Lieber Martin Mösebach!

Den kannten Sie schon, was?

Kicher:

Titanic

Web.de!

»Diskutieren Sie mit: Trägt DSDS mehr zur Volksverdummung bei als das Dschungelcamp?« – aber wenn wir einmal darüber nachdenken, wer in nur einer Meldung gleich über beide Schundsendungen berichtet und die dazugehörige Meldung aus dem Zentralblatt für Volksverdummung hat: bist, Web.de, es dann nicht Du, der seinen Auftrag, das Volk mit Gratismüll zu füttern, am besten erfüllt?

Diskutiert mit:

Titanic

Franz Wurmseher!

Als Besitzer einer Lotto-Annahmestelle sind Sie derzeit auf »Lotto Bayern«-Plakaten abgebildet: »Vertrauen durch fachkundige Beratung.« Aha. Bzw. wie sieht die denn aus, Ihre Beratung? Können Sie uns die Gewinnzahlen der nächsten Ziehung verraten? Können Sie Kunden mit Spielsucht entsprechende Beratungsstellen nennen? Oder ist es nicht eher so, daß Sie im Gegenteil abhängig von den leichtgläubigen Menschen sind, die Woche für Woche ihr Geld für eine 1 zu 140 Millionen-Chance vertun?

Wir zumindest finden, daß auf Ihrem Plakat da irgendwie – der Wurm drin ist!

Ihre Ausgabestelle für fachkundige Witze:

Titanic

Ach, Frauenmagazin »<em>Jolie</em>«!

Stimmt es Dich nicht auch zornig, daß mit Reportagen wie Deinem »Ein bißchen Frieden: Das Fashion-Comeback des Peace-Zeichens« endgültig das zum Modeaccessoire degradiert wird, was wir in unserer Jugend noch voller Leidenschaft als Symbol für deutsche Autobaukunst aus Stuttgart um den Hals trugen?

Ho-Ho-Hofbräuhaus!

Titanic

Zukünftiger Bahnchef Rüdiger Grube!

Ihre Kandidatur ließ CDU und SPD ausnahmsweise darüber streiten, wer Sie denn zuerst vorgeschlagen habe; um die obamahaften Erwartungen an Sie dann aber nicht entgleisen zu lassen, schenkten Sie dem Volk via Deutschlandfunk bereits vor Ihrem Amtsantritt eine Wahrheit, die selbst Mehdorn nie so ehrlich aufgesagt, wir allerdings lange schon geahnt hatten: »Sie glauben doch wohl nicht im Ernst, daß es Aufgabe der Bahn ist, jemanden von A nach B zu bringen« –

das haben wir, Grube, alter Logistik-Dienstleister, doch richtig verstanden. Haben wir nicht?

Doch, haben wir doch.

Titanic

Danke auch, gmx.de,

für diese Meldung: »TV-Koch Mälzer lästert über das Genre, das ihn berühmt gemacht« – wenn das so zauberhaft altfränkisch, ja geradezu goethisch weitergeht: »Canzlerin itzt bey des Frantzmann Presidenten«, dann seien Dir die vielen halb- bis uninteressanten Promi- und Politikermeldungen, die es seit jeher bei Dir zu lesen gibt, verziehen!

Alterslos:

Titanic

Sie nun, Michael Meier,

sahen sich in Ihrer Funktion als Manager des 1.FC Köln mit der Aufgabe konfrontiert, das Vorspielen eines arbeitslosen Fußballers zu rechtfertigen, der für mehrere Wochen gesperrt war, weil er einen Gegenspieler rassistisch beleidigt hatte, und kamen hierauf: »Aber das ist jetzt fast drei Jahre her. Ich denke, wir sollten diese Sache nicht zu hoch hängen.«

Ja, so funktioniert das mit diesem elenden Rassismus: Selbst wenn man ihn zu verharmlosen sucht, karrt er einem stets die passenden Bilder in den Kopf. Aber solange es nur eine Sache ist, die Sie eher niedrig gelyncht sehen möchten, will Ihnen vorerst nichts weiter anhängen:

Titanic

Und noch mal, »<em>Bild</em>«!

»Freiwilliger Dienst: Lohnt sich ein Ehrenamt für die Karriere?« frugst Du Dich und uns: »Eine ehrenamtliche Tätigkeit zeigt, daß Sie nicht nur an sich selbst oder ans Geld denken. Welches Ehrenamt ist für die Karriere gut, welches eher nicht« – und da möchten wir, Bild, doch hoffen, daß sich ähnlich selbstlos protestantische Berichte anschließen, etwa zu Themen wie »Spenden aus Barmherzigkeit: Welche sind steuerlich abzugsfähig?« oder »Helfen Sie einem Pflegekind: Welche niederen Hausarbeiten erlaubt sind«.

Deine Karriereberater auf der

Titanic

Marlboro Lights!

