Und, wunderbare »Edition Chrismon«!

Bei Dir erscheint in diesen Tagen ein Buch mit dem Titel »Schlag nach bei Luther«. Nun, »Edition Chrismon«, wie sollen wir sagen? Das würden wir ja sehr gern tun, aber leider ist der Reformationsesel schon seit vielen Jahren tot!

Weiteren Nachschlag von der Knüppelsuppe hätte sonst auf Anfrage parat:

Titanic

Vernetzte Autofahrer!

Ihr organisiert Euch bei Facebook in Gruppen und erstellt dort Veranstaltungen, in denen Ihr dazu aufruft, mal ein Wochenende oder auch nur an einem bestimmten Tag nicht zu tanken, um damit gegen die hohen Benzinpreise zu protestieren. Kritisch, kritisch! Vergeßt aber bitte nicht, Eure Karren vorher noch mal ordentlich mit Treibstoff zu versorgen – schließlich wollt Ihr doch während des Streiks weiterhin gemütlich durch die Gegend brummen. Oder fahrt Ihr dann mit dem Bus?

Grüße von der Überholspur auf der Datenautobahn:

Titanic

Irgendwie prominente Lana del Rey!

Ehrlich gesagt sind Sie als Popsternchen noch so frisch am Glitzerfirmament, daß wir alten Star-Astronomen Sie noch gar nicht so recht zur Kenntnis genommen haben. Glücklicherweise müssen wir das aber nun auch nicht mehr, weil Sie der Vogue knapp zur Kenntnis gaben: »Ich denke nicht, daß ich noch ein Album schreiben werde.« Weil Sie nämlich das Gefühl hätten, alles gesagt zu haben, was Sie sagen wollten. Und selbst wenn wir nicht die Bohne Ahnung haben noch auch nur annähernd wissen wollen, was das wohl war, Fräulein del Rey, sind wir sicher, daß Sie recht haben.

Und nun besser still und starr am Himmel stehenbleiben, wie sich das für einen echten Star gehört, okay?

Gruß durchs Teleskop:

Titanic

Ach, »Stern«!

Einmal, nur einmal noch jung sein und sich im Berliner Club Berghain, den Du uns in Deiner unverwechselbar voyeuristischen Intim-Schreibe näherbringst, »einer Welt öffnen, die seltsam verboten erscheint«; in diesem »düsteren Paradies« dann »bis aufs Lederriemchen entkleidete Hardcore-Schwule« treffen und Frauen, die »sich in der Dunkelheit einfach einen geilen Schwanz« suchen; in »diesem Tempel des Hedonismus«, auf »mindestens einem Gramm kleingestoßener Kristalle«, dem »rauschhaften Soundtrack« folgen, der »erbarmungslos wie gehärteter Stahl in den Dancefloor schneidet«; in dieser »Vorhölle«, »umgeben von sechs Schwulen im Gummioutfit«, mal wieder »etwa 28 Stunden« am Stück »schwitzen bis zur Dehydration« und bis man »Augenringe hat und eine Kruste um die Nase, die nicht vom Schnupfen stammt«, oder eben »auf dem Rücken in einer Urinlache liegt« – das ist mit Sicherheit, lieber Stern, was sich Deine Stammleserschaft (weiblich, Mitte 30, zwei Kinder, Skoda-Kombi) unter einem gelungenen Wochenende vorstellt.

Hyper, hyper:

Titanic

Huch, Sarah Kuttner!

Was lesen wir da bei »Spiegel online«? »In ihrem Magazin ›Bambule‹ will Sarah Kuttner ihren Altersgenossen richtig auf die Nerven gehen.«

Haben Sie denn jemals etwas anderes gemacht?

Rein rhetorische Frage von

Titanic

City, alte Rabauken!

Ihr habt gerade Eure neue Single »Zu spät« veröffentlicht, ein Song, wie Ihr stolz vermeldet, »zur Atomkatastrophe von Fukushima«. Ja, was sollen wir da sagen, vielleicht habt Ihr’s ja schon gemerkt: Der Song kommt fast genau ein Jahr »zu spät«. Und der Albumtitel »Für immer jung« trifft es bei genauerer Betrachtung Eurer Pressefotos auch nicht so ganz. Aber egal: weitermachen, alte Männer sind nun mal kein D-Zug, und das nächste Inferno, mit dessen Hilfe man sich als geriatrische Band noch gerade so in die Schlagzeilen stemmen kann, kommt bestimmt.

Nur Mut!

Titanic

Joachim Herrmann, CSU!

