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Und, Deutsche Bahn!

Seit wir an einer Deiner Gleisbaustellen ein Reparaturfahrzeug namens »Dynamic Stopfexpress« gesehen haben, wundern wir uns endgültig über gar nichts mehr.

Deine desillusionierten Dynamisten von immer wieder Deiner

Titanic

Mal hergehört, NPD Sachsen-Anhalt!

Deine Internetadresse lautet www.npd-sa.de – aber selbst wenn der Doppelsinn Zufall ist, findest Du ihn sicher toll und wärst im Verbund mit Deinen sog. freien Kameradschaften gern eine Art SA. Aaaber: Wirf doch mal einen Blick ins Lexikon und widme Dich dort speziell dem Aspekt der damaligen, sagen wir mal, spontanen Kaltstellung der SA-Chefetage.

Nachts immer schön abschließen!

Empfiehlt

Titanic

Sagt mal, heute-Nachrichten (ZDF)!

»Joachim Löw schätzt die Iren als stärkste britische Mannschaft ein« – seid Ihr sicher, daß J. Löw das so gesagt hat? Dann fahrt doch mal nach Dublin und wiederholt es dort, evtl. beim nächsten Länderspiel in einem Pub Eurer Wahl, ja?

Gespannt:

Titanic

Reinhard Mohr!

Genau einen Tag nachdem Sie den Balkankrieger Jock. Fischer zum »Dalai Joschka« hochgejubelt hatten, mokierten Sie sich über den anhaltenden Ruhm des Ernesto Guevara, weil der doch »Hunderte Menschenleben auf dem Gewissen hat« – schön, daß Sie sich bei Ihrem mutigen Eintreten für die herrschenden Verhältnisse durch so Kleinigkeiten wie Logik nicht aufhalten lassen. Schließlich, Geschichte wird gemacht: »Anders als die anderen großen Legenden der Weltrevolution des zwanzigsten Jahrhunderts – Marx und Engels, Lenin, Stalin und Mao Tse-tung – war Che Guevara eben kein ausgesprochener Parteiideologe gewesen, kein langjähriger Führer unübersehbarer Volksmassen und, trotz allem, kein Massenmörder, kein Bürokrat des Völkermords, kein Schreibtischtäter.« Stalin und Mao können Sie geschenkt haben, und im Falle Lenins hätte immerhin das Wörtchen »Bürgerkrieg« mal fallen können; daß aber Marx und Engels als ausgesprochene Parteiideologen lange Jahre unübersehbