Vom Fachmann für Kenner | Juni 2007


Non scholae…

H. ging neulich dann doch zum Urologen, weil er gehört hatte, man könne die Prostata­vorsorgeuntersuchung auch per Bluttest erledigen. Der Arzt meinte: Ja, Bluttest schon, aber er würde dennoch »eher zur digitalen Untersuchung raten«. Digital, das klang gut in H.s Ohren, weshalb er auch sofort einwilligte. Leider hatte er ­früher im Lateinunterricht immer Schiffeversenken gespielt, so daß ihm nun, als der Arzt sich schon den Gummihandschuh überzog und ihn aufforderte, sich doch ­bitte freizumachen, zwar ein schrecklicher Verdacht kam, aber leider viel zu spät.

Tibor Rácskai

Vaterschaftstest

Seit die Kindergärtnerin meinem Sohn »Aufmerksamkeitsschwäche« und ­»soziale Unverträglichkeit«, dafür aber auch eine »unterdurchschnittliche Intelligenz« bescheinigt hat, weiß ich wenigstens, daß das Kind von mir ist.

Lino Wirag

Wem die Stunde schlägt

Wenn man in den neuen Bundesländern im Auto unterwegs ist, im Radio »Ostseewelle Hitradio Mecklenburg-Vorpommern« hört und dort ein freundlich klingender Moderator mit sanfter Stimme Werbung für das sogenannte »Mitter­nachtss­hoppen bis 23 Uhr« macht, dann weiß man, daß drüben die Uhren einfach noch ein ­wenig anders gehen.

Djik Ouchiian

Geschenkidee

Es war nicht aus mir herauszukriegen, was ich mir zum 35. Geburtstag ­wünschte – meine Gewohnheiten waren mit dem Alter starr und aufwandslos geworden, mein Durst auf Neues gering. Ich wollte weitermachen wie bisher. Dennoch war ich enttäuscht, als ich bis zum Abend des betreffendes Tages nichts von meiner ­Mutter gehört hatte, und ging in die ­Kneipe. Dort stellte mir der Wirt, der mich schon lange durch Höhen und Tiefen ­begleitet, wie immer ein Bier hin und reichte wortlos ein Päckchen über die Theke, das ich neugierig aufriß: Und ­siehe da, in einem Wechselrahmen sah er ganz schmuck aus, mein Deckel über 137 ­Euro 20, den meine Erzeugerin am Vorabend bezahlt hatte. Prost, Mutti!

Kolja Klimm

Rührend

»Vor dem Genuß umrühren«, las ich neulich auf dem Deckel meiner Fruchtquarkdose. Nun hatte ich 500 Gramm lang Zeit, darüber nachzudenken, wann ich den Quark umgerührt hätte, wenn ich diesen Hinweis nicht erhalten hätte. Und vor ­allem, womit!

Uwe Geishendorf

Was bin ich?

Mit den beiden Töchtern (5 und 7) meines Bruders im Stadtbad. Fiese Hitze und vor mir also zwei Kinder mit vom ­Planschwunsch zerfurchtem Gesicht. Die Schwimmflügel mußten noch aufgepustet werden. Ich ­wußte nicht, daß man dafür die Ventile am unteren Ende zusammenpressen muß. Mit einer Kugelschreibermine versuchte ich, sie irgendwie durchzustechen. Gott, es war so heiß. Ich wollte das alles nicht. Dann kam’s: »Onkel Jörg, frag doch mal einen Mann!«

Jörg Zimmermann

Die aktuelle Modenschau

Okay, jetzt glaube ich es auch: Es ist ein Trend. Habe heute den ersten Hip-­Hopper in Röhrenjeans gesehen.