Im Interview mit der SZ sangen Sie als Innenminister Bayerns zu den von Rechtsradikalen begangenen Morden: »Ich hatte nach Bekanntwerden der schrecklichen Morde die Hoffnung, daß die Mitläufer in der Szene nun auf Distanz gehen würden, weil sie sich sagen: Mit Mord wollen wir nichts zu tun haben. Leider beobachten wir aber eine stärkere Solidarisierung in der Szene.« Und: »Brutale Gewalt gegen Ausländer war nicht auszuschließen, aber derart kaltblütig geplante Morde haben alle überrascht.«

Ehrlich, Herrmann? So wie man nach sorgfältiger Prüfung der Zeit zwischen 1933 und 1945 zu dem Ergebnis gelangen muß, daß Nationalsozialisten mit Mord eher nichts zu tun haben wollten? Und daß ihnen nichts ferner lag, als kaltblütig Morde zu planen?

Kopfschüttelnd:

Titanic

Sie, Daimler-Chef Dieter Zetsche,

haben den Autofahrern in der Bunten »etwas revolutionär Neues« aus Ihrem Hause versprochen: »Wir sind gerade dabei, beides zu verbinden – Auto und Internet! Das ist die Zukunft.« Tatsächlich? Irgendwelche Gebrauchsgegenstände mit Netzzugang auszustatten – ist das nicht eher die Zukunft von vor zehn Jahren? Aber wir wollen nicht unken, schließlich macht Ihr Praxisbeispiel neugierig: »Ich fahre mit meinem Auto und bin über Internet in meinem sozialen Netzwerk. Dann sagt mir mein Auto: ›Dein Freund John ist gerade in einem Café in der Nähe. Ich zeige dir, wie du dahinkommst, dann könnt ihr zusammen was trinken.‹« Und das Auto sicherheitshalber schon mal ein Taxi bestellen.

Doch wie »spricht« man eigentlich mit seinem Auto? »Es gibt die Möglichkeit der Sprachsteuerung und über Gesten, das heißt mit kurzen Handbewegungen. Auf der Innenseite der Windschutzscheibe erscheinen künftig – wenn der Fahrer das will – ähnlich wie auf einem Computerbildschirm Felder, die man mit Gesten ›anklicken‹ kann.«

Klingt toll! Lassen Sie uns auch mal einen Blick in Ihre Zukunft werfen: Sie fuchteln und klicken während des Fahrens die ganze Zeit auf Ihrer Windschutzscheibe herum und können sich so besser den Weg zum nächsten Krankenhaus suchen, den Sie allerdings in einem anderen Fahrzeug zurücklegen müssen. Und mit ein bißchen Glück treffen Sie, Zetsche, dort Ihren Freund John auf eine Schnabeltasse Hagebuttentee wieder – wenn er denn auch ein Auto aus dem Hause Daimler fährt.

Ihre in Zukunft noch überzeugteren Bahnfahrer von der

Titanic

Sie, Hartmut Möllring (CDU),

sind Finanzminister in Niedersachsen und schmetterten das Auskunftsbegehren, wieviel die Landeskasse zu Christian Wulffs »Nord-Süd-Dialog« beigesteuert habe, folgendermaßen ab: »Natürlich hat das 15000 Euro gekostet, aber das ist doch keine finanzielle Beteiligung.« Dieser bestechenden Logik können wir uns nicht entziehen und möchten anmerken, daß ein hochrangiges, an der Pflege des niedersächsich-hessischen Dialogs interessiertes Qualitätsmedium aus Frankfurt nichts gegen ein wenig ideelle Unterstützung einzuwenden hätte – gerne auch in kleinen Scheinen.

Adresse steht im Impressum von

Titanic

Verständnis, »bild.de«-Redakteure,

ist unsere Sache eigentlich nicht. Aber als wir jüngst hintereinander weg auf Eurer Startseite die Schlagzeilen lasen: »Alles echt? Coco macht Popo-Test!«, »bild.de in Rio – Popo-Parade scharf wie Chili« und »Nacktrodel-WM – Mia Magma hat einen wunden Popo«, da bekamen wir doch ein Gespür dafür, wie Ihr Eure Nachrichten auswählt: Ihr wollt neben den Kollegen halt auch mal andere Ärsche sehen.

Ebenfalls ganz wund:

Titanic

Liebste Doris Dörrie!

Dem christlichen Gratismagazin Chrismon antworteten Sie auf die Frage, in welchen Momenten Sie sich lebendig fühlten: »Wenn ich präsent bin. Es ist eine Kunst, sich immer wieder in die Gegenwart zurückzuholen. (…) Mir gelingt es oft nicht, obwohl es einen ganz simplen Trick gibt: Man muß bewußt ein- und ausatmen. In dem Moment, in dem man versucht, wieder körperlicher zu werden, ist man automatisch weniger im Kopf. Und der Kopf und unsere vielen Gedanken – das ist das, was uns quält.« Und während wir an dieser Stelle einmal ganz tief ein- und ausatmen mußten, stellten wir fest, daß es eigentlich bloß Ihr Kopf und Ihre Gedanken sind, die uns quälen.

