Vom Fachmann für Kenner | November 2007


Vorbildlich

Rauchverbote werden von meinem Freund Tom grundsätzlich mißachtet. So auch neulich auf dem U-Bahnsteig am Münchner Stiglmayerplatz. Unmittelbar nach dem Aussteigen zündete er sich eine Kippe an. Sofort kam eine Mittfünfzigerin auf ihn zugestürmt und rief: »Hior wüdd nisch geroocht!« Toms Antwort wie aus der ­Pistole: »Hier wird aber auch kein Sächsisch geredet!«

Moses Wolff

Frage an die Gewerkschaft

Haben Schwimmeister eigentlich einen Bademanteltarifvertrag?

Jens Radü

Ein idealer Tag

Ich würde lange schlafen. Am Kiosk holte ich mir die neue »Laßt mich bloß in Ruhe«. Im Fernsehen würde ich auf DVD ein paar Folgen meiner neuen Lieblingssoap schauen: »Sofa: Hier holt mich keiner mehr raus«; wahrscheinlich die ganze erste Staffel. Anschließend käme jemand zum Aufräumen, danach ein 45-minütiges Making-Of (»Pizza«), dann eine Pizza. Abends würde ich durch ein paar Shows und Dokus zappen (»Wozu sich anstrengen?«, »Ist doch eh alles Quatsch«, »Und futsch war die Lottomillion«), hinterher einen schönen Fantasy-Film auf RTL II gucken (»VACUUM III: The Void behind the Nothing«). Zum Abschluß noch schnell das »Leckt mich am Arsch, gute Nacht«-Magazin und dann ab ins Bett!

Mark-Stefan Tietze

Einerseits, andererseits

Meine Mutter berichtet mir von einem Hermann-van-Veen-Konzert, das sie besuchte und in dessen Publikum sie auffällig viele Contergan-Geschädigte sah. ­Eine zwiespältige Angelegenheit, vermute ich: Einerseits spricht’s natürlich für das ­soziale Engagement des Künstlers, andererseits schmälert es wohl den ­Applaus.

Tim Wolff

Arbeitsprobe

Wenn man im neuen Job gleich zu Beginn der ersten Dienstreise dem neuen Chef die Hosen von unten bis oben vollkotzt, beweist das eindrucksvoll, daß man zum PR-Manager tatsächlich geeignet ist. Immerhin gab es im ganzen Flugzeug niemanden, der es nicht mitgekriegt hätte.

Theobald Fuchs

Retro-Fun

Neben der DHL-Packstation in meiner Straße entdeckte ich nachts eine Paßfotokabine, wie man sie sonst nur noch auf Amtsfluren findet – dort also, wo sie Sinn ergeben. Weil das hier auf den ersten Blick nicht der Fall war, hatte man den Sinn einfach draufgeschrieben, in Fraktur und mit doppeltem ›ph‹: »Photographiere Dich selbst!« Während ich staunend davor stehenblieb, bog ein schrecklich verliebtes Pärchen um die Ecke. Die beiden lachten, knutschten und blitzten immer wieder mit erhobenen Handys auf sich herab. Dann erblickten sie ebenfalls das Gerät. »Ein Fotoautomat! Ist ja retro!« quietschte die junge Dame verzückt. Als ich das Paar wenig später mit seinen Schwarzweißbildern davonturteln sah – »Cool! Die sind richtig auf Papier! Und ganz ohne Farben!« –, da fragte ich mich, ob ich, wenn nur erst die Handys gelernt hätten, Brot zu toasten, nicht mit alten Toastern enorm reich werden könnte. »Toaste Dein Brot!« würde ich draufdrucken lassen, am ­besten total retro in Mittelhochdeutsch: »Brâte din brôt!«