Erst mal Glückwunsch zum Relaunch der neugestalteten Zigarette; aber sag mal: »Neues Design, bewährter Geschmack« – wär’s da nicht angezeigt gewesen, den Rückschritt in bewährte Reklameformen der sechziger Jahre noch ein bißchen entschlossener zu gehen? »Marlboro Lights – die Zuverlässigen«?

Fragt rückschrittlich:

Titanic

Sie, Ursula von der Leyen,

möchten also zwecks Einschränkung der Kinderpornographie im Internet diejenigen zu einem »virtuellen Stopschild« umleiten, die Adressen ausgewählter Seiten ansurfen. Haben Sie sich das gut überlegt? Bzw. wäre nicht ein anderes Schild angebrachter? Beispielsweise »Durchfahrt verboten«, »Bitte wenden« oder »Sackgasse«? Vielleicht genügte gar ein einfaches Flatterband! Bei »Stop« jedenfalls schauen wir, ob jemand kommt – und brausen danach schnurstracks weiter!

Ihre Vorfahrer von

Titanic

»<em>Spiegel</em>«, alter Wortspielführer!

Um Synonyme bist Du ja nie verlegen, wie wir Deiner Großaufzählung »Bewaffnete Republik« entnehmen durften: »Erschoß« da anfangs noch recht langweilig »ein saarländischer Jäger« seine Ehefrau, so klingt derselbe Sachverhalt beim Jesteburger Kollegen, der »die Ex-Freundin, den Hund« plus sich selber »umgelegt« hat, schon aufregender, ja cowboyhafter. Etwas phantasielos ging dagegen Dein Jäger aus Frankfurt vor, der abermals irgendwen »erschoß« – aber der Jägersmann »im hessischen Main-Kinzing-Kreis«, der seinen Nachbarn nichts weniger als »erlegte« – der hat uns besonders gefallen!

Kimme, Korn, Vollschuß:

Titanic

Andreas und Stephan Lebert!

Sie sind Brüder und Redakteure bei Brigitte und Zeit und haben, weil man sich halt immer frischen Scheiß ausdenken muß, ein sog. »Stinktier-Prinzip« ausgemacht: Stinktiere – »Todfeinde der Heiterkeit«. Da gibt’s nämlich die, »die immer alles besser wissen«, andere, »die immer jammern«, dritte, »die das Ernste immer für wertvoller halten als das Leichte« usf. So rumpelt es Zeile um Zeile dahin, daß einem seltsam unheiter zumute wird; bis kurz vor kotz ein Experte auftritt. Und was rät der »bekannte Psychotherapeut Dr. Burkhard Peter«? »Man muß sich von Menschen verabschieden, die einem nicht guttun.«

Und da sagt doch besserwissend servus:

Titanic

Evelyn Hecht-Galinski!

Sie, die H.M. Broder lt. Gerichtsbeschluß nicht als Antisemitin bezeichnen darf, obwohl Sie die israelische Armee gern für die SS halten, schickt die einschlägig vorbestrafte Junge Welt wegen Ihrer gerichtsfest einwandfreien Gesinnung immer dann vor, wenn Antisemitismus nicht danach riechen soll; und tatsächlich: Ihre jüngsten Andeutungen waren so fein, daß auch ein deutscher Richter keinen Verdacht geschöpft hätte. Die neuen israelischen Minister auf »braunen Stühlen« und an einem »extra neu angefertigten braunen Tisch« Platz nehmen zu lassen – das ist schon die ganz feine Klinge. Zum Glück und besseren Verständnis wiederholen Sie eine halbe Spalte später: »Braune Stühle kann man schnell nachbestellen«, nämlich beim Gestapo-Versand oder den Göring-Möbelwerken; und wie putzig, ja geradezu stürmerhaft Sie mit dem Namen des israelischen Außenministers spielen: »Der ›liebe‹ Lieberman«, und elf Zeilen weiter noch mal: »der ›liebe‹ Lieberman« – geben Sie’s, Evelyn Hecht-Galinski, ruhig zu: Sie als antisemitelnd kalauernde Alibijüdin der nationalen Sozialisten von der JW betrachten sich wohl als Hecht-Galinski im Arschlochteich, was?

Ohne Grüße

Titanic

Calau!

Als »kerngesunde Kleinstadt mit Witz« zwischen Spreewald und Niederlausitz planst Du, Deine Lustigkeit tourismusträchtig entlang eines »Witze-Rundwegs« auf Ulkschildern zu dokumentieren – dabei könntest Du, glauben wir, den Anteil der veranschlagten 20 000 Euro für die Witzproduktion glatt einsparen, denn wir überlassen Dir gern unseren Restbestand an Kalauern: 1. Warum gibt es in Calau einen Fliegerclub? Damit man die Brieftauben zurückbringen kann. 2. Wie geht der älteste Kalauer? Geht ein Calauer zur Uni. 3. Wohin führte die letzte der Invasionen, von denen auf Deiner Homepage die Rede ist: »Das Kriegerdenkmal des Kreises Calau erinnert an die Gefallenen der glorreichen Feldzüge von 1864, 1866 und 1870/1971« – Nordirland? Israel? Uganda? Oder in den Nachbarort Craupe, laut Verzeichnis cities.eurip.com heute noch »das Zuhause von 0 Einwohnern bei einer Bevölkerungsdichte von etwa 0 Personen/ha«?