Wir haben deshalb einen noch viel besseren Trick zum Runterkommen für Sie: Wenn das runde Ding zwischen Ihren Schultern das nächste Mal wieder zu sehr rumort, hauen Sie die blöde Rübe einfach ab. Dann sind Sie automatisch weniger im Kopf und werden staunen, wie körperlich und lebendig Sie sich anschließend fühlen!

Keine Ursache:

Titanic

Gott zum Gruß, Carl von Linné!

Wie war das jetzt noch mal? Erdbeeren sind keine Beeren, sondern Sammelnußfrüchte; Erdnüsse sind keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte; Melonen gehören zur selben Familie wie Gemüsegurken; Pistazien, Mangos und Giftefeu sind praktisch ein- und dasselbe.

Und weiter: Himbeeren sind Kartoffeln, Kakteen sind Pilze, Litschis sind Quallen? Ob Sie, alter Taxonomiepapst Linné, es böse meinten, als Sie dieses Chaos ersponnen, wissen wir nicht. Wohl aber, wer solche unsinnigen Partyfakten zu jedem nichtigen Anlaß in die Gegend flötet: nämlich die wirklich allernervigsten und unausstehlichsten Besserwissernasen. Und dafür sollten Sie sich posthum wenigstens ein klein wenig schämen.

Läßt sich nirgends einordnen:

Titanic

Hallo, Michael Fassbender!

Von der Elle zu Ihrem neuen Film »Shame« befragt, in dem Sie einen Sexsüchtigen spielen, plauderten Sie aus dem Nähkästchen: »Der Tag, an dem ich laut Drehbuch masturbieren soll, ist nicht der, auf den ich mich am meisten freue. Aber wenn es soweit ist, soll es authentisch und wahr aussehen.«

Und wie gelingt Ihnen das? Folgen Sie der Schule des Method Acting, bei der der Schauspieler laut Wikipedia »mit Erinnerungen an eigene Erlebnisse und mit Entspannungstechniken« arbeitet?

Ganz genau so machen das jedenfalls immer: die Lee-Strasberg-Fans auf der

Titanic

Guten Abend, Markus Lanz!

In einem großen Porträt zu Ihren Ehren fragte sich ein schwerverknallter Stern-Reporter, woher denn nur immer all die Anfeindungen kämen, die Ihnen aus den Medien entgegenschlagen: »Es ist schon seltsam in Deutschland: Nichts scheint verdächtiger als der Dreiklang aus Intelligenz, Talent und gutem Aussehen.« Und in der Tat werden auch wir täglich Zeugen solcher Schändlichkeiten: blitzgescheite Models, die auf der Straße bespuckt werden; knackige Juniorprofessoren, die vom Taxi stehengelassen werden; rassige junge IQ-Talente, die nur in ganz billig gemachte Fernsehshows eingeladen werden. Andererseits schaffen wir es auf Deibelkommraus nicht, Sie, Lanz, in auch nur eine der drei Kategorien einzuordnen. Helfen Sie uns auf die Sprünge?

Ganz unverdächtig:

Titanic

Verehrter Gerhard Schröder!

Daß Putin ein »lupenreiner Demokrat« sei – dieses Edikt aus dem letzten Jahr Ihrer Kanzlerschaft wurde Ihnen anläßlich der glorreichen Wiederwahl Ihres sauberen KGB- und Gazpromfreundes in einem Radiointerview vorgehalten. Worauf Sie distinguiert antworteten: »Ich habe nichts daran abzustreichen.« Recht so, Schröder! Wenn der rosarote Häuptling mal gesprochen hat, dann hat er gesprochen! Wir wollen Ihnen davon auch nichts abstreichen. Sondern Ihnen nur ein zu Unrecht vergessenes Putinzitat aufs Brot streichen. Beim EU-Rußland-Gipfel am 11.11.2002 wagte es ein Journalist, Putin auf die Splitterbomben anzusprechen, mit denen die tschetschenische Bevölkerung damals zivilisiert wurde. Der russische Präsident gab, ohne mit der Wimper zu zucken, folgenden Bescheid: »Wollen Sie ein radikaler Islamist werden und sich beschneiden lassen? Ich lade Sie nach Moskau ein! Wir sind multikonfessionell und haben gute Spezialisten! Ich werde jemanden anweisen, Sie so zu beschneiden, daß nichts mehr nachwächst!« Denn angesichts dieser ebenso humorvollen wie schlagfertigen Replik Putins verstehen wir auch Ihre unverbrüchliche Männertreue, ja Ihre unverhohlene Bewunderung Wladimir Wladimirowitschs: Sie haben es in Ihren sieben Jahren an der Macht ja durchaus auch krachen lassen (Bombardierung Belgrads 1999, Degradierung Stoibers 2002), doch der feuchte Zarentraum, einem Reporter, der auf einer Pressekonferenz mit Menschenrechtsgedöns daherkommt, einfach die Kastration anzudrohen, der blieb Ihnen verwehrt.

