Vom Fachmann für Kenner | Juni 2007


Non scholae…

H. ging neulich dann doch zum Urologen, weil er gehört hatte, man könne die Prostata­vorsorgeuntersuchung auch per Bluttest erledigen. Der Arzt meinte: Ja, Bluttest schon, aber er würde dennoch »eher zur digitalen Untersuchung raten«. Digital, das klang gut in H.s Ohren, weshalb er auch sofort einwilligte. Leider hatte er ­früher im Lateinunterricht immer Schiffeversenken gespielt, so daß ihm nun, als der Arzt sich schon den Gummihandschuh überzog und ihn aufforderte, sich doch ­bitte freizumachen, zwar ein schrecklicher Verdacht kam, aber leider viel zu spät.

Tibor Rácskai

Vaterschaftstest

Seit die Kindergärtnerin meinem Sohn »Aufmerksamkeitsschwäche« und ­»soziale Unverträglichkeit«, dafür aber auch eine »unterdurchschnittliche Intelligenz« bescheinigt hat, weiß ich wenigstens, daß das Kind von mir ist.

Lino Wirag

Wem die Stunde schlägt

Wenn man in den neuen Bundesländern im Auto unterwegs ist, im Radio »Ostseewelle Hitradio Mecklenburg-Vorpommern« hört und dort ein freundlich klingender Moderator mit sanfter Stimme Werbung für das sogenannte »Mitter­nachtss­hoppen bis 23 Uhr« macht, dann weiß man, daß drüben die Uhren einfach noch ein ­wenig anders gehen.

Djik Ouchiian

Geschenkidee

Es war nicht aus mir herauszukriegen, was ich mir zum 35. Geburtstag ­wünschte – meine Gewohnheiten waren mit dem Alter starr und aufwandslos geworden, mein Durst auf Neues gering. Ich wollte weitermachen wie bisher. Dennoch war ich enttäuscht, als ich bis zum Abend des betreffendes Tages nichts von meiner ­Mutter gehört hatte, und ging in die ­Kneipe. Dort stellte mir der Wirt, der mich schon lange durch Höhen und Tiefen ­begleitet, wie immer ein Bier hin und reichte wortlos ein Päckchen über die Theke, das ich neugierig aufriß: Und ­siehe da, in einem Wechselrahmen sah er ganz schmuck aus, mein Deckel über 137 ­Euro 20, den meine Erzeugerin am Vorabend bezahlt hatte. Prost, Mutti!

Kolja Klimm

Rührend

»Vor dem Genuß umrühren«, las ich neulich auf dem Deckel meiner Fruchtquarkdose. Nun hatte ich 500 Gramm lang Zeit, darüber nachzudenken, wann ich den Quark umgerührt hätte, wenn ich diesen Hinweis nicht erhalten hätte. Und vor ­allem, womit!

Uwe Geishendorf

Was bin ich?

Mit den beiden Töchtern (5 und 7) meines Bruders im Stadtbad. Fiese Hitze und vor mir also zwei Kinder mit vom ­Planschwunsch zerfurchtem Gesicht. Die Schwimmflügel mußten noch aufgepustet werden. Ich ­wußte nicht, daß man dafür die Ventile am unteren Ende zusammenpressen muß. Mit einer Kugelschreibermine versuchte ich, sie irgendwie durchzustechen. Gott, es war so heiß. Ich wollte das alles nicht. Dann kam’s: »Onkel Jörg, frag doch mal einen Mann!«

Jörg Zimmermann

Die aktuelle Modenschau

Okay, jetzt glaube ich es auch: Es ist ein Trend. Habe heute den ersten Hip-­Hopper in Röhrenjeans gesehen.