Volker Surmann

Straßenkunst

Alles war wie immer! Ich ging in die langgezogene Kurve mit der erlaubten Geschwindigkeit und beschleunigte dann, um die Fliehkräfte für die darauffolgende, sacht ansteigende Gerade zu nutzen, die direkt auf mein Heimatdorf zusteuert. Rechts auf dem Grünstreifen ein kleines Holzkreuz mit frischen Blumen. Noch eins. Oh, und noch eins. Das stand beim letzten Mal noch nicht da. Ein Gefühl der Behaglichkeit fiel mich an, es war schön, wieder nach Hause zu kommen. Dann das kleine Waldstück… – – – ????? Was in aller Welt war dieses? ­Kleine pittoreske Galgen, wie für verbrecherische Zwerge gemacht, säumten den Straßenrand in einem Abstand von zehn Metern. Daran hingen – ja, tatsächlich, CDs. Hei, wie das blitzte und blinkerte. In allen Regenbogenfarben. Mir war ganz weihnachtlich zumute. Ich rieb mir mit der Rechten die Augen, meine neuen schweinsledernen Rallyefahrerhandschuhe fühlten sich gut an. Dann wußte ich es. Ein einheimischer Künstler hatte hier offenbar eine seiner symbolis­tischen Installationen dem Volke zugänglich gemacht. Ja, genau, eine polemische ­Variation auf den Niedergang der Musikindustrie war das, auf den Verfall des Träger­mediums Compact Disc, und vielleicht ­sogar eine Mahnung, daß mit der allmählichen Durchsetzung der mp3 das alte, ­traditionelle, geliebte Albumformat auf dem Spiel stand. Aber vielleicht war das auch schon eine Überinterpretation. Aus dem Augenwinkel sah ich den alten grünen Fendt, der stoisch die Ackerkrume durchpflügte. Ich bremste und hielt am Feldesrand, ich mußte es jetzt genau wissen. Der Bauer sah mich aus leblosen Augen an und zog seine Spur wie mit einem Lineal. Als er auf meiner Seite der Scholle angelangt war, hielt er und grüßte freundlich: »Watt is?«

Ich fragte ihn nach dem Straßenkunstwerk, ob der Künstler ein Einheimischer sei, und was das Werk wohl zu bedeuten habe – und enthielt ihm auch nicht meine noch ganz frische Lesart.

Er sah mich an, als hätte ich seine Lieblingssau von hinten genommen, und fuhr dann kopfschüttelnd wieder an. »Dat is gegen Rehe«, hörte ich ihn noch fluchen, »Männ, Männ, Männ.« Ich stieg dann auch wieder in mein Gefährt, plötzlich froh, damals nicht in diesem Scheißkaff hockengeblieben zu sein.

Frank Schäfer

Nachbarn

An der Supermarktkasse. Ein halbes Dutzend Leute sieht der vor mir stehenden Sonnenbrille mit Frisur drunter beim Einpacken zu. Die Kassiererin zieht die Pfirsiche über den Scanner und meint großmütig: »Och, die sehen ja gar nicht mehr gut aus. Wollen Sie nicht lieber andere nehmen?« Die Kundin, ganz kurz nachdenkend, antwortet: »Ach nein, die sind für meine Nachbarin.« Da guckten wir nicht schlecht.

Alfred Lohmann

Ihre Diagnose, bitte

Ist man, wenn man sich morgens statt Milch aus Versehen Apfelsaft in den Kaffee gießt, schon dement? Oder doch nicht, weil man sofort den Fehler bemerkt und Milch hinterherschüttet?

Nils Heinrich

(Ent)Warnung

Wäre ich Racheengel oder wenigstens Mediziner und bedeutend misanthro­pischer als ich, also irgend so ein ­Krüppel und Arsch von verbitterter Nobelpreis-Virologe: ach, was gäbe ich darum, eine neue und fürwahr schröckliche, ja höllische Krankheit zu entdecken und dann blitzschnell auf meinen Namen zu taufen – wobei Drittklassiges wie »Gsella-­Welle in Bonn / Impfung zwecklos« mich naturgemäß weniger reizen würde als eins a Spiegel-Titelstories wie: »GSELLA – Ein Kontinent stirbt« oder Plakate namens »Gib GSELLA keine Chance« – furchtbar. Zum Glück hab ich aber weder ­Ahnung noch den entsprechenden und, eigentlich, hmhm… doch halbwegs kribbeligen Totalhau! So daß alles beim alten bleibt; zumindest vorerst.

