeichnet sich selbst als regierungskritisch. Ihre Lieder heißen Armes Land oder Traut der Regierung nicht

Wir halten journalistische Skepsis ja wirklich in allen Ehren, aber in manchen Situationen und bei gewissen Indizien darf man seinen Interviewpartnern auch einfach mal glauben.

Finden zumindest Deine Naivchen von der Titanic

 Ralph C. Freund!

Da massakriert ein weißer Nationalist in der texanischen Grenzstadt El Paso unter anderem sieben Mexikaner, woraufhin der US-Präsident seine gewohnte ausländerfeindliche Hetze betreibt. Und Sie, Chef der sog. »Republicans Overseas«, dürfen bei WDR 5 den in die Kritik Geratenen in fließendem Deutsch verteidigen: »Trump ist nun alles, aber kein Rassist.«

Na, klar Robert »C.« Freund, und das »C«, welches der damalige Immobilienspekulant und Vermieter Trump schon Anfang der Siebziger Jahre in die Bewerbungsunterlagen farbiger Wohnungsinteressenten stempeln ließ – ein Vorgehen, für das er schon damals von den US-Behörden verklagt worden ist –, stand auch nicht für »colored«, sondern für das auf die Weltläufigkeit seines Initiators verweisende Wort »Cosmopolitan«, nicht wahr?

Keine Grüße: Titanic

 Gloria von Thurn und Taxis,

neulich fanden wieder mal die Festspiele im Innenhof Ihres Regensburger Schlosses statt. Da jubeln immer alle und freuen sich, und die geladenen Künstler, beispielsweise Elton John und Sting und Tom Jones, bedanken sich artig für die Einladung.

Und jetzt das! Bevor die Band Revolverheld zur Zugabe ansetzte, sagte Sänger Johannes Strate: »Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen. Man darf Missbrauch in der katholischen Kirche nicht bagatellisieren und Flüchtlinge nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.« Und alle klatschten und jubelten. Und Sie? Sie sagten: »Gott sei Dank darf man heute noch seine Meinung sagen.«

Das stimmt, Prinzessin, Sie tun das ja unentwegt, haben Abtreibung als »Massenmord«, Beten als Heilmittel gegen Homosexualität und Migration als »eine Art Krieg« bezeichnet. Über jahrzehntelange Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen vermeldeten Sie: »In meiner Jugend waren Schläge ein ganz normales pädagogisches Mittel, um mit frechen Kindern, wie ich eines war, fertig zu werden.« Vor einem halben Jahr klang Ihre Meinung zur Meinungsfreiheit übrigens noch so: »Natürlich gibt es die Meinungsfreiheit. Aber wir dürfen nicht sagen, was wir denken.«

Mit Blick auf das, was Sie ohne Beteiligung Ihrer grauen Zellen von sich stemmen, möchte tatsächlich keinesfalls auch noch wissen, was Sie denken: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Zu ihrem Uniabschluss

wollte sich meine Freundin ein Cutting, ein Narbentattoo, zulegen. Ihr Freund hegte allerdings ästhetische Bedenken, sodass sie ihr Vorhaben verschob. Seit einiger Zeit sind die beiden allerdings getrennt, und die Sache ist damit geritzt.

Laura Brinkmann

 Unpolitische Tiere: der Adler

Adler, Adler schweb empor
Du hast heute Großes vor
Flieg hinauf auf deinen Schwingen
Schwebe über allen Dingen
Segle, kreise, räsoniere
Sinne nach und meditiere
Über diese Frage nur:
War heute nicht die Müllabfuhr?

Gunnar Homann

 Fast schon Werbung

Beim Einkauf von Grillklimbim stieß mir Kohle mit Öko-Siegel ins Auge, die damit warb, dass sie »erstaunlich gut« brennbar sei. Ja, wagen denn nicht einmal Reklamefritzen in Zeiten der durch Streamingwerbung seelisch verhornten Kundschaft noch das ganz grelle Ranwanzen? Was kommt als nächstes? »Schokoriegel – schmeckt scheiße wäre leicht übertrieben«? »Mehl – dare to call it unschwarz«? »Dildo – nicht schlecht für einen Schwanz«?

Jasper Nicolaisen

 Habenwollen

Wenn ich Erich Fromms Buch »Haben oder Sein« verliehen habe, darf ich dann nach einiger Zeit sagen, dass ich es gerne zurückhaben würde, oder habe ich dann mal wieder gar nichts verstanden?

Ludger Fischer

 Add Blue

Die Zeit, in der mit Ersatzflüssigkeit Bindenwerbung gemacht wurde, wird auch als die Blaue Periode der Werbeindustrie bezeichnet.

Tobias Speckin

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
16.09.2019 Frankfurt, Henscheid Mark-Stefan Tietze
19.09.2019 Berlin, Hausbrauerei Eschenbräu Katharina Greve
19.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hans Traxler
20.09.2019 Stuttgart, Superjuju Katharina Greve