Und »Schwanz ab!«, das ist halt immer noch ein bißchen knackiger und zackiger als Ihr bemühtes »Basta!«.

Ihre Putinjugend auf der

Titanic

Auweia, Sibylle Berg!

In Ihrer »Spiegel online«-Kolumne, die so wahnwitzig überflüssig ist wie sonst nur die »Spiegel online«-Kolumnen von Jan Fleischhauer, Sascha Lobo, Jakob Augstein, Georg Diez, Wolfgang Münchau und Silke Burmester, fragten Sie kritisch, warum freie Bürger sich nicht auch frei dafür entscheiden dürften, in den Tod zu gehen. Und wissen Sie was, Gnädigste? Immer wenn wir einen Ihrer Texte lesen, fragen wir uns das auch.

In Ihrem ganz persönlichen Kampf voll auf Ihrer Seite:

Titanic

Stockacher Narrengericht!

Jedes Jahr an Fastnacht klagst Du einen Politiker an und verurteilst ihn am Schluß zur Lieferung einer bestimmten Menge Wein, was in etwa so geistreich und unterhaltsam ist wie der Karneval anderswo auch. Als aber dieses Jahr ein gewisser Philipp Rösler, seines Zeichens FDP-Vorsitzender, zur Verhandlung erschien und Du ihn dort als »politischen Senkrechtstarter« bezeichnet hast – da haben wir uns wirklich köstlich amüsiert.

Im Namen der Gerechtigkeit

Titanic

Fast schon wieder vergessene Whitney Houston!

Zwei Dinge an Ihrem Tod haben uns tatsächlich traurig gestimmt: erstens der bedauerliche Eindruck, daß allen offiziellen Trauerbekundungen zum Trotz anscheinend niemand Sie und Ihr verkitscht-verkünsteltes Gesangsschleifengejodel wirklich geliebt hat, und zweitens die Bild-Berichte über die Tage vor Ihrem Tode: »Bei den Proben zum traditionellen ›Vor-Grammy‹-Event des Produzenten Clive Davis am Donnerstag steht Whitney Houston bereits völlig neben sich. Sie ist triefend naß vor Schweiß, stinkt nach Alkohol und Zigaretten, hat zerzauste Haare. (…) Danach betrinkt sie sich, torkelt lallend aus dem Lokal, zeigt Stinkefinger, ruft ›Fuck!‹« – Ja, fuck, lallen wir da torkelnd aus unserem Stinkefingerlokal, Sie haben es hinter sich, Houston! Aber müssen wir uns jetzt etwa auch Sorgen um uns selbst machen?

Allzeit zerzaust, verschwitzt und so nikotin- wie alkoholisiert:

Titanic

Und Ihr, »Spiegel online«-Redakteure,

hört den Fußballkommentatoren offenbar gerne zu, wie eine kleine Stichprobe aus Euren Vorspanntexten zeigt: »Schäubles Plan, künftig ausgerechnet Freiwilligendienste mit Abgaben zu belegen, hat eine Welle der Empörung ausgelöst«, »Rußland wählt einen neuen Präsidenten – aber ausgerechnet in seinem eigenen Wahlkreis hat Wladimir Putin einen schweren Stand«, »Kristina Schröder war bei der Ehrung nicht anwesend – das nutzten ausgerechnet ihre Kontrahentinnen, um sich zu profilieren«. Ausgerechnet ihre Kontrahentinnen? Wo man doch von Kontrahentinnen weiß, daß sie einander nichts Böses wollen und deshalb solche Gelegenheiten niemals für eigene Zwecke nutzen würden.

Ihr habt also Gefallen an einem Blähwort gefunden, das Dramatik simuliert, aber in Wahrheit bestenfalls Verwirrung stiftet – ausgerechnet Ihr!

Ts ts:

Titanic

Verteidigungsminister Thomas de Maizière,

Ihren Selbsteinschätzungssatz im Interview mit der FAS mochten wir gern: »Manche sagen, ich wirke wie eine Büroklammer.« – Sehr gut, Herr Minister. Nur: Warum so bescheiden? Sie sind eine Büroklammer, und das ist gut so! Besonders nach so einem Prittstift, Schnellhefter und Fotokopierer wie Ihrem Vorgänger Guttenberg. Immer drahtig weiterklammern und endlich Ordnung in diesen Saftladen bringen!

