Vom Fachmann für Kenner | August 2007


Diese Vögel!

Vögel sind doch nicht vernünftig. Gestern beim Laufsport sah ich auf dem Gehweg an der Donau so einen gefiederten Gesellen. Der sah mich, war recht verschreckt und hielt es für sicherer, auf die andere Seite des Gehwegs zu wechseln, allerdings nicht fliegend, sondern hüpfend. Was mich verwunderte, schließlich kann er doch fliegen. Als Mensch krabbel ich doch auch nicht über fünf Meter Entfernung, sondern gehe aufrecht, es sei denn, ich wäre noch ein kleines Kind, hätte einen Bandscheibenvorfall oder wäre betrunken. Jetzt die Conclusio: Der Vogel war nicht mehr klein, konnte also schon fliegen. Bandscheiben haben Vögel nicht. Hatte der kleine Scheißer sich also richtig schön einen reingestellt!

Bernhard Löwenberg

Nicht uninteressant

Wer schon immer mal wissen wollte, was die freundliche Schalterfrau der Hausbank wohl dazu sagt, daß man gerade exakt 3000 Euro auf seinem Konto gefunden hat, die einem ein prominenter, aber persönlich nicht bekannter Hamburger Millionär ein dreiviertel Jahr nach seinem Tod mit der Betreffzeile »Verauslagung« überwiesen hat – hier ist die Antwort:

»Buchen wir zurück. Dann sind Sie aber im Minus.«

Martin Graß

Auch wieder wahr

Als seine Frau sich auch nach wiederholtem Rufen partout nicht zu uns an den gedeckten Tisch gesellen mochte, wurde mein Freund Tobias rabiat: »Los jetzt, herkommen und essen! Wäsche aufhängen kannst du, wenn du tot bist!«

Mark-Stefan Tietze

Fortbildung

Weil ich ja weiß, daß es politisch nicht korrekt und ernährungswissenschaftlich fatal ist, lasse ich mich nur alle Jubeljahre einmal von meinem Heißhunger auf die Burgerkreationen der einschlägigen Fastfood-Ketten hinreißen und kenne längst nicht mehr die aktuellen Angebote und Fachtermini. Um so glücklicher war ich gestern über Nachhilfe: Nachdem ich rätselnd an dem Riesenplakat »Whopper your way« vorbeigeradelt war und mir schon vornahm, daheim unter »to whopper« im Dictionary nachzugucken, zeigten mir die den Gehweg pflasternden Burger-Einwickelpapiere, Pommes-Tüten und Trinkbecher, daß andere die Botschaft verstanden hatten. Was soll also das Pisa-Gerede über unsere Jugend?!

Rolf Karez

Chapeau!

Meine Erinnerungen an Jörg Immendorf beschränken sich auf eine kleine Episode, die mir erst jetzt, nach seinem Tod, jäh ins Gedächtnis geriet. Im Verlauf seiner langen Krankheit (ADS) wurde der geniale Maler von dem Berliner Neurologen Thomas Meyer (43, Charité) behandelt, der selbst auch Künstler ist und Gedichte schreibt, Immendorf aber letzten Endes (29.5.) nicht helfen konnte. Ihm, Meyer, macht niemand einen Vorwurf. Der Spezialist in Sachen ADS in Deutschland hat alles versucht und ist in Immendorfs letzten Jahren nicht zu Unrecht zum Hausfreund des Malerfürsten befördert worden. Zufällig ist er auch mir persönlich bekannt.

Ich kann folgende Aussage machen: Mitte der 80er Jahre lernten wir uns beide in der Nationalen Volksarmee kennen. Wir trafen uns einige Male zu äußerst exzessivem Lyrikaustausch und interessiertem Alkoholkonsum. Eines Morgens, als wir nach einem besonders kreativen Beisammensein aufbrachen, geschah es, daß mich, gerade als wir die Treppe aus meiner Dichtermansarde hinabstiegen, urplötzlich und ohne jede Vorankündigung ein derart kapitaler Brechreiz überkam, daß ich Thomas Meyer aus nächster Nähe von oben in den Nacken göbelte. Nie werde ich sein ehrlich erstauntes Gesicht vergessen, als er sich sehr langsam zu mir umwandte und sagte: »Du, Rayk?« Ich konnte nur wahrheitsgemäß antworten: »Thomas, tut mir leid, aber das hat echt nichts mit deinen Gedichten zu tun.«