Thomas Gsella

Gesundheitstip des Tages

Schmerzende Augen einfach auslöffeln und durch zwei Toffifees ersetzen.

Katharina Adick

Und demnächst in die Oper?

Vor drei Wochen träumte Kollege Michael, daß er bei einem erstklassigen Herrenausstatter Maß nehmen ließ für einen dreiteiligen Anzug. Gestern nacht dann ein neuer Traum: Der Anzug war wie verabredet fertig und paßte perfekt.

Marcel Vega

Glasklar

Meine Brille trage ich nur aus optischen Gründen.

Arno Lücker

Versuch zum Dialog der Kulturen (2)

In einer »Health Bar«.

Ich: »Ich hätte gerne ein Glas Milch.«

Verkäuferin: »No fat oder low fat?«

Ich: »Full fat, bitte.«

Dialog gescheitert.

Heiko Werning

Guter Rat

Frühsommerzeit – Spar­gel­zeit! Aber welches gute Tröpfchen dazu wählen? Freilich ist die Auswahl an feinen Weinen im Supermarkt begrenzt, aber die Qual der Wahl ist ja – o perfide Dialektik! – häufig am höchsten, wenn man keine Ahnung hat. Stehen der Biertrinker und seine Tequilabraut also vor diesem fuck Weinregal und zaudern: Den Grauburgunder für 3,59? Oder den Riesling für 2,79? Bis sich eine Mutti in Freizeitkleidung heranschiebt und unaufgefordert zu einer recht pennerbombenhaften Literflasche Müller-Thurgau zu 1,59 rät: Das, raunt sie, dürfe man natürlich keinem sagen und auch rein gar nicht verschenken, aber so, für den Hausgebrauch, schmecke der, wenn sie uns den Tip geben dürfe, sehr gut, alle ihre Freunde und Bekannten hätten diesen Rat, nach verständlichem anfänglichem Zögern, schließlich befolgt und seien sehr zufrieden.

Wie dankbar ist man für das freund­liche Wort einer Unbekannten, gar ­einen ­guten Rat, der eine prekäre und fast hoffnungslose Situation in lindes Wohlgefallen auflöst, wertvolle Lebenszeit rettet und überdies die Hoffnung nährt, so abgrundtief am Arsch und unrettbar sei sie gar nicht, diese Welt, solange man sich in den ­Einkaufsparadiesen noch mit Rat und Tat zur Seite steht und die hoch­zivilisatorische ­Anonymität aufzubrechen immerhin imstande und, vor allem, willens ist! Hurra!

Und wie gut, daß der Wein nicht zu trinken, ja geradezu entsetzlich war: So haben wir an dieser Stelle nicht nur frische Hoffnung, sondern auch eine feine Pointe.

Stefan Gärtner

Haushaltstip

Die begrenzte Haltbarkeit von Küchen­geräten und -mobiliar war meinem Freund Markus am Telefon kürzlich Anlaß zur ausgedehnten Klage. Im Prinzip habe er in seiner acht Jahre alten Küche vom Herd über die massivhölzerne Arbeitsplatte bis zum Kühlschrank jedes einzelne Teil schon einmal ersetzen müssen. Als ihm aber vor einer Weile auch die zweite Geschirrspülmaschine verreckt sei, habe er zur Entlastung der Haushaltskasse einen weisen Entschluß gefaßt, den er mir hiermit ans Herz legen wolle: »Wenn dir die Spülmaschine schon wieder kaputtgegangen ist, dann kaufst du dir erst mal keine, dann geht sie dir auch erst später kaputt.«

Mark-Stefan Tietze

Theoretischer Alkoholtest

Notorisch finanzschwache Geisteswissenschaftler können jetzt die Anschaffung eines teuren Promilletesters durch diese kleine Übung vollwertig ersetzen:

»Empiriokritizismus« – »Kontiguitäts­assoziation« – »Authentizitätsdilemma«.

Wenn man alle diese Worte noch aussprechen kann, ist man noch nicht betrunken. Oder noch nicht betrunken genug, je nachdem. Bei »Phallogozentrismus« hört der Spaß allerdings auf.