Mit neuen Grüßen aus

Titanic

Noch einmal, Dieter Althaus!

»Die Talsohle habe ich hinter mir. Jetzt geht es aufwärts«, verrieten Sie in freundschaftlichem Plauderton der sehr um Sie besorgten Bild-Zeitung – und welch ein Zufall: War Ihnen nicht exakt das gleiche durch die helmbewehrte Murmel geschossen, kurz bevor Sie Ihrer Unfallgegnerin endgültig und sich selbst kurzzeitig das Licht ausknipsten?

Bittet um sparsamere Verwendung von Gedankendoubletten:

Titanic

Marietta Slomka!

Daß Sie in Ihrem Kinder-Politikbuch »Kanzler lieben Gummistiefel« Montesquieu mit Rousseau verwechseln, hat uns nicht weiter überrascht: Schließlich halten Sie ja auch Ihr heute-journal für eine Nachrichtensendung.

Ihre Gummientchen auf der

Titanic

Und wenn Ihr, Amis,

Euch einen Verteidigungsminister haltet, der ausgerechnet Gates heißt und dann auch gleich am teuersten Jet der Luftwaffe sparen will – dann wundert Euch aber echt nicht über Abstürze!

Solidarisch:

Titanic

Reinhard Mohr (»<em>Spiegel Online</em>«)!

Das Niveau der politischen Berichterstattung sinkt unaufhörlich. Manch ein Politiker wird lächerlich schnell zum Star hochgejubelt – offensichtlich genügt es vielen Journalisten schon, wenn da jemand AC/DC vom ADAC unterscheiden kann. Was sagen Sie dazu? »Erst kurz im Amt und schon ein Star – Karl-Theodor zu Guttenberg ist der neue Darling der deutschen Politik, sein Tatendrang überstrahlt auch dröge Talk-Runden wie die von Beckmann. Kein Wunder: Der Mann kann AC/DC vom ADAC unterscheiden.« Welch letzterer Ihren ganz persönlichen Totalschaden aber auch nicht mehr beheben kann.

Rock on:

Titanic

Richard von Weizsäcker!

Nach dem Volksmusikanten Sido (»Danke für die Titt’n!«) haben auch Sie sich der Bild-Zeitung als Maskottchen zur Verfügung gestellt, aber einen anderen Slogan gewählt: »Bild: Politik spannend, Stil (kunter-)bunt.« Da Sie und wir in getrennten Kreisen verkehren, können Sie nicht einmal ahnen, wie sehr wir es Ihnen gönnen würden, wenigstens einmal im Leben beim Seitensprung mit einem Party-Luder ertappt zu werden und dadurch praktisch über Nacht zum Objekt einer wahrhaft kunterbunten Bild-Berichterstattung heranzureifen.

Sie hätten es verdient.

Titanic

Und Sie, Felicitas Woll,

stehen nicht nur vor der Kamera, sondern haben auch eine dreijährige Tochter, die Ihren Beobachtungen zufolge nicht nur »das Äußere« geerbt hat, sondern auch »die künstlerische Begabung« – sollte sich, Frau Woll, dieser Verdacht erhärten, raten wir dringend zu handeln: Im Frühstadium erkannte Defizite sind oft heilbar!

Ihre Kinderheilkundler auf der

Titanic

Streng-Islamerer!

Einer von Euch bezaubernd sexualpsychotischen Ausnahmetalenten zerstörte einer jungen Frau, die ihn als sog. Gatten und Eheterrorsack nicht und nicht haben wollte, das Gesicht samt Augen mit Säure und kam ins Gefängnis, wo ihm nun gleichfalls Blendung droht – soweit alles gewohnt erbaulich und gottnah. Die Frau allerdings floh ins Ausland und sammelt nun, damit’s der Kerl nicht besser habe als sie, 30 000 Euro für einen bezahlten Killer oder besser Halbblender: weil, Islamerer, Ihr die Strafe für Komplettblendung einer Frau auf exakt ein männliches Auge beziffert, da es nämlich doppelt soviel wert sei wie ein weibliches, gell, Ihr seid schon ein welthistorisch eins a Scheißhaufen und allahbeste Rechenschieber vor dem Herrn – und für Hühneraugen gilt’s dann ebenfalls, haha?

Tonlos:

Titanic

Michael Lerchenberg!