Eisern:

Titanic

Heda, Fußballfernsehkommentatoren!

Da Ihr all die umherschwirrenden sprachlichen Dummheiten nicht nur unverzüglich in Euer in dieser Hinsicht anscheinend unerschöpfliches Repertoire aufnehmt, sondern das falsche »scheinbar«, das halbgare »nicht wirklich«, all die nichtssagenden, reißerischen Füllsel wie »absolut« und »total«, jeden noch so dämlichen Anglizismus, die abenteuerlichsten Dativ-Konstruktionen sowie jeglichem Sinn entwachsene Sprachbilder auch noch maßgeblich verbreitet; da Ihr den Ausruf »ausgerechnet!« nicht lassen könnt, obwohl Euch wahrscheinlich selbst bereits schwant, wie schwachsinnig es ist, eine besondere Koinzidenz zu behaupten, wo die Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts nicht gerade gering ist (ausgerechnet einer der zehn Spieler, die versuchen, für die eine Mannschaft ein Tor zu erzielen, erzielt ein Tor! Ausgerechnet!); und da Eure Faulheit, sich nach der richtigen Aussprache der Namen ausländischer Spieler zu erkundigen, nun schon den Zustand grotesk unverschämter Ignoranz angenommen hat, soll Euch dies ein- für allemal gesagt sein: Wenn die Fußballer, über die Ihr berichtet, so mit ihrem Arbeitsgerät, dem Ball, umgingen, wie Ihr es mit dem Euren, der Sprache, macht, jeder Rasen der Republik wäre ein zertrampelter Acker, jedes Stadion im Nu leergefegt, und Ihr könntet Euch nicht als die faulsten und dümmsten Maden durch den dicken Speck des Fußballgeschäfts fressen, sondern müßtet Euch eine anständige Arbeit suchen.

Verstanden?

Titanic

Ach, armer George Clooney!

Auch wenn Sie uns eigentlich eine Spur zu gut aussehen, heißt das nicht, daß wir keinen Anteil an Ihren selbstausgedachten Problemen nehmen: »Ich fühle mich oft allein«, haben Sie dem Starpsychomagazin The Hollywood Reporter in die Tasten gejammert, Sie hätten deshalb sogar schlechte Angewohnheiten angenommen: »Eine Zeitlang habe ich zuviel getrunken. Oft spät in der Nacht, grundlos.« – Oh Gott. Spät in der Nacht! Und grundlos! Und nun? Ist alles wieder gut? Sie trinken oft schon früh am Morgen? Und zwar mit Grund?

Na, dann Cheers!

Ihre Neidhammel von

Titanic

Heftig, Georg Paul Hefty!

Am Tag nach der Trauerveranstaltung für die Angehörigen der durch die Naziterroristen Ermordeten schrieben Sie in der FAZ: »Die Integration darf nie mehr durch Gewalt in Frage gestellt werden.« Steile These, Hefty! Heißt das etwa, daß dann auch die Judenfrage nie mehr gewaltsam andiskutiert werden darf?

Um gewaltlose Antwort bittet:

Titanic

@SteinbachErika!

Gerade erst hatten Sie das Stahlgetwitter (neudeutsch: Shitstorm) überstanden, das Ihrem Gezwitscher über die angeblich linksextreme NSDAP folgte, da konnten Sie’s schon wieder nicht lassen und polterten in unsere virtuelle Stammkneipe hinein: »Die Rote Armee und die anderen Alliierten haben auch mich vom Faschismus befreit!« Da das außer Ihnen bisher noch niemand bemerkte, wagen wir höflichst zu fragen: Wäre dazu in Ihrem Fall nicht eine chirurgische Entfernung des Schwammgewebes am oberen Ende des Rückenmarks nötig?

Tweet Heil!

Titanic

Huhu, Lothar Matthäus!

Auf Vox wird bald Deine eigene Doku-Soap zu sehen sein, bei der Du auch bislang unbekannte Seiten Deiner Persönlichkeit zeigen möchtest: »Ich denke, da werden viele positiv von mir überrascht sein.«
Und da staunen wir: Du willst echt die ganze Zeit die Klappe halten?

Wäre in dem Fall komplett bei Dir:

Titanic

Anja Perkuhn c/o »Süddeutsche Zeitung«!