Leo Fischer

Haydn

Eine CD aus meiner sehr exklusiven Klassik-Box ist wie folgt bedruckt: »HAYDN SEINE GROSSEN HITS«. Klingt ein bißchen wie »Bernd sein Auto«, die Musik ist aber ganz gut.

Dirk Warnke

Mutmaßung

Wenn man die Zeitungsmeldungen rund um ihren Prozeß studiert, könnte man meinen, daß Paris Hilton Probleme mit kleinen, grauen Zellen hat.

Sascha Dornhöfer

Kein Witz

Anläßlich des 600jährigen Jubiläums der Universität Leipzig entschied sich das beauftragte Komitee, eine Gedenkmünze prägen zu lassen. Das universitäre ­Motto »Aus Tradition Grenzen überschreiten« soll aber aus Rücksicht auf die polnischen Partneruniversitäten nicht auf der ­Münze erscheinen.

Axel Grünwald

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Moinmoin, Nandus!

Moinmoin, Nandus!

Vor 18 Jahren seid Ihr aus einer Lübecker Straußenfarm ausgebüchst und habt Euch seither munter in Nordwestmecklenburg angesiedelt. Anfangs nur ein gutes Dutzend, ist Eure Population auf mittlerweile über 500 Laufvögel angewachsen. Wenn das so weitergeht, stellt Ihr demnächst in Eurem Landkreis die Bevölkerungsmehrheit.

Doch aufgepasst: Ihr habt zwar keine natürlichen Feinde, seit kurzem jedoch die Alphatierchen und Aasgeier von der FDP im Nacken, die Euch ins deutsche Jagdrecht aufnehmen wollen und als »große Gefahr« geißeln. Kleine Bitte: Könntet Ihr, statt konzeptlos alle Felder leerzufuttern, nicht zur Abwechslung mal was Sinnvolles tun, z.B. den Lebensraum des Nazidorfs Jamel verwüsten oder wenigstens das Kreisbüro der örtlichen FDP (Dorfstraße 27, 19417 Jesendorf)? Auf, auf!

Eure Fressfreunde von Titanic

 Privet, »Zeit Campus«!

In Deinem aktuellen Heft findet sich eine Reportage über Punkrockbands in Russland und darin wiederum der Satz: »Pornofilmy«, eine der Bands, »bezeichnet sich selbst als regierungskritisch. Ihre Lieder heißen Armes Land oder Traut der Regierung nicht

Wir halten journalistische Skepsis ja wirklich in allen Ehren, aber in manchen Situationen und bei gewissen Indizien darf man seinen Interviewpartnern auch einfach mal glauben.

Finden zumindest Deine Naivchen von der Titanic

 Ralph C. Freund!

Da massakriert ein weißer Nationalist in der texanischen Grenzstadt El Paso unter anderem sieben Mexikaner, woraufhin der US-Präsident seine gewohnte ausländerfeindliche Hetze betreibt. Und Sie, Chef der sog. »Republicans Overseas«, dürfen bei WDR 5 den in die Kritik Geratenen in fließendem Deutsch verteidigen: »Trump ist nun alles, aber kein Rassist.«

Na, klar Robert »C.« Freund, und das »C«, welches der damalige Immobilienspekulant und Vermieter Trump schon Anfang der Siebziger Jahre in die Bewerbungsunterlagen farbiger Wohnungsinteressenten stempeln ließ – ein Vorgehen, für das er schon damals von den US-Behörden verklagt worden ist –, stand auch nicht für »colored«, sondern für das auf die Weltläufigkeit seines Initiators verweisende Wort »Cosmopolitan«, nicht wahr?

Keine Grüße: Titanic

 Gloria von Thurn und Taxis,

neulich fanden wieder mal die Festspiele im Innenhof Ihres Regensburger Schlosses statt. Da jubeln immer alle und freuen sich, und die geladenen Künstler, beispielsweise Elton John und Sting und Tom Jones, bedanken sich artig für die Einladung.