Als Fastenprediger des »Politiker-Derbleckens« am Münchner Nockherberg waren Sie sofort zur Stelle, als drei Ihrer Kollegen das Handtuch geworfen und dabei den Veranstalter, die Brauerei Paulaner, der Zensur bezichtigt hatten: »Heillos überzogen« sei dieser Vorwurf, riefen Sie den drei Dissidenten nach, denn: »Die Einflußnahme der Brauerei ist marginal – da geht es um einen Halbsatz, eine Formulierung oder mal ein Adjektiv.« Wohl wahr. Diesmal zum Beispiel war es nur der letzte Vers in der Strophe: »Wir brauchen keine Millionen / und keine Peanuts zum Glück. / Viel besser wär’ für unseren Profit / ein kleiner – Krieg.« Der wurde, wie Paulaner-Chef Andreas Steinfatt freimütig zugibt, für »nicht passend« befunden. Und daraufhin vom Autor kurzerhand gestrichen. Pardon: »Inhaltliche Anmerkungen« seitens der Brauerei gab’s zu dem Vers, wie Sie, Lerchenberg, das nennen: »Die Anmerkungen sind aber nie ein kategorischer Imperativ, vielmehr handelt es sich um ein kooperatives Gespräch.« Kooperative Gespräche über Halbsätze, Formulierungen und Adjektive – treffender ist das Geschäft der Selbstzensur lange nicht beschrieben worden.

Wie? Nichts anderes war Ihre Absicht? Na, dann will mal nichts gesagt haben:

Titanic

Daß Männern, Michaela Haas,

die Intelligenz von Frauen bei der Partnersuche vollkommen gleichgültig sei, schrieben Sie empört und über endlose Seiten ins Magazin der Süddeutschen Zeitung hinein: Männer interessierten sich ausschließlich für junge, hübsche, verständnisvolle Frauen, ganz gleich welchen Bildungsstands, und so bleibe der Großteil intelligenter Frauen auf der Strecke usw.; was, wenn wir uns in unserem Bekanntenkreis umschauen, nicht nur wieder mal 1a ausgedacht ist, sondern uns, zweitens, auch zu der Frage führt: Warum ist die Einsamkeit intelligenter Frauen ausgerechnet Ihr Problem?

Da mal drüber nachdenken!

Rät:

Titanic

Och, Philipp Lahm!

Eigentlich sind Sie uns nicht nur als hervorragender Fußballer mit angemessenem Ehrgeiz und für einen deutschen Verteidiger lobenswerten technischen Fähigkeiten bekannt, sondern auch als in Maßen kluger, ehrlicher und sachlicher Zeitgenosse, der sich auch mal für den Titel eines Schwulenmagazins ablichten läßt und allein damit seine meist wahlweise dummen oder zur Unkenntlichkeit medial geschulten Kollegen sympathisch überragt. Allein, nichts währt ewig in dieser Welt, und schon gerade mal gar nichts in Ihrer des Profifußballsports: Erst haben Sie »ehrlich und unentgeltlich« Ihre Meinung zur Bild-Zeitung auf großen Plakaten kundgetan, dann der Gala ein »privates« Interview gegeben und darin u.a. erzählt, was Sie an Ihrer Freundin schätzen und was weniger: »Bei Frauen dauert das Einkaufen ja immer etwas länger. Soviel Geduld habe ich einfach nicht, deshalb gehen wir eher getrennt los.« Weswegen Sie konsequenterweise auch gestehen, Mario Barth sehr lustig zu finden.

Was kommt, Philipp Lahm, als nächstes? Eine Kolumne in Sportbild? Ein Auftritt bei Kerner? Wir warnen lieber jetzt schon: Schluß mit lustig, Philipp! Mund halten, Trikot anziehen, einen gepflegten Ball spielen und uns nicht komplett die Illusion rauben, daß man auch mal ungestraft einen Fußballer toll finden darf.

Dankt im voraus:

Titanic

SPD!

»Künstliche Befruchtung: Frau von der Leyen muß sich positionieren« – und das möchte sich lieber nicht vorstellen:

Titanic

Wenn es denn stimmt, Manuel Karasek c/o »<em>taz</em>«,

daß die psychodynamische Konstellation des seligen »Literarischen Quartetts« die einer Familie war, in der Marcel Reich-Ranicki den Vater und Hellmuth Karasek den Sohn gegeben hat, dann wäre es also mit quasi enkelhafter Rücksicht zu erklären, daß Sie Ihre Besprechung von »Mein Leben«, der Verfilmung von MRRs Autobiographie, unter den Titel »Eine Spur von Andacht« gestellt haben.

Aber mal unter uns: Wäre »Eine Spur von undicht« nicht ehrlicher gewesen?

Fragen die Familienaufsteller auf der

Titanic

Michelle Obama!

Vor dem Wahlsieg Ihres Gatten wurden Sie uns als eine Art mega-intellektuelles Muttertier präsentiert; seit dem Amtsantritt kommen Sie jedoch vor allem als laufender Kleiderständer in die Schlagzeilen. Wir wissen jedoch, daß das kein Widerspruch ist, und haben sehr wohl die Botschaft Ihrer vielbekakelten schulterfreien Kleider verstanden:
Es gibt zuviel Arme auf der Welt.
Sehen Sie, Völkerverständigung kann so einfach sein!