Zum diesjährigen Weltfrauentag hat die Linkspartei ihre männlichen Bundestagsabgeordneten zum Tagespraktikum in sogenannten Frauenberufen geschickt, um auf deren schlechte Bezahlung aufmerksam zu machen. Den Chef hatte es dabei in eine Kita verschlagen, und Sie waren dabei: »Der Wald rauscht vom Regen, der Verkehr brummt über die Straße, und Gregor Gysi trägt einen Ast. Das ist nicht seine Idee gewesen, der Fraktionsvorsitzende der Linken gehorcht nur. Andere wissen es dieses eine Mal besser als er: Der Ast nämlich konnte nicht dort bleiben, wo er lag, weil dort ein kleiner, kranker Nadelbaum wohnt. Sagt jedenfalls Amelie. Amelie ist fünf Jahre alt und schaut Gysi bei dieser Erklärung so unbeeindruckt an, als wären sie beide gleich groß.«

Und in Ihrem Artikel, Frau Perkuhn, wohnt ein kleiner, sehkranker Konjunktiv II, der kann da auch nicht bleiben.

Weiß es wieder einmal besser:

Titanic

Ulrich Beck, Soziologe!

Als Wissenschaftshansdampf in allen Mediengassen steuerten Sie natürlich gern zur Zeit-Umfrage »Was sind uns die Griechen wert?« bei: »Viele Deutsche handeln aus einem Mißverständnis heraus. Sie verkennen, was Europa ist. Europa befindet sich nämlich, um es auf eine profane Metapher zu bringen, im Zustand des Rühreis: Wer das Gelbe vom Weißen zu trennen versucht, scheitert. Erst die globale Finanzkrise, dann die Euro-Krise bilden den Ereignistaifun, der in die Mitte der gesellschaftlichen Institutionen und des Alltags der Menschen eingebrochen ist, irregulär, nicht auf dem Boden der Verfassung und der Demokratie stehend, explosiv aufgeladen mit uneingestandenem Nichtwissen. Anzeichen dafür sind die abrupten Einbrüche in den Finanzkurven, die durch ihren Achterbahnkurs diese existentielle Interdependenz oder, um im Bild zu bleiben, diese Rührei-Existenz fühlbar werden lassen.«

Ereignistaifun, Achterbahnkurs und das innig geliebte Rührei: In Ihrem Oberstübchen ist wohl auch schon länger nichts voneinander getrennt worden. Oder sind Sie, Beck, als fühlende Rührei-Existenz bloß eine Art Humpty Dumpty, der zu oft von der Mauer gefallen ist?

Eieiei:

Titanic

Skicross-Fahrer Nik Zoricic (†)!

Nun sind Sie bedauerlicherweise bei der Ausübung Ihres Sports gestorben, und kaum jemand ist darüber so erschüttert wie wir. Doch wir möchten Ihnen noch eine tröstende Erkenntnis mit auf Ihre letzte Abfahrt geben: Immerhin wissen wir nun, wieso Skicross eben so heißt.

Mit Trauerflor:

Titanic

Hey, Gerhard Anger (36)!

Ende Februar sind Sie als Landesvorsitzender der Piratenpartei in Berlin zurückgetreten. Als Gründe führten Sie »Druck« und »emotionale Belastung« an, auch »verbiegen« wollten Sie sich nicht. Anger, haben Sie keine Berater? Ihre Gründe sind ja ausschließlich persönlicher Art. Damit haben Sie jeden Anspruch auf einen Ehrensold verspielt!

Fürs nächste Mal: »Die Entwicklung der vergangenen Tage und Wochen hat gezeigt, daß meine Wirkungsmöglichkeiten nachhaltig beeinträchtigt sind. Aus diesem Grund ist es mir nicht mehr möglich, das Amt des Landesvorsitzenden so wahrzunehmen, wie es notwendig ist. Ich trete deshalb heute von diesem Amt zurück, um den Weg zügig für die Nachfolge freizumachen.«

Geldwerter Tip von:

Titanic

Daniel Bahr, Bundesgesundheitsminister!

Im Rahmen des Organspenderummels, mit dem Sie sich offenbar so was wie ein Profil geben möchten, erklärten Sie dem Deutschlandfunk, daß sich Menschen unter anderem »aus ganz persönlichen Gründen« dagegen entscheiden würden, Organe zu spenden. Während wir uns hier in der Redaktion seit Stunden auf den eigenen Bauch trommeln, fragen wir uns, ob es dafür auch ganz unpersönliche Gründe geben könnte. Aber welche nur? Eingefrorener Diesel zum Beispiel?

Müßte für mehr Infos vielleicht in Ihren Eingeweiden lesen:

Titanic

Hergelesen, Neonazis!