Markus Liske

Die wahrscheinlich längste Praline der Welt

werde demnächst ich haben. In Zusammen­arbeit mit einem Schokoladenfabrikanten werde ich ein mindestens 15 Zentimeter langes Naschwerk kreieren, »Lüden­scheider Langpraline©« nennen und an die Herrschaften von Duplo spedieren ­lassen. Diese können dann aufhören, am Ende eines jeden Werbespots ihre alt­bekannte und nun widerlegte Vermutung anzustellen. Die Spots werden dadurch drei Sekunden kürzer, was bei einem ­Sekundenpreis von vielleicht 500 Euro und 1000 Ausstrahlungen pro Jahr eine Ersparnis von 1 500 000 Euro bedeutet. Die eine Hälfte können die Jungs in die Neukonzeptionierung der Drehbücher stecken, die andere Hälfte will ich.

Peter Henrich

Ethik

Zwei etwa vierzehnjährige Schülerinnen diskutieren lauthals ihren Stundenplan. Ein heftiger Streit bricht aus. Schließlich kreischt die eine außer sich vor Wut: »Nee, du Fotze – nach dem Mittag haben wir Ethik!«

Robert Niemann

Einstein im Alltag

Gesetzt, ich stehe an einem Bahndamm, und ein Zug fährt vorbei. Dann läßt sich sowohl behaupten, daß ich mich in Ruhe befinde und der Zug sich bewegt, als auch, daß der Zug sich in Ruhe befindet und ich mich relativ zu ihm bewege: Für die Relativitätstheorie sind beide Standpunkte gleich richtig. So gesehen wird auch die Frage hinfällig, ob die Brezen auf dem Oktoberfest tatsächlich kleiner sind als in meiner Kindheit, oder ob ich nur größer geworden bin.

Friedrich Krautzberger

Voreilig

Die kürzliche Heimkehr in die Hölle, falsch, das Paradies meiner Kindheit, auch Elternhaus genannt, löste bei mir einen Tumult der Gefühle aus. Der Anblick meines alten Zimmers, das immer noch so eingerichtet war wie zu der Zeit, da ich es verlassen hatte, versetzte mich sofort in die Stimmung meiner frühen Jugendtage zurück. Gedankenverloren inspizierte ich mein altes Kassettenregal. Dort fand sich ein uralter Tonträger mit der schönsten Musikzusammenstellung, die sich ein Grundschüler damals wünschen konnte. Künstler waren unter anderem Alf, ­Diether Krebs, Falco, Metallica und L.A. Style. Die Kassette war mit dem hübschen Namen »9 Lieder« betitelt. Jäh erinnerte ich mich daran, wie ich als Grundschüler voller Verzweiflung vor dieser wertvollen Kassette saß, mit dem innigen Wunsch, auch Rolf Zuckowskis »In der Weihnachtsbäckerei« noch draufzuspielen, und der gleichzeitigen Erkenntnis, dem Namen der Kassette damit jeglichen Sinn zu nehmen. Ich brach auf der Stelle in Tränen aus und begab mich wie damals in den tröstenden Arm meiner Mutter.

Maximilian Walther

Versuch zum Dialog der Kulturen (5)

Nachts um zwei in einer Kneipe.

Gast: Und ich hätte gerne noch eine Milch mit Honig.

Kellnerin: Tut mir leid, die Kaffee­maschine ist schon aus.

Dialog gescheitert.

Heiko Werning

Tip

Sollten Sie Ihrer Frau zum Hochzeitstag einmal aus Versehen Rosinen statt Rosen überreichen, trösten Sie sich und Ihre Liebste doch mit dem Hinweis, daß ­Rosen zwar schön anzusehen sind, daß aber auch diese einmal welken und im Gegen­satz zu den bereits verschrumpelten Rosi­nen nicht dazu taugen, am Abend vor dem Fernseher geknabbert zu werden. ­Sollten Sie die Nacht dann allein im ­Hotel verbringen müssen, haben Sie wenigstens schon was zu naschen dabei.