Titanic

Ganz ehrlich, Michael Spreng!

Obwohl Ihr beruflicher Werdegang (u.a. Chef von Bild am Sonntag, Kölner Express, Berater für Stoiber im Wahlkampf 2002) ziemlich eklatant ist, haben wir Ihre Auftritte nicht ohne Sympathie verfolgt. Das lag nicht nur daran, daß Sie ein verständliches Deutsch sprechen, wodurch Sie die üblichen Stammler und Fasler nicht nur körperlich überragten; auch verkörperte sich in Ihnen ein interessantes Dilemma: Offenbar sind Sie intelligent genug zu begreifen, was für Gestalten sich in Ihrem Metier so tummeln, andererseits wissen Sie, daß es genau diese Lemuren sind, die Ihnen Lohn und Brot geben.
In letzter Zeit hat man wenig von Ihnen gehört; dafür haben Sie jetzt einen Blog, der nicht nur auf den prima kabarettkompatiblen Namen »Sprengsatz« hört, sondern sich auch haarscharf so anhört: Die Linke ist doof, die FDP überschätzt, die SPD kann’s einfach nicht, und die CDU stümpert, weil ihr kluge Köpfe und eingängige Slogans fehlen. Indiskretionen über Politiker aller Couleur erscheinen als »Anekdoten«, und für Leute mit Freude am Denunzieren gibt es eine Rubrik, die sich passenderweise »Toter Briefkasten« nennt. Das alles erinnert im Ton an Fußball-Kolumnen von Lothar Matthäus, der ja auch alles besser weiß und sich immer wundert, weshalb ihn keiner mitspielen läßt. Daß Sie wieder mitspielen wollen, ist verständlich; aber wäre es, Spreng, nicht ehrlicher, einfach auf Ihre Webseite zu schreiben: »Gebt mir wieder einen Beratervertrag! Dann wasche ich auch keine schmutzige Wäsche mehr!«?
Wo Sie schon behaupten, in der Politik die Ehrlichkeit so zu vermissen!

Titanic

Sie, Peter Maffay, alter Bauer,

gibt es ja auch noch! Und Konzerte von Ihnen obendrein. Und anscheinend ziemlich erfolgreiche, wenn man Ihren Ausführungen Glauben schenken kann, daß es nach solchen einer echten Erdung bedarf: »Ich genieße es, am Tag nach einem Auftritt wieder im Kuhmist meines Anwesens auf Mallorca zu stehen. Nach Bauchlandungen, Selbstüberschätzung und der Gefahr abzuheben stellt sich wieder Bodenständigkeit ein.«
Glückwunsch dazu! Und auch wenn es keine allzu anspruchsvolle Leistung sein dürfte, Sie in Bodennähe zu bekommen, ist es kein Wunder, daß Ihre Methode eine effektive ist: Denn was gibt es schon Bodenständigeres, als den Angestellten auf dem eigenen mallorquinischen Anwesen bei der Arbeit unter die Schultern zu gucken!
Haha!
Genießt es:

Titanic

Süddeutsche Zeitung TV!

Eine feine Anzeige hast Du Dir da gestrickt: »Talent, Träume und Tränen: Deutschland sucht den Superstar«, und nach der prima ungelenken Alliteration fährst Du munter fort: »Süddeutsche Zeitung TV blickt eine Woche lang hinter die Kulissen des TV-Dauerbrenners. Viele Verlierer, aber nur ein Gewinner. Auf dieser Mischung basiert Deutschlands erfolgreichste Castingshow: ›Deutschland sucht den Superstar‹, kurz DSDS. Die Sendung polarisiert wie kaum ein anderes Format – auch dank ihres eigentlichen Stars: Pop-Titan Dieter Bohlen.« Nun, Süddeutsche, ist es das eine, seinen guten Namen für einen derartig öden und mehrfach abgefrühstückten Quatsch herzugeben; das andere ist es, daneben den hauseigenen Slogan »Seien Sie anspruchsvoll« zu plazieren.
Oder wolltest Du am Ende einfach ein bißchen polarisieren?
Deine anspruchsvollen Hinter-die-Kulissen-Blicker von

Titanic

Anja Kling!

Für Schauspielerinnen, die in DDR-äh-bäh-Propagandaschinken mitwirken, gehört es durchaus zum guten Ton, eine Biographie zu haben, die zum Thema paßt; weshalb anläßlich des Sat.1-Mauer-Epos »Wir sind das Volk« durch die Presse geisterte, daß Sie noch eine Woche vor dem Mauerfall aus der DDR ausgereist waren.
Nun ist das ja eher ein Zeichen für schlechtes Timing als für Widerstand; aber wenn Sie eine derart große Gegnerin der Diktatur des Proletariats waren, wie die Westpresse uns weismachen will, wie kommt es dann, daß Sie sich jetzt freiwillig unter die Diktatur des Proleten Mario Barth begeben und in seiner akuten Kino-»Komödie« eine Frau spielen, die sich freiwillig in prä-emanzipierte Zeiten zurückzoten läßt?
Denn man kann gegen die Ostzone sagen, was man will: Lustiger als Barth war sie allemal!
Rot Front:

Titanic

Schüler des John-Lennon-Gymnasiums Berlin!