Dies ist eine Warnung! Eine dringende Warnung vor einem Buch! Einem Buch, in dem die linksradikale Wochenschrift Der Spiegel rechtsradikale Tendenzen entdeckt haben will, »antimodernes, demokratiefeindliches, totalitäres Denken« gar, sowie Anzeichen einer »rassistischen Weltsicht«.

Klingt totalitär super – ist aber aalglatt gelogen. Der Roman »Imperium« des langsträhnigen Autors Christian Kracht offenbart überhaupt keine dieser erfreulichen Neigungen. Im Gegenteil: Unser geliebter Führer wird darin als »kleiner Vegetarier« diffamiert, »eine absurde schwarze Zahnbürste unter der Nase«. Pfui! Statt strammer Kanakenverarsche finden sich dort allerhand hochliterarische Schnurrpfeifereien und Sottisen. Deswegen, Gesinnungsfreunde und -freundinnen, ist dies sehkraftzersetzende Machwerk eines bürgerlichen Spinners unbedingt zu meiden! Nicht kaufen! Lieber gleich verbrennen! Ende der Durchsage.

Und weggetreten! Aber das seid Ihr ja ohnehin längst.

Titanic

Kravitz! Beckham! Bieber!

Ja! Ja! Ja! Daß Ihr Euch jetzt alle Jesus auf die Haut tätowieren laßt wie belemmerte bekehrte Knackis, das ist ja so unglaublich cool und irre, schräg und schrill und fast schon so scheiß- bis kackdoof, wie Ihr selbst eben auch seid, aber – und jetzt mal ehrlich, Kravitz, Beckham, Bieber –: Echt cool wäre, ist und bleibt in alle Ewigkeit, amen, doch nur, wenn Jesus auch ein Tattoo von Euch hätte! Aber so… gähn!

Drei Kreuze:

Titanic

Letzte Warnung, Medien!

Sollten wir noch einmal des Casus gewahr werden, daß Ihr, wie mittlerweile beinahe täglich und zuletzt der unsägliche Online-Spiegel zur Gauck-Nominierung, in eine Schwäche, Niederlage, Inkonsequenz oder opportune Kehrtwende Merkels einen »heimlichen Sieg« reinkommentiert, wird Eure Bestrafung die allerfürchterlichste sein.

Wie diese im Detail aussehen wird, überlegt sich noch:

Titanic

DM-Drogerie-Chef Erich Harsch!

Ganz unverhofft war es Alverde, Ihre Hauszeitschrift, die Gauck zuerst auf dem Titel hatte, und das zu einer Zeit, als an Wulffs Rücktritt noch kaum zu denken war: Glückwunsch also erst mal, daß Sie, vor all den anderen publizistischen Seifenkisten, den Scoop schaffen konnten! Und doppelt Glückwunsch: Wer wäre besser geeignet, den DM-Kunden die Notwendigkeit von Hygieneartikeln näherzubringen, als der bekennende Waschphobiker und schmutzverkrustete Zonenzausel Gauck.

Schön sauber bleiben!

Titanic

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Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels" (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W. Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben, die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Heiko Werning: "Schlimme Nächte: Von Abstürzen und bösen Überraschungen"Jeder von uns hat schon mal eine erlebt und würde sie am liebsten für immer aus dem Gedächtnis löschen: eine schlimme Nacht. Heiko Werning aber, Lesebühnengott und Reptilienforscher, hat sich an über 30 schlimme Nächte erinnert und sie tapfer aufgeschrieben. Kindlicher Kaninchenmord bei der Nachtwanderung, verpaßte Chancen im malaysischen Massagesalon, Prügeleien mit Fußballfans, psychopathische Spermien-Strickerinnen: diese Nachtmahre werden Sie nicht mehr schlafen lassen!Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen
  • 23.09.:

    Taz und der britische Guardian berichten vom erfolgreichen Wahlkampf der PARTEI.

  • 22.09.:

    PARTEI-GröVaZ Martin Sonneborn gibt der FAZ das letzte große Interview vor der Wahl.

Titanic unterwegs
27.09.2017 Marburg, Waggonhalle
  Max Goldt
28.09.2017 Köln, King Georg
  »Die 3 Chefredakteure«
28.09.2017 Kassel, Schauspielhaus
  Max Goldt
28.09.2017 Worms, Pop Up Festival
  Thomas Gsella

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Briefe an die Leser

 Thomas Jarzombek (CDU)!

Ihrer Forderung nach der Förderung künstlicher Intelligenz möchten wir wieder und wieder die viel dringlichere Förderung der natürlichen Intelligenz in all ihren Facetten entgegenwerfen. Da brennt es nämlich lichterloh.