Tibor Rácskai

Brummender Glücksfall

Glück! Ja, Glück – nicht in seiner abstrakten, blutarmen Definition als Lexikoneintrag, sondern als leibhaftig und leiblich wahrnehmbares, unmittelbar existenzialistisch und zugleich heideggeraffin zeughaftes Transzendentalereignis, das geht so: Wenn nämlich die dumme, fette Fleischfliege, die schon seit Stunden orientierungslos durch die Wohnung brummt und im Stupor in unschöner Regelmäßigkeit bald gegen Lampe und Wand, gegen Bildschirm und Birne knallt, ohne daß man sie und sich jedoch erlösen könnte; wenn diese doofe feiste Fettfliege im Rahmen eines letzten verworrenen Loopings mit letzter Kraft sich deckenwärts emporschraubt, den Brummbetrieb plötzlich und final einstellt und sauber abschmiert und exakt in den unter ihr und neben meinem Schreibtisch stehenden Papierkorb platscht und dort für immer vorbildlich reglos liegenbleibt – das, liebe Mitmenschen: das ist Glück.

Oliver Maria Schmitt

Code für Kenner

Wer bei Burger King am Heidelberger Hauptbahnhof auf die Toilette will, muß an der Klotür einen Zahlencode eingeben. Den bekommt man beim Erwerb von Burger-King-Produkten – er steht auf dem Kassenzettel. Ich habe meinen neulich nicht gebraucht und gebe ihn hiermit gern weiter: 3527. Wenn’s nicht klappt, war ­jemand anderes schneller.

Nils Heinrich

Keine Details, bitte!

Zumindest beim Proktologen kann man im Wartezimmer noch einen respektablen Lacherfolg erzielen, wenn man nach der Behandlung »Mutti, Mutti, er hat überhaupt nicht gebohrt!« ruft. Auch wenn’s natürlich gelogen ist.

Oliver Nagel

Haarspalterei

Mein Freund neulich ganz begeistert: »Guck mal, du hast ein Haar, aus dem wächst ein zweites heraus!« Schon ­erstaunlich, wie sich Männer an Spliss ­erfreuen können.

Steffi Thul

Gutes Personal

Im Skater-Shop will ich nach all den Vans und Chucks auch mal die ­Schuhe aus dem Schaufenster anprobieren, die so schön spießig nach Mephisto aussehen. Bei der Wahl der Schuhgröße bin ich jedoch unsicher, habe ­wieder vergessen, wie das mit den amerikanischen Größen ist. Der Verkäufer, einen Kopf größer und auch sonst ein völlig anderer Menschentyp, aber vor Empathie und Hilfsbereitschaft strotzend: »Also ich nehm’ meistens 11 oder so.«

Florian Haymann

Spülmaschine, die erste

Wenn sich drei Studenten zu einer Männer-WG zusammengefunden haben und der freundliche Vermieter die WG-Küche durch den Kauf einer Spülmaschine wieder in einen menschenwürdigen Ort der Begegnung verwandeln will, ist die Spannung vor dem ersten vollautomatischen Spülen groß; und hinterher natürlich erst recht.

Nachdem wir zu dritt eine Stunde vor unserem großen neuen weißen Freund gesessen und jedes Knacken und Rumpeln, das den Vollzug der Spülarbeit dokumentierte, genüßlich und voller Wonne in uns aufgesogen hatten, machte es plötzlich »Klick«, und die Spülung war beendet. Voller Erwartung öffneten wir die Lade, hielten zu dritt unsere Köpfe in die Appa­ratur, inspizierten kritisch das Innere und führten folgenden Dialog:

»Riechst Du das? Das riecht doch ­irgendwie ganz eigenartig.«

Pause, Gedankenblitz und die etwas unsichere Antwort:

»Vielleicht riecht es so, wenn etwas wirklich sauber ist.«

Mark Pelzer

Mit einer scharfen Braut

Das fällt einem durchaus mal ein, wenn man auf der Zugtoilette die Ermahnung liest: »Bitte verlassen Sie diesen Ort so, wie Sie ihn vorfinden möchten.«