Da durftet Ihr nun darüber abstimmen, ob Euer Unterricht erst um 9 Uhr beginnen solle, weil das längere Schlafen viel eher dem durchschnittlichen Biorhythmus entspricht – und was macht Ihr? Ihr seid dagegen. Ausgerechnet Ihr, die Ihr auf eine Schule geht, die nach einem notorischen Im-Bett-Lungerer benannt ist –
selber schuld also, wenn Ihr Euch schon um die Mittagszeit total erschossen fühlt!
Sagt nicht, es hätte Euch nicht gewarnt:

Titanic

Da saßen wir neulich, Rosenstolz,

guter Dinge im Café, und der Soundtrack kam von Dir: »Wann kommt die Sahne? Wann kommt die Sahne?« frugst Du in leidendem Singsang und endetest Minuten später: »Hier kommt die Sahne! Hier kommt die Sahne! Die Sahne! Die Saaaahne!«
Wir vermuten mal zu Deinen Gunsten, daß Du »Sonne« sangst – aber da Dein Publikum zur einen Hälfte aus vom Grau des Lebens niedergedrückten Frauen, zur anderen aus Schwulen besteht, nimmst Du einfach beide mit: den einen fehlt die Sonne, den anderen die Sahne. Und umgekehrt!
Sahnige Grüße:

Titanic

Sie nun, Anselm Bilgri,

wurden als Kombination aus ehem. Benediktinerpater, jetzigem Unternehmensberater und professionellem Talkshow-Gast von der Süddeutschen Zeitung für interessant genug gehalten, sich zum hochbrisanten Gähnthema »Rekordgehälter, Manager und Moral« zu äußern. Und überraschten zuerst gar nicht: »Wir leben in einer Gesellschaft der Versorgungs- und Anspruchsmentalität. Jeder holt heraus, was geht. Das Bewußtsein, daß wir unsere Talente auch für das Gemeinwohl einsetzen müssen, ist verlorengegangen.« Aber dann: »Hartz IV hat diese Entwicklung für die sozial Schwachen zwar gestoppt, aber bei den Eliten ist das noch nicht angekommen.«
Eben. Bzw. Sie, Bilgri, wünschen sich als Mitglied der Unternehmensberaterelite also, für fast kein Geld mal tüchtig von einem Amtsangehörigen schikaniert zu werden? So als Ersatz fürs Geißeln? Und Ihr Privatleben soll auch ausgeschnüffelt werden? Ja? Dann können wir hier ja gleich mal anfangen: Wie ist das eigentlich jetzt, wo Sie kein Pater mehr sind – holen Sie nur heraus, was geht, oder stecken Sie auch mal einen rein? Versenken den Lurch? Buttern das Brötchen? Und haben schon für das Gemeinwohl, also die Rentenkasse, einen Braten in die Röhre geschoben? Hm?
Tschakka:

Titanic

Hartmut Mehdorn!

»Meine fast zehn Jahre bei der Bahn«, verkündeten Sie bei Ihrer finalen Pressekonferenz mit brechender Stimme, »waren eine tolle Zeit. Manchmal ein bißchen irre. Immer aufregend.« Da kamen auch uns fast die Tränen, denn uns ging es in diesen zehn Jahren ja nicht anders. Es war schon manchmal ein bißchen irre, wenn der Zug wieder mal auf freier Strecke eine Verschnaufpause von einer Stunde einlegte oder beim Fahrplanwechsel eine seit 150 Jahren bestehende Strecke auf einmal nicht mehr existierte. Und immer aufregend war es sowieso: Würde der ICE ohne Achs- und Radbruch ans Ziel kommen? Würde der Anschlußzug erreicht werden, oder mußte man in Hannover übernachten? Und was wird wohl jetzt aus den armen Fahrgästen, ja aus der Bahnkritik insgesamt, wenn Sie, Mehdorn, als zentrale Haß- und Spottfigur ausfallen?
Aber wenn’s am schönsten ist, muß man wohl aussteigen, nicht wahr.
Dann mal gute Fahrt:

Titanic

Außerdem, EinsLive!

Ganz schön blöd, Dir von Deinem Gerichtsreporter Johannes Roßteuscher über den Prozeß gegen den professionellen Frauenbetrüger Helg Sgarbi berichten zu lassen. Hätte sich der Kollege Stutenteuscher nicht viel besser ausgekannt?
Gern geschehn:

Titanic

Soziologen!