Wortlos tauschten wir daraufhin, nach einem nicht ganz unverständlichen Begehren seinerseits, die Hemden. Das heißt, er streifte mein herrlich sauberes Hemd über, und ich mußte in dem fremden Hemd eines fremden Mannes, mit dem eigenen Auswurf auf dem Rücken, den Dienst antreten. Mag sein, das eine (Immendorf) hat mit dem andern (mir) weniger als nichts zu tun, aber ich finde bemerkenswert, wie Meyer in beiden Fällen vermocht hat, am Ende mit sozusagen sauberer Weste aus der Sache rauszukommen.

Rayk Wieland (72)

Aus meiner Krankenchronik

Allergietest-Ergebnis bekommen: Hopfenunverträglichkeit. Danach schwere Zweifel: Waren denn die Rauschzustände nach Biergenuß immer nur allergische Reaktion? Schließlich entschlossen mit Hyposensibilisierung für die Oktoberfest-Saison begonnen.

Thomas Winkler

Entführt

An einem grauen Morgen entdeckte ich beim Blick in den Spiegel eine Narbe auf meiner Stirn. Dieses senkrechte, etwa zwei Zentimeter lange Ding hatte ich da noch nie gesehen. Darauf angesprochen meinte ein Freund, das kenne man doch aus amerikanischen Klatschblättern: ­Aliens hätten mich während des Schlafs entführt, an meinem Gehirn rumge­doktert und mich durch ihre fortgeschrittene außerirdische Technologie zu einem ­völlig neuen, effizienten, erfolgreichen und ­starken Wesen gemacht. Nachdem ich die letzten Wochen jetzt mal drauf geachtet habe, kann ich aber sagen: Das war’s ­jedenfalls nicht.

Christian Martin

Der siebte Sinn der Kleinkünstler

Als Mittel zur Wettervorhersage hat der Schwalbenflug längst ausgedient. Am besten erkennt man heraufziehenden Regen daran, daß keine Jongleure auf der ­Wiese vor der Uni herumlungern.

Jan Freunscht

Marokko

Ein Freund hatte beim Frühstück in Marokko eine unglückliche Wahl getroffen und, da in den Flitterwochen, das Elend etliche Stunden zu unterdrücken gewußt; nun aber, von Bauchkrämpfen geplagt, war er in ein Hotel in Marrakesch gestürmt und erleichterte sich dort mit ­einem veritablen Knall. Die Akustik der Toilette war so eindrucksvoll, daß sofort ein aufgeregter Portier hineinplatzte und ­fragte: »Vous êtes bien, monsieur?« Er ­dachte, der Fremde hätte sich erschossen.

Florian Haymann

Hier lacht der Linguist

Wer bei Bastian Sick Fehler entdeckt, sollte die entsprechenden Zitate unbedingt mit [Sick!] kennzeichnen.

Dominik Mauer

Seitenlage

Der Ausdruck »Stabile Seitenlage« kommt daher, daß man dabei liegt. Das »Stabile Seitensitzen« harrt noch seiner Erfindung.

Thomas Tonn

Pompeji heute

Im Urlaub auch in Pompeji gewesen. Bei den Ausgrabungen hat man gefundene Hohlräume mit Gips ausgegossen und erhielt auf diese Weise die exakten Abbildungen verschütteter Menschen und ihrer angstverzerrten Gesichter. Am ­selben Abend durch die düsteren und ­engen Gassen Neapels gelaufen. Fünfjährige heizen auf Motorrollern über das Kopfsteinpflaster und spielen Fußgänger-Umsäbeln. Den Autos, die in diesen Gassen stehen, fehlen Spiegel, Radkappen und Stoßstangen; überall zerknautschte Kotflügel, Schrammen in den Blechen und tiefe Beulen in den Motorhauben. Ich finde, man sollte auch diese Beulen mal mit Gips ausgießen. Vermutlich erhielte man auch hier die exakten Abbildungen schmerzverzerrter Gesichter.

Volker Surmann

Konsequenz

Man soll aufhören, wenn’s am schönst

Andreas Schriewer

Notfall

im Philosophen-Krankenhaus: »Professor Habermas, bitte sofort auf die Ontologie!«

Christian Mathieu

Verkaufsargument

Während ich die Straße entlanggehe, tritt vor mir ein Mann im Ledermantel aus einem dunklen Second-Hand-Laden und schreitet zügig und entschlossen hinfort. Plötzlich stürzt ihm ein anderer hinterher, rempelt mich beinahe an und ruft: »Halt, na gut, dann nehmen Sie das Radio eben mit!« Der Ledermantel dreht sich um: »Ach, jetzt auf einmal? Obwohl Ihnen dafür sogar die aidskranken Neger im Busch mehr bieten würden?«

Tina Manske

Endlich mal!

Endlich habe ich, ansonsten bekannt für Schwarzmalerei und Pessimismus, etwas Positives, von dem ich berichten kann: meinen letzten Drogentest! Einen solchen kann man sich nämlich seit neuestem für fünf Euro im Münchner Hauptbahnhof aus einem »Med-o-Mat« genannten Automaten ziehen, und verpackt ist er in einem adretten Blechdöschen, das man nach dem Test sehr gut als Versteck für Kiffe plus Blättchen weiterverwenden kann.

Oliver Nagel

Gesundheitsratschlag

Kürzlich hatte ich nach einer durcheinandergesoffenen Nacht den schlimmsten Kater aller Zeiten. In meiner Verzweiflung rief ich meinen Homöopathen an, der mir riet: »Brühen Sie sich eine große Kanne Brennesseltee und trinken Sie ungezuckert soviel wie möglich davon. Außerdem ist Weißbrot oder Zwieback gut, das saugt den Restalkohol etwas auf.« Nach dem Telefonat bin ich sofort in die Küche gegangen und habe zwei Ibu­profen mit einem großen Glas Rosé runtergespült. Und ob Sie’s glauben oder nicht: Nach einer halben Stunde war der Kater weg!

Moses Wolff

Himmel und Hölle

Es gibt vermutlich deswegen so wenig muslimische Selbstmordattentäterinnen, weil Frauen die Vorstellung eines ewigen Lebens mit einer Schar in der Kunst der Liebe völlig ungeübter 16jähriger Jungs nicht besonders verlockend finden.

Sebastian Mecklenburg

Vorläufig

Wie man kürzlich erfahren konnte, bringt der Internet-Dienstleister Google demnächst ein neues Alphabet auf den Markt. Es soll zunächst als Betabet veröffentlicht werden.

Gisbert Amm

Reisebericht

Lästiger Verpflichtungen halber mußte ich neulich nach Opladen rüber, in jenen Ort also, welcher die Beatles damals zu ihrem Lied »Opladi, Oplada« animiert hat. Allerdings nur zum Titel, die Folgezeile »life goes on« kann mit Opladen nichts zu tun haben, das ist unmöglich, da müssen die Beatles schon weitergereist sein, nach Köln oder so. Mich hat das leblose Opladen ja auch lediglich zu diesem Text hier inspiriert. Mehr war da einfach nicht drin.

Thomas Schaefer

Tip für Autobastler

Opel Kadett + Opel Corsa = Opel Corsett

Wolfgang Beck

Im Chinarestaurant

Weil mein Freund ein besonderer Lieb­haber echter chinesischer Spezialitäten und zudem auch der Bekannte eines chinesischen Restaurantinhabers ist, durfte ich neulich neben Schweineohren, Hühnerfüßen und Kutteln auch ein undefinierbares schwarzbraunes, rechteckig zugeschnittenes wabbeliges Irgendwas genießen.

Zur Kellnerin: »Was ist das hier eigent­lich?«

Sie: »Ja, ich weiß nicht. Ist gesund.«

Nach ihrer Rückkehr aus der Küche und dort offenbar eingeholten Auskünften:

»Ja, ich weiß nicht. Hauptsache, es schmeckt gut.«

Der zweite Kellner, auf schon drängendere Nachfrage, freundlich-tröstend:

»Ja, ich weiß nicht. Ich kann Ihnen aber das nächste Mal die Packung zeigen.«

Ich freu’ mich drauf.