Marcel Vega

Tourismus invers

Der weltweite Aufschwung bringt es mit sich, daß man an immer mehr Orten Natio­n­al­­itäten antrifft, die man dort nicht vermutet hätte. In meinem Beispiel war es eine Kolonie indischer Touristen, die mit dem Zug auf das Jungfraujoch fuhr, um sich dort geschlossen in einem »Bollywood-Restaurant« einzufinden. Trotz ­aller Begeisterung über diese neue exotische Note im Alpenraum frug ich mich aber ein wenig, was die Inder dort wollten, wo sie doch den Himalaya praktisch vor der Haustür haben. Als ich dann jedoch während der Talfahrt das Treiben auf den saftigen Wiesen studierte, wurde mir die ­Sache klar wie ein gutgebrannter Enzian: Die Kühe sind in der Schweiz einfach viel hübscher als in Indien.

Michael Höfler

Reden ist Silber

Eine Sonderschulpädagogin versicherte mir am Wochenende, der Vorteil der Arbeit an Sprachbehindertenschulen sei der, daß der Unterricht nicht dauernd durch Zwischenrufe gestört werde.

Frank Scheller

Feuilleton

Mit seiner neuen CD ist dem Aushängeschild des deutschen Jazztrompetens, Till Brönner, wiederum ein Werk gelungen, ohne das die Musikredakteure der Infokanäle wohl nicht wüßten, wie sie die Lücken zwischen den Textbeiträgen ­füllen sollten.

Helge Möhn

Entwarnung

Nur um hier mal mit einem weitverbreiteten Mythos aufzuräumen: Ich habe die Lektüre des erfolgversprechenden Ratgebers »Endlich Nichtraucher« von Allen Carr unbeschadet überstanden und ­rauche jetzt sogar ein bis zwei Päckchen mehr am Tag.

Gregor Mothes

Logisch

Als ich neulich las, daß 90 Prozent aller Frauen Intimrasur bei Männern attraktiv finden, habe ich ganz schön gestutzt.

Arno Lücker

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ernsthaft interessiert, Julian Reichelt (@bild),

sind wir ausnahmsweise an Ihnen. Denn uns treiben diese Fragen um: Weshalb möchten Sie, der Sie zur Erringung der Diskurshoheit über Leichen gehen, diese zudem schminken und ausstellen, unbedingt auch noch als moralische Instanz wahrgenommen werden? Weshalb nutzen Sie »trauernde Mütter« zur Reinwaschung Ihres zynischen Treibens? Glauben Sie wirklich, eine integre Person zu sein?

Herrje, so wenig Selbstreflexion besitzt doch nicht mal Donald Trump. Stehen Sie zu Ihrem Arschlochtum, Mann!

Dann sieht Ihr Lächeln vielleicht auch einmal nicht aus wie die mühsame Simulation menschlicher Gefühle eines Psychopathen!

Ihre besorgten Mütter auf der Titanic

 Franklin Templeton!

Du bist eine Frankfurter Investmentgesellschaft und wirbst im Wirtschaftsfernsehen so: »Nutzen Sie jeden Meilenstein als Sprungbrett!« Wär’s aber nicht andersherum, hm, gesünder?

Aua: Titanic

 Kompliziert, Ann-Kathrin Büüsker (Deutschlandfunk),

ist es schon mit diesem Europa, das verstehen wir. Wo endet die EU, wo der Kontinent, wo die europäische Idee? Aber dass der Ukraine-Konflikt ein »Krieg vor Europas Türen« sein soll, das hat uns dann doch ein wenig stutzen lassen.

Empfiehlt Diercke: Titanic

 Eure Eminenz Kardinal Gerhard Ludwig Müller!

Was Sie alles wissen: »Homophobie existiert einfach nicht, sie ist eindeutig eine Erfindung, ein Instrument totalitärer Herrschaft über den Geist anderer.«

Sie meinen also, Homophobie ist so etwas wie – Gott?