Kraft einer aufwendigen und methodisch sicherlich tiptoppen Kinderarmutsstudie des Pillen- und Pastenherstellers Bepanthen habt Ihr herausgefunden, daß zumal arme Kinder armer Eltern sich dringend, wir zitieren, »mehr Zuwendung und materielle Unterstützung« wünschen, und das mag sich zwar ganz prima anhören und kinderlieb und gar halbwegs einleuchtend, ist aber, Soziologen, Quatsch. Arme Kinder, und je älter unsere Redakteure werden, um so besser kennen wir uns aus: wollen hungern und vermöbelt werden, daß es nur so kracht.
Ätsch:

Titanic

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Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Max Goldt: "Räusper"
Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:&nbsp; "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
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Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Stefan Gärtner: "Putins Weiber"
St. Gärtner ist der Schutzheilige der Alphabetisierten und Literaten. Gerühmt und bekannt als Parodist Daniel Kehlmanns, Ildikó von Kürthys, Arno Geigers und Thomas Gsellas, hat er nun seinen ersten Roman "vorgelegt" (Feuilletonphrase). "Putins Weiber" ist ein Pageturner (Klappentextphrase) des Gut-Schreibers (Idiotenphrase), voll mit Frauen, Alkohol, Psychotherapie, Aphorismen und Geschwätz, seltsamen Nachbarn, noch mehr Frauen, Männerfreundschaft und Autofahrten. So würde Nick Hornby schreiben, wenn ihm Eckhard Henscheid rechtzeitig Lawrence Sterne vorgestellt hätte!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels" (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W. Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben, die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):&nbsp; "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Heiko Werning: "Schlimme Nächte: Von Abstürzen und bösen Überraschungen"Jeder von uns hat schon mal eine erlebt und würde sie am liebsten für immer aus dem Gedächtnis löschen: eine schlimme Nacht. Heiko Werning aber, Lesebühnengott und Reptilienforscher, hat sich an über 30 schlimme Nächte erinnert und sie tapfer aufgeschrieben. Kindlicher Kaninchenmord bei der Nachtwanderung, verpaßte Chancen im malaysischen Massagesalon, Prügeleien mit Fußballfans, psychopathische Spermien-Strickerinnen: diese Nachtmahre werden Sie nicht mehr schlafen lassen!Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo:&nbsp;15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.):&nbsp;"Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"
Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen
  • 27.06.:

    "Spon" über den Maler Wolfgang Herrndorf und eine neue Ausstellung in Stade.

Titanic unterwegs
30.06.2017 Neapel, Goethe-Institut
  Katharina Greve: »Komische Kunst«
17.07.2017 Lunzenau, Eisenbahnmuseum Zum Prellbock
  Hauck & Bauer: »Man kann einfach nicht Wein sagen«
23.07.2017 Frankfurt, Museum für Komische Kunst
  Ari Plikat
13.08.2017 Wuppertal, Café du Congo
  Thomas Gsella: Gute Gedichte auf schönem Papier.

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Briefe an die Leser

 O là là, ZDF-Anchorman Claus Kleber!

Für die »Welt am Sonntag« sind Sie einen Monat lang hocherregt in einem Elektroauto herumgesurrt und haben den Fahrbericht schließlich unter dem Titel »Meine Affäre mit Tesla« zu Papier gebracht. Ihre Spitzenidee für den Text: das Chauvi-Bild vom automobilen Gefährt als anschmiegsamer Gefährtin so schwiemelig, abstoßend und unzeitgemäß wie nur irgend möglich auszuwalzen. Diesen Riemen ziehen Sie tatsächlich vom Anfang (»Sofort erwischt mich die Leidenschaft von neuem«) bis zum Ende (»Nicht nur Tesla ist reifer geworden«) fernsehtauglich durch. So prahlen Sie mit den Umständen Ihres Kennenlernens: »Wir begegnen uns auf dem Parkplatz eines Autobahnhotels in der Nähe des Wiesbadener Kreuzes.« Und verschweigen auch nicht, daß jede Affäre ihren Preis hat: »Mich kostet dieser Monat … bei einem Anbieter im Raum Frankfurt 3500 Euro.« Zwischendurch erinnern Sie sich an eine Testfahrt mit einem früheren Modell, »als Tesla noch ein pubertierender Teenager im Flegelalter war, mit großen Sprüchen und noch größeren Problemen«. Mittlerweile vermelden Sie jedoch: »Dieses Mal sitze ich am Steuer und kontrolliere mit sanfter Berührung des Bildschirms das Temperament der Schönheit.« Weshalb Sie denn auch resümieren können: »Es ist wie beim ersten Mal, nur eleganter«, was vermutlich darin begsründet ist, zwinker zwinker, »daß Tesla den Nahbereich im Griff hat«.

Mit anderen Worten, Herr Kleber: Einfach schade, daß Tesla nicht – wie andernorts schon geschehen – unter Ihrem Hintern explodiert ist!