Volker Surmann

Straßenkunst

Alles war wie immer! Ich ging in die langgezogene Kurve mit der erlaubten Geschwindigkeit und beschleunigte dann, um die Fliehkräfte für die darauffolgende, sacht ansteigende Gerade zu nutzen, die direkt auf mein Heimatdorf zusteuert. Rechts auf dem Grünstreifen ein kleines Holzkreuz mit frischen Blumen. Noch eins. Oh, und noch eins. Das stand beim letzten Mal noch nicht da. Ein Gefühl der Behaglichkeit fiel mich an, es war schön, wieder nach Hause zu kommen. Dann das kleine Waldstück… – – – ????? Was in aller Welt war dieses? ­Kleine pittoreske Galgen, wie für verbrecherische Zwerge gemacht, säumten den Straßenrand in einem Abstand von zehn Metern. Daran hingen – ja, tatsächlich, CDs. Hei, wie das blitzte und blinkerte. In allen Regenbogenfarben. Mir war ganz weihnachtlich zumute. Ich rieb mir mit der Rechten die Augen, meine neuen schweinsledernen Rallyefahrerhandschuhe fühlten sich gut an. Dann wußte ich es. Ein einheimischer Künstler hatte hier offenbar eine seiner symbolis­tischen Installationen dem Volke zugänglich gemacht. Ja, genau, eine polemische ­Variation auf den Niedergang der Musikindustrie war das, auf den Verfall des Träger­mediums Compact Disc, und vielleicht ­sogar eine Mahnung, daß mit der allmählichen Durchsetzung der mp3 das alte, ­traditionelle, geliebte Albumformat auf dem Spiel stand. Aber vielleicht war das auch schon eine Überinterpretation. Aus dem Augenwinkel sah ich den alten grünen Fendt, der stoisch die Ackerkrume durchpflügte. Ich bremste und hielt am Feldesrand, ich mußte es jetzt genau wissen. Der Bauer sah mich aus leblosen Augen an und zog seine Spur wie mit einem Lineal. Als er auf meiner Seite der Scholle angelangt war, hielt er und grüßte freundlich: »Watt is?«

Ich fragte ihn nach dem Straßenkunstwerk, ob der Künstler ein Einheimischer sei, und was das Werk wohl zu bedeuten habe – und enthielt ihm auch nicht meine noch ganz frische Lesart.

Er sah mich an, als hätte ich seine Lieblingssau von hinten genommen, und fuhr dann kopfschüttelnd wieder an. »Dat is gegen Rehe«, hörte ich ihn noch fluchen, »Männ, Männ, Männ.« Ich stieg dann auch wieder in mein Gefährt, plötzlich froh, damals nicht in diesem Scheißkaff hockengeblieben zu sein.

Frank Schäfer

Nachbarn

An der Supermarktkasse. Ein halbes Dutzend Leute sieht der vor mir stehenden Sonnenbrille mit Frisur drunter beim Einpacken zu. Die Kassiererin zieht die Pfirsiche über den Scanner und meint großmütig: »Och, die sehen ja gar nicht mehr gut aus. Wollen Sie nicht lieber andere nehmen?« Die Kundin, ganz kurz nachdenkend, antwortet: »Ach nein, die sind für meine Nachbarin.« Da guckten wir nicht schlecht.

Alfred Lohmann

Ihre Diagnose, bitte

Ist man, wenn man sich morgens statt Milch aus Versehen Apfelsaft in den Kaffee gießt, schon dement? Oder doch nicht, weil man sofort den Fehler bemerkt und Milch hinterherschüttet?

Nils Heinrich

(Ent)Warnung

Wäre ich Racheengel oder wenigstens Mediziner und bedeutend misanthro­pischer als ich, also irgend so ein ­Krüppel und Arsch von verbitterter Nobelpreis-Virologe: ach, was gäbe ich darum, eine neue und fürwahr schröckliche, ja höllische Krankheit zu entdecken und dann blitzschnell auf meinen Namen zu taufen – wobei Drittklassiges wie »Gsella-­Welle in Bonn / Impfung zwecklos« mich naturgemäß weniger reizen würde als eins a Spiegel-Titelstories wie: »GSELLA – Ein Kontinent stirbt« oder Plakate namens »Gib GSELLA keine Chance« – furchtbar. Zum Glück hab ich aber weder ­Ahnung noch den entsprechenden und, eigentlich, hmhm… doch halbwegs kribbeligen Totalhau! So daß alles beim alten bleibt; zumindest vorerst.