Leo Fischer

Dialog mit einem Freund

Ich: Die schönsten Sachen im Leben sind umsonst!

Freund: Und was ist mit Sex?

David Sowka

Spitzenerzeugnis

Ich weiß nicht woran es liegt, vielleicht bin ich den Botschaften der Werbung doch zugänglicher als angenommen: »Ein ­helles Exportbier, weich, spritzig und frisch zugleich, aus edelsten Rohstoffen gebraut. Das Spitzenerzeugnis altbayerischer Braukunst. Ein Hochgenuß für jeden Bierkenner.« Jedenfalls – ich glaube ihnen jedes Wort.

Friedrich Krautzberger

Schöner Wohnen

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, daß die Wohnungen in sämtlichen »Deko-Soaps« viel geräumiger wirken, sobald die dicken Moderatorinnen aus ihnen verschwunden sind?

Katinka Buddenkotte

Kein Wunder

Seit ich in der Schule mit Michael-Ende-Verfilmungen gefoltert wurde, bin ich doch ein wenig momophob.

David Schaible

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Psychoanalytiker und Publizist Carlo Strenger!

Angeblich gehen Sie in Ihrem neuen Buch »Diese verdammten liberalen Eliten« mit diesen verdammten liberalen Eliten, zu denen Sie ja selbst gehören, streng ins Gericht. Doch nach der Lektüre fragen wir uns eins verdammt noch mal schon: Warum nicht noch viel strenger, Strenger?

Illiberal: Titanic

 Ulm!

»Du kannst nicht beides haben?« steht fett gelettert auf Anzeigen Deiner neuen Image-Kampagne. Ja, aber was denn »beides«? Die Auflösung folgt: »Doch: In Ulm/Neu-Ulm! Erlebe hier Bayern und Schwaben zusammen in der Zweilandstadt.« Ja, wirklich? Bayern und Schwaben in einer Stadt? Ist das möglich? Wovon wir nur zu träumen wagten, wird endlich wahr! Sodom und Gomorrha! Hoffentlich lässt sich unser Bali-Urlaub noch umbuchen. Aber im Ernst: Auch eine weniger depperte Kampagne würde uns nicht in Dein doppelt versaubeuteltes Nest locken.

Huch! War das jetzt Spott und Hohn? Genau! Denn bei uns, liebes Ulm, kannst Du beides haben!

Pfiati und ade! Titanic

 Ina Tenz!

Sie sind seit zwanzig Jahren Programmdirektorin im Hörfunk und wollen bei Antenne Bayern jetzt ein Lied von Sarah Connor ohne den ersten Satz senden, denn der Satz lautet: »Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt.« Denn Vincent ist jung und schwul, weiß es aber noch nicht. Ein Song mithin, der Mut machen soll usw.

Was Sie nun daran stört? »Als erwachsene Frau gar nichts, aber als Mutter. Ich habe einen neunjährigen Sohn, und wenn er diesen Song im Radio hören und mich dann fragen würde, was diese erste Zeile bedeutet, dann möchte ich mit meinem Sohn nicht im Auto irgendwo auf dem Weg von der Schule zum Gitarrenunterricht über dieses Thema sprechen.«

Aber, Frau Tenz: Wo Sie doch nun so schön dem Klischee der sehr erwachsenen, sehr besorgten Karrieremutter und Elterntaxifahrerin entsprechen, da wird der Sohnemann auch das Klischee bedienen, wonach Neunjährige schon wissen, was ein Porno ist. Meinen S’ nicht auch?

Jederzeit gesprächsbereit: Titanic

 Fifa-Präsident Gianni Infantino!

Fifa-Präsident Gianni Infantino!