Und jetzt das! Bevor die Band Revolverheld zur Zugabe ansetzte, sagte Sänger Johannes Strate: »Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen. Man darf Missbrauch in der katholischen Kirche nicht bagatellisieren und Flüchtlinge nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.« Und alle klatschten und jubelten. Und Sie? Sie sagten: »Gott sei Dank darf man heute noch seine Meinung sagen.«

Das stimmt, Prinzessin, Sie tun das ja unentwegt, haben Abtreibung als »Massenmord«, Beten als Heilmittel gegen Homosexualität und Migration als »eine Art Krieg« bezeichnet. Über jahrzehntelange Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen vermeldeten Sie: »In meiner Jugend waren Schläge ein ganz normales pädagogisches Mittel, um mit frechen Kindern, wie ich eines war, fertig zu werden.« Vor einem halben Jahr klang Ihre Meinung zur Meinungsfreiheit übrigens noch so: »Natürlich gibt es die Meinungsfreiheit. Aber wir dürfen nicht sagen, was wir denken.«

Mit Blick auf das, was Sie ohne Beteiligung Ihrer grauen Zellen von sich stemmen, möchte tatsächlich keinesfalls auch noch wissen, was Sie denken: Titanic

 Glückwunsch, Simon Rolfes!

Sie sind Sportdirektor des Fußballvereins Bayer Leverkusen und äußerten jüngst den Satz: »Wir kommen vom Ansatz, mit dem Ball spielen zu wollen.«

Und wir kommen vom Ansatz, Ihnen zu gratulieren, dass das der genau richtige Ansatz ist, denn Fußball ist ja schließlich eine Ballsportart. Hätten Sie etwa behauptet, Sie kämen vom Ansatz, mit dem Puck spielen zu wollen, oder mit Doppelkopfkarten, oder gar mit dem Gedanken, künftig Eigenblutdoping zu betreiben, wären das total falsche Ansätze gewesen. So aber haben Sie eindrucksvoll bewiesen, dass Sie vom Ansatz her der absolut richtige Mann am richtigen Ort sind und nicht etwa ballaballa.

Verwandelt diesmal ansatzlos: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Fast schon Werbung

Beim Einkauf von Grillklimbim stieß mir Kohle mit Öko-Siegel ins Auge, die damit warb, dass sie »erstaunlich gut« brennbar sei. Ja, wagen denn nicht einmal Reklamefritzen in Zeiten der durch Streamingwerbung seelisch verhornten Kundschaft noch das ganz grelle Ranwanzen? Was kommt als nächstes? »Schokoriegel – schmeckt scheiße wäre leicht übertrieben«? »Mehl – dare to call it unschwarz«? »Dildo – nicht schlecht für einen Schwanz«?

Jasper Nicolaisen

 Habenwollen

Wenn ich Erich Fromms Buch »Haben oder Sein« verliehen habe, darf ich dann nach einiger Zeit sagen, dass ich es gerne zurückhaben würde, oder habe ich dann mal wieder gar nichts verstanden?

Ludger Fischer

 Add Blue

Die Zeit, in der mit Ersatzflüssigkeit Bindenwerbung gemacht wurde, wird auch als die Blaue Periode der Werbeindustrie bezeichnet.

Tobias Speckin

 Zu ihrem Uniabschluss

wollte sich meine Freundin ein Cutting, ein Narbentattoo, zulegen. Ihr Freund hegte allerdings ästhetische Bedenken, sodass sie ihr Vorhaben verschob. Seit einiger Zeit sind die beiden allerdings getrennt, und die Sache ist damit geritzt.

Laura Brinkmann

 Unpolitische Tiere: der Adler

Adler, Adler schweb empor
Du hast heute Großes vor
Flieg hinauf auf deinen Schwingen
Schwebe über allen Dingen
Segle, kreise, räsoniere
Sinne nach und meditiere
Über diese Frage nur:
War heute nicht die Müllabfuhr?

Gunnar Homann

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
19.09.2019 Berlin, Hausbrauerei Eschenbräu Katharina Greve
19.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hans Traxler
20.09.2019 Stuttgart, Superjuju Katharina Greve
20.09.2019 Nartum, Haus Kreienhoop Gerhard Henschel