Ihr Denksportverein Titanic

 Du wiederum, WAZ,

berichtest über die Pläne des Landes NRW, sich mit der Rhein-Ruhr-Region um die Ausrichtung der Olympischen Spiele zu bewerben: »Schalke-Arena soll Schwimmzentrum werden.« Das klingt zwar jetzt auch nicht viel ambitionierter als die generelle Idee, das Randsportarten-Großereignis ins Land der Staublungen zu holen, nur: Braucht man dafür nicht ganz schön viel Wasser? Und was sagt der Platzwart dazu?

Trockene Frage von Titanic

 Ja, Sie alle zusammen,

Elmar Brok (CDU-Abraum), Elmar Maria Kredel (Exbischof), Elmar Rassi (Glücks-Idiot), Elmar Hörig (Goebbelsschnauze), Elmar Theveßen (Islamismus-Verschwörungstheoretiker): Ist Ihnen bewußt, daß Sie noch eine zusätzliche Eigenschaft gemeinsam haben, neben Ihrem Hang, widerwärtigen, hirnverbrannten, asozialen und bösartigen verbalen Ausfluß zu produzieren? Oder sollte da sogar eine geheimnisvolle Ursache-Wirkungs-Mechanik am Werke sein?

Schall und Rauch: Titanic

 Hilfe, Roger Waters (Pink Floyd)!

Hilfe, Roger Waters (Pink Floyd)!

Als prominenter Anführer des kulturellen Boykotts Israels fordern Sie Musikerkollegen gerne dazu auf, die israelische »Apartheid« mit Abwesenheit zu strafen. Zuletzt drängten Sie Radiohead dazu, ihr geplantes Konzert in Tel Aviv abzusagen. Währenddessen befanden Sie sich auf einer viermonatigen Tour durch Trumps USA, deren Politik Sie ebenfalls aufs schärfste ablehnen. Helfen Sie uns: Wie paßt das zusammen? Wo ist das fehlende Teil im Logikpuzzle? Ist es das zahlungskräftigere, weil wesentlich größere US-Publikum? Oder hat da einer schlichtweg nicht alle Backsteine in der Wand?

Grüße zur wenig hellen Seite des Mondes! Titanic

 Oliver »Olli« Gimber!

Getreu dem Motto, daß es nicht genügt, keinen guten Witz zu kennen, sondern man auch unfähig sein muß, ihn zu erzählen, bist Du mit den müden Gags, die Du unter anderem auf Deinem Kanal »Witz vom Olli« zum besten gibst, in Süddeutschland zum »Youtube-Phänomen« (www.regioactive.de), zum »Kult-Witzbold« (Landesschau Baden-Württemberg) bzw. schlicht zum »Kult« (»Südwestpresse«) geworden. So weit, so Kult. Aber kennst Du eigentlich den? Kommt ein Mann aufs Standesamt und sagt: »Ich heiße Oliver Supertrottel und möchte meinen Namen ändern lassen.« Meint der Standesbeamte: »Hahahaha – Oliver!«

Hahahaha – Oliver, Olli! Chahahahahaha, chohohohoho, hiiiihiiihiiihiiiihiiiii! Leckomio!

Witz von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Warum?

Transportboxen sind super praktisch, luftdurchlässig, bieten optimale Aussicht und sind vor allem sicher. Trotzdem regen sich immer wieder Passanten auf, wenn ich mit meinem Kind darin durch die Innenstadt schlendere.

Nick Hertzberg

 Der Witz in der Schublade

Falls eines Tages dieser eine DJ/Musiker, der in den 90ern mit »Why does my Heart (feel so bad)?« berühmt wurde (betreibt der heute nicht ein veganes Café?), gewichtsmäßig etwas zulegen würde (unwahrscheinlich, da wie gesagt vermutlich selbst Veganer, ein Schatten seiner selbst), könnte man ihn jedenfalls scherzhaft so nennen: Moby Dick.

Elias Hauck

 Durch und durch erhebend

dieses Gefühl, seit ich unter die Schwerkraftleugner gegangen bin.

Dominik Wachsmann

 AK Demiker

Zusammen mit einigen Freunden habe ich jetzt einen Verein gegründet, zu dem nur Personen zugelassen werden, die ein hohes Bildungsniveau mit einem fatalen Faible für flache Wortwitze in sich vereinen. Der Name für den Zirkel war schnell gefunden.

Stefanie Dose

 Restwagieren, das

Das Restwagieren wird gerne von älteren Herrschaften betrieben. Hierbei legt man von einem mehrfach zu kaufenden Lebensmittel ein Exemplar aufs Kassenband und läßt den Rest im Wagen. Echtes Restwagieren ist dies nur dann, wenn es sich nicht um etwas Schweres wie einen Wasserkasten handelt, sondern beispielsweise um zwei Joghurts.

Robert von Cube