Thomas Gsella

Gesundheitstip des Tages

Schmerzende Augen einfach auslöffeln und durch zwei Toffifees ersetzen.

Katharina Adick

Und demnächst in die Oper?

Vor drei Wochen träumte Kollege Michael, daß er bei einem erstklassigen Herrenausstatter Maß nehmen ließ für einen dreiteiligen Anzug. Gestern nacht dann ein neuer Traum: Der Anzug war wie verabredet fertig und paßte perfekt.

Marcel Vega

Glasklar

Meine Brille trage ich nur aus optischen Gründen.

Arno Lücker

Versuch zum Dialog der Kulturen (2)

In einer »Health Bar«.

Ich: »Ich hätte gerne ein Glas Milch.«

Verkäuferin: »No fat oder low fat?«

Ich: »Full fat, bitte.«

Dialog gescheitert.

Heiko Werning

Guter Rat

Frühsommerzeit – Spar­gel­zeit! Aber welches gute Tröpfchen dazu wählen? Freilich ist die Auswahl an feinen Weinen im Supermarkt begrenzt, aber die Qual der Wahl ist ja – o perfide Dialektik! – häufig am höchsten, wenn man keine Ahnung hat. Stehen der Biertrinker und seine Tequilabraut also vor diesem fuck Weinregal und zaudern: Den Grauburgunder für 3,59? Oder den Riesling für 2,79? Bis sich eine Mutti in Freizeitkleidung heranschiebt und unaufgefordert zu einer recht pennerbombenhaften Literflasche Müller-Thurgau zu 1,59 rät: Das, raunt sie, dürfe man natürlich keinem sagen und auch rein gar nicht verschenken, aber so, für den Hausgebrauch, schmecke der, wenn sie uns den Tip geben dürfe, sehr gut, alle ihre Freunde und Bekannten hätten diesen Rat, nach verständlichem anfänglichem Zögern, schließlich befolgt und seien sehr zufrieden.

Wie dankbar ist man für das freund­liche Wort einer Unbekannten, gar ­einen ­guten Rat, der eine prekäre und fast hoffnungslose Situation in lindes Wohlgefallen auflöst, wertvolle Lebenszeit rettet und überdies die Hoffnung nährt, so abgrundtief am Arsch und unrettbar sei sie gar nicht, diese Welt, solange man sich in den ­Einkaufsparadiesen noch mit Rat und Tat zur Seite steht und die hoch­zivilisatorische ­Anonymität aufzubrechen immerhin imstande und, vor allem, willens ist! Hurra!

Und wie gut, daß der Wein nicht zu trinken, ja geradezu entsetzlich war: So haben wir an dieser Stelle nicht nur frische Hoffnung, sondern auch eine feine Pointe.

Stefan Gärtner

Haushaltstip

Die begrenzte Haltbarkeit von Küchen­geräten und -mobiliar war meinem Freund Markus am Telefon kürzlich Anlaß zur ausgedehnten Klage. Im Prinzip habe er in seiner acht Jahre alten Küche vom Herd über die massivhölzerne Arbeitsplatte bis zum Kühlschrank jedes einzelne Teil schon einmal ersetzen müssen. Als ihm aber vor einer Weile auch die zweite Geschirrspülmaschine verreckt sei, habe er zur Entlastung der Haushaltskasse einen weisen Entschluß gefaßt, den er mir hiermit ans Herz legen wolle: »Wenn dir die Spülmaschine schon wieder kaputtgegangen ist, dann kaufst du dir erst mal keine, dann geht sie dir auch erst später kaputt.«

Mark-Stefan Tietze

Theoretischer Alkoholtest

Notorisch finanzschwache Geisteswissenschaftler können jetzt die Anschaffung eines teuren Promilletesters durch diese kleine Übung vollwertig ersetzen:

»Empiriokritizismus« – »Kontiguitäts­assoziation« – »Authentizitätsdilemma«.