Sie sind von den Delegierten des Fußball-Weltverbandes per Akklamation für vier weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Für Ihre erste Amtszeit fanden Sie dann lobende Worte: »In den vergangenen drei Jahren und vier Monaten ist aus dieser vergifteten, fast kriminellen Organisation das geworden, was sie sein soll. Eine Organisation, die sich um Fußball kümmert und den Fußball entwickelt.«

Und zu diesem Wandel zu einer letalen, vollends kriminellen Organisation beglückwünschen Sie angesichts anhaltender Medienberichte über das sklavengleiche Hausen, Schuften und Sterben auf den WM-Baustellen in Katar ebenso wenig wie zu Ihrer Wiederwahl:

die Menschenrechts-Ultras von Titanic

 Sächsischer Justizminister Sebastian Gemkow (CDU)!

Als Sprecher der CDU-geführten Bundesländer gegen den Antrag Niedersachsens, das Containern zu legalisieren, haben Sie am fürsorglichsten argumentiert. In einem Fünf-Sterne-Hotel in Travemünde meinte es empathisch aus Ihnen: »Wir wollen nicht, dass sich Menschen in eine solche menschenunwürdige und hygienisch problematische Situation begeben.«

Weil es auch kein Gesetz gibt, das Menschen vor der menschenunwürdigen Situation schützt, Essen aus dem Müll holen zu müssen? Oder weil Sie, Gemkow, sich aus Solidarität ein bisschen schmutzig fühlen wollen, indem Sie den Armen sogar die Brosamen der Wegwerfgesellschaft verweigern? Oder geht es Ihnen schlicht um Entmündigung derer, die auf Mundraub angewiesen sind?

Fragt mit schlechtem Appetit: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Keine Frage des Geldes

Wirklich arm fühlt man sich, wenn einer dieser NGO-Spendenbettler, die in der Fußgängerzone herumstehen, sein Gesicht hinter dem Klemmbrett verschanzt, sobald man auf ihn zugeht.

Julia Mateus

 Geschichtsmoral

Als ich die neueste Verfilmung von Otfried Preußlers »Die kleine Hexe« sah, war ich erneut gepackt von dieser Geschichte. Wie die kleine Hexe ausgestoßen wird, weil sie sich in ihrer grundfalschen Welt aus inneren Beweggründen zum Guten bekennt. Sie hält dem unfassbaren Druck ihrer missratenen Peer Group nicht nur stand, sondern wendet sich aktiv gegen das Böse. So verbrennt sie am Schluss die Zauberbücher ihrer Rivalinnen auf dem Scheiterhaufen, um die bösen Hexen für immer unschädlich zu machen. Die pädagogische Botschaft hinter der ganzen Geschichte ist klar: Bücherverbrennungen sind nicht immer schlecht.

Jürgen Miedl

 Marktversagen

Als Ergebnis einer Google-Recherche nach dem von einem US-Comedian angepriesenen T-Shirt mit der Aufschrift »Neoliberalism sucks!« wurden mir ausnahmslos Hemden mit dem Slogan »Socialism sucks!« angezeigt. Daraus lässt sich nur eines folgern: Das System hat eindeutig abgewirtschaftet, ja ein Eigentor geschossen. Meine Nachfrage konnte schließlich nicht befriedigt werden!

Burkhard Niehues

 Mein Coach

hat mir aufgrund meines grüblerischen Wesens als wichtigsten Lebenstipp mitgegeben, immer nach vorne zu schauen, die Zukunft fest im Blick zu haben. Seitdem denke ich ständig an den Tod.

Anselm Neft

 Gesichtsschnee

Ein ohnehin schon sehr merkwürdiges Gesetz, das – noch erstaunlicher! – weltweit gilt, verlangt von Menschen, die sich in den Bergen aufhalten, dass sie Rasierschaum oberhalb einer Höhe von 6659 Metern ausschließlich als Gesichtsschnee bezeichnen. Wer’s nicht glaubt, kann gern einmal versuchen, in den Bergen oberhalb einer Höhe von 6659 Metern Rasierschaum zu kaufen.

Andreas Maier

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 18.07.:

    "Vice" hat Martin Sonneborn im Wahlkampf begleitet.

Titanic unterwegs
11.08.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
22.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hans Traxler. Zum Neunzigsten«
23.09.2019 Lyon, Goethe-Institut Katharina Greve: »Das Hochhaus«
02.12.2019 Neu-Anspach, Freilichtmuseum Hessenpark Greser & Lenz: »Hessen först«