Kriegt man als Kurienkardinal eigentlich auch mal eine Kur verschrieben? Titanic

 Ach, Sibylle Lewitscharoff,

Ach, Sibylle Lewitscharoff,

Sie machen es uns aber auch zu einfach: »Ich verwende keine gendergerechte Sprache, weil der ganze Quatsch entsetzlich aussieht und bürokratische Ungeheuer gebiert, die den Lesefluss stören.«

Nein, über dieses Stöckchen werden wir jetzt nicht springen, möchten aber noch auf den Satz eingehen, den Sie in der »Zeit« im Rahmen der jüngsten Pseudodebatte nachschoben: »Mir ist noch keine einzige gescheite Frau begegnet, die sich dieses Unfugs befleißigt.«

Sehen Sie, Frau Lewitscharoff, Ihnen ist schlicht noch keine einzige gescheite Frau begegnet, Punkt. Weil gescheite Frauen eben dies sind: gescheit genug, um Ihnen aus dem Weg zu gehen.

Genau wie Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Porträtschreiber

Ich habe ein neues, wunderschönes, aber auch gefährliches Hobby. Ich setze mich auf die Straße und biete an, das Gesicht von Menschen in einem kleinen Text zu beschreiben. Leider scheint es vielen Menschen leichterzufallen, eine Zeichnung ihrer mies geformten Visage zu ertragen als eine Beschreibung wie »heimtückisch schielende Augen einer mir nicht bekannten Farbe sitzen nervös glotzend über einer delligen Rübennase, die dem reizlosen Gesamteindruck etwas liebenswert Humoristisches verleiht …«.

David Zauner

 Der Rauchmelder

Unangenehm: Die zwei Jahre, die man nach der Geburt des Babys braucht, bis man endlich einen Rauchmelder für das Kinderzimmer kauft. Horror: Die Zeit danach, in der die noch ungeöffnete Rauchmelderschachtel täglich für schlechtes Gewissen sorgt. Erlösend: Wenn das Kind kurz darauf verkündet, jetzt könne man den Rauchmelder auch nicht mehr anbringen, schließlich würde es schon seit Monaten in seinem Jugendzimmer rauchen.

Felix Scharlau

 Eissalon

Von meinem Date im Eissalon für alle hörbar zurechtgewiesen worden: »Du weißt aber schon, dass Schlumpf-Eis nicht die politisch korrekte Bezeichnung ist?!« – Sex war dann später auch nicht so toll.

Linus Volkmann

 Bei der Firmenfeier

»Musst du Insulin spritzen?«
»Nee, das is ’ne E-Zigarette.«

Julia Mateus

 Von gestern

Gegen die fast völlige Abwesenheit von Frauen bei »Sketch History« (ZDF) kann man nichts sagen. Schließlich gab es in der Vergangenheit kaum Frauen.

Miriam Wurster

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 12.07.:

    Die "Wuppertaler Rundschau" berichtet über Verleihung des Von der Heydt-Kulturpreises an Eugen Egner.

  • 06.07.:

    Die "Taz" und die Literaturzeitschrift "Am Erker" besprechen Christian Y. Schmidts "Der letzte Huelsenbeck".

  • 03.07.:

    Torsten Gaitzsch plädiert in der Taz für die Wiederansiedlung der Dinosaurier.

  • 28.06.:

    Georg Seeßlen bespricht für den "Freitag" Christian Y. Schmidts "Der letzte Huelsenbeck".

  • 21.06.:

    Das NDR-Medienmagazin "Zapp" hat die TITANIC-Redaktion für einen Beitrag über Twitterfakes besucht.

Titanic unterwegs
02.09.2018 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Otto. Die Ausstellung«
02.09.2018 Erlangen, Galerie Black Cube Bernd Pfarr
19.09.2018 Dortmund, Subrosa Daniel Sibbe u.a.