Wenn man alle diese Worte noch aussprechen kann, ist man noch nicht betrunken. Oder noch nicht betrunken genug, je nachdem. Bei »Phallogozentrismus« hört der Spaß allerdings auf.

Leo Fischer

Haydn

Eine CD aus meiner sehr exklusiven Klassik-Box ist wie folgt bedruckt: »HAYDN SEINE GROSSEN HITS«. Klingt ein bißchen wie »Bernd sein Auto«, die Musik ist aber ganz gut.

Dirk Warnke

Mutmaßung

Wenn man die Zeitungsmeldungen rund um ihren Prozeß studiert, könnte man meinen, daß Paris Hilton Probleme mit kleinen, grauen Zellen hat.

Sascha Dornhöfer

Kein Witz

Anläßlich des 600jährigen Jubiläums der Universität Leipzig entschied sich das beauftragte Komitee, eine Gedenkmünze prägen zu lassen. Das universitäre ­Motto »Aus Tradition Grenzen überschreiten« soll aber aus Rücksicht auf die polnischen Partneruniversitäten nicht auf der ­Münze erscheinen.

Axel Grünwald

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 »Auto Motor und Sport«!

In Deiner Ausgabe vom 28. März hast Du den Audi R8 getestet und mit fünf von fünf Sternen bewertet. Da steht dann zum Beispiel unter »Umwelt« als Pluspunkt »geringe Umweltbelastung dank geringer Stückzahl« sowie, allen Ernstes, »nachhaltig, da voraussichtlich lange Nutzung«. Nun lässt sich derlei natürlich auch über Kreuzfahrtschiffe sagen, die es ja auch nicht in sooo hoher Zahl gibt und die immerhin ein paar Jahrzehnte halten.

Aber Minuspunkte hast Du in dieser Rubrik ebenfalls ausfindig gemacht, wenigstens einen: »Okay, sagen wir, wie es ist: sehr hoher Verbrauch«. Der aber letztlich wurscht ist, denn über dem Testkasten resümierst Du mit brutaler Ehrlichkeit: »Fünf Sterne? Aber der CO2-Ausstoß und der … egal. Einfach egal! Fünf Sterne verdient sich alleine schon der V10, weil er einer der letzten Sauger ist. Am besten heute fahren, morgen ist es zu spät.«

Haha, lustig. Und weißt Du was, »Auto Motor und Sport«, übermorgen ist es sogar noch später, weil wir alle zu tot sind, um Zehnzylinder-Monstren zu fahren.

Du saugst! Titanic

 Gute Idee, Spektrum.de!

Die zukünftige Kolonialisierung des Weltalls und die dazu nötige Raketentechnologie kommt zwar auch dank privater Unternehmen ganz gut voran, doch nach oben ist natürlich – buchstäblich – keine Grenze gesetzt. Und so verkündetest Du, dass die Raumsonde New Horizons auf dem Kuipergürtelobjekt Ultima Thule Alkohol gefunden hat.

Damit wäre der erste Schritt für ein schnelleres Vorantreiben der Besiedlung getan. Jetzt müssen wir dieses Ergebnis nur noch der Schnapsnase Jean-Claude Juncker stecken, und in weniger als zehn Jahren ist jeder noch so kleine Asteroid durch die ESA auf Fusel abgeklopft und besiedelt.

Verneigt sich vor Deiner intergalaktischen Genialität: Titanic

 Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Weil Ihnen u.a. aufgrund jahrzehntelangen Kokainschmuggels in die USA dort eine lebenslange Haft droht, versuchen Sie nun, auf dem ebenso hart umkämpften Modemarkt Fuß zu fassen. Via Instagram kündigte Ihre Ehefrau Emma Coronel Aispuro Ihr gemeinsames Fashion-Label »JGL« an: »Ich habe ein Projekt für eine Modelinie. Ich will meinen und Joaquíns Stil voranbringen.«

Dass auch Ihre Haute Couture süchtig machen und zahlreiche Abnehmer finden wird, steht indes nicht zu bezweifeln – bei Ihrem feinen Näschen für guten Stoff!