Zum Totalschaden gratuliert dennoch: Titanic

 Liedermacher Reinhard Mey (74)!

Liedermacher Reinhard Mey (74)!

Angesichts Ihrer anstehenden Tournee räumten Sie ein, von Vergeßlichkeit geplagt zu sein und sich Ihre eigenen Songs nicht merken zu können: »Wenn ich ein Lied geschrieben habe, weiß ich nach zwei Tagen nicht mehr, wie der Text genau lautet, in einer Woche weiß ich nicht mehr, wovon es handelte. Und nach einem Monat weiß ich nicht mehr, daß ich es geschrieben habe.« Da es bis zu Ihren Konzerten im Herbst noch etwas hin ist, fragen wir uns, welche Hits das Publikum dann laut Bühnensetlist (DIN A4-Blatt, weiß, unbeschrieben) nicht zu hören bekommen wird: »Don’t Speak«, »Hush«, »The Sound of Silence« oder »Stille Nacht«? Wie, die sind alle gar nicht von Ihnen? Wissen Sie’s?

Stummer Gruß von Dings

 Als wir, »Zeit online«,

neulich abgehetzt ins Büro kamen und nur kurz sehen wollten, was auf Facebook los ist, poppte eine Mitteilung von Dir auf. »Was ist Streß?« stand dort, und darüber: »›Zeit online‹ ist jetzt live«. Um Deine Frage zu beantworten: Genau das ist Streß!

Schon längst ganz woanders: Titanic

 Klaus Gehrig, Chef von Lidl und Kaufland!

Vom »Spiegel« gefragt, ob nach dem für alle Mitarbeiter der Schwarz-Gruppe im letzten Jahr eingeführten Duzen nun auch Lidl-Gründer Dieter Schwarz von allen geduzt werde, antworteten Sie: »Nein, nur von uns«, und als das Magazin nachhakte: »Also vom Vorstand?«, stellten Sie klar: »Nein, von mir und meiner Frau. Er hat uns vor etwa einem halben Jahr das Du angeboten, kurz nach meinem 40. Dienstjubiläum.«

Donnerwetter, Gehrig, nach so langer Zeit und exklusiv für Sie und Ihre Gattin! Na, dann war es ja wohl, diesen naheliegenden Scherz mögen Sie uns zubilligen, ein Sonderangebot, was?

Buckeln lohnt sich, meint Titanic

 Du, Zweirad Feld,

erleichterst potentiellen Kunden in einer Werbeanzeige die Qual der Wahl: »Welches Fahrrad paßt zu mir? Entscheidend ist, wo und wie der Käufer ein Rad nutzen möchte. Hieraus ergibt sich, ob es am Ende ein Trekkingbike, Cityrad oder Mountainbike wird.«

Toll! Wunderbar! Nachahmenswert! Und so warten wir bereits gespannt auf Werbetexte à la »Welches Paar Schuhe paßt zu mir? Entscheidend ist, wo und wie der Käufer ein Paar Schuhe nutzen möchte. Hieraus ergibt sich, ob es am Ende Lederslipper, Springerstiefel oder Ballerinas werden.«

Paßt schon: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Alles richtig gemacht

Nachdem ich den Kurs in der allseits empfohlenen Achtsamkeits-(»MBSR«-)Meditation absolviert und per Aufmerksamkeitssteuerung zu mir selbst zurückgefunden habe, kann ich nur sagen: Ich weiß jetzt genau, warum es all die Jahre richtig war, jeder verfügbaren Ablenkung nachzugehen.

Michael Höfler

 Ersatzdroge

Da ich mit zunehmendem Alter immer weniger Alkohol vertrage, dafür aber immer klüger werde, mache ich mir einen Spaß daraus, die Leute unter den Tisch zu denken.

Tibor Rácskai

 Blick voraus

Etwas Poetisches hatte ich im Sinn, aber ein noch nicht komplett abgetöteter Instinkt hielt mich im letzten Moment davon ab. »Jedem Anfang wohnt ein Ende inne«, hatte ich nämlich schreiben wollen, auf die Glückwunschkarte für den Kollegen, zur Geburt seines ersten Kindes.

Theobald Fuchs

 Der Morgen danach

Nachdem ich letzte Nacht mal wieder eine Niederlage im Kampf mit meiner Diplomarbeit um deren bestmöglichen Aufbau einstecken mußte, spüre ich noch heute den Schmerz in allen Gliederungen.

Matthias Stangel

 Gegen Windmühlen

Es gibt mir das Gefühl, einen Teilsieg erstritten zu haben, wenn ich die eingegangenen Spams von dubiosen Geschäftemachern nicht gleich lösche, sondern auf »E-Mail ablehnen« klicke. Die meisten kommen dann zwar als unzustellbar zurück und ich muß sie trotzdem löschen, aber den kleinen Mehraufwand leiste ich mir.

Miriam Wurster