War dagegen noch nie en vogue: Titanic

 For fuck’s sake, George Clooney!

In einer englischen TV-Show erzählten Sie uns, dass Sie einmal vor Ihrer Haushälterin die »braune Windel« eines Ihrer Kinder aus dem Müll genommen hätten, um diese dann genüsslich auszulecken. »Sie lief schreiend weg!« feixten Sie. Und wenn Sie, Clooney, jetzt denken, dass an dieser Geschichte auch nur irgendetwas besser wird, weil Sie, wie Sie nachschoben, die Windel vorher mit Nutella präpariert hatten – dann irren Sie krankes Schwein sich aber gewaltig.

Begeben Sie sich in Behandlung! Titanic

 Winfried Kretschmann!

Auch Sie haben die Schüler der Bewegung »Fridays for Future« dafür kritisiert, dass sie freitags nicht in die Schule, sondern für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gehen. Die Proteste müssten früher oder später ein Ende finden und könnten »nicht ewig so weitergehen«, befanden Sie. Und: Auch Klimaschützer müssten sich an Regeln halten, es gelte die Schulpflicht.

Stimmt genau, Kretschmann, das haben Sie gut erkannt! Die Schüler müssen unbedingt wieder öfter in die Schule! Dann lernen sie noch viel schneller, dass einer wie Sie vollkommen unwählbar ist.

Strike! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Neuer Ethik-Kodex

Um mehr Fairness im Online-Handel zu erreichen, schlage ich vor, dass profitmaximierende Abmahnanwälte hin und wieder auch mal etwas bei ihren Opfern bestellen.

Jan Guthmann

 Zwiebelschlaf, der:

tritt auf nach langen Kochsitzungen mit Zerschneidung von Zwiebelgewächsen. Aufgrund der Überanstrengung und Überessung erfolgt beschleunigtes abendliches Müdewerden. Da in den Augen aber immer noch (!) ätherische Zwiebelöle herumschwimmen, folgt direkt auf jedes noch so beiläufig-friedliche Zufallen derselben ihr unmittelbares, schreckbegleitetes und schmerzvoll-brennendes Wiederaufreißen. Kann sich bis drei Uhr morgens hinziehen und nur überwunden werden, indem die betroffene Person sich einen in Mixed-Pickles-Sud getränkten Waschlappen über den Kopf zieht und die Worte »Gelegenheit macht Zwiebel, jetzt reicht es aber mal« geheimnisvoll vor sich hinmurmelt, aus dem Fenster springt und selig auf dem Komposthaufen verschimmelt.

Adrian Schulz

 Waschzwang

Ich wasche immer erst ab, wenn alle kleinen Löffel dreckig sind. Die gehen mir immer als erstes aus. Wenn ich also beim Morgenkaffee merke, dass ich keinen sauberen kleinen Löffel mehr habe, dann wird richtig krass abgewaschen. Zumindest ein kleiner Löffel.

Dorthe Landschulz

 Technikpionier

Dass meine Zeitmaschinen viel besser funktionieren als sämtliche Konkurrenzmodelle, ist nun wirklich keine Überraschung. Ich bau’ die Dinger ja schließlich schon seit 2069.

Andreas Maier

 Ehrliche Speisekarte

Ich fand es bemerkenswert, wie auf dem Menüplan zumindest im Diminutiv auf das Tierleid in der Fleischproduktion hingewiesen wurde: »Heute: Schwein-Elendchen«. Es war dann aber leider doch nur ein Tippfehler.

Jürgen Miedl

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
25.05.2019 Menden, Scaramouche Lyrikpreis »Der große Dinggang«
25.05.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
26.05.2019 Berlin, Volksbühne Heiko Werning mit Paula Irmschler u.a.
28.05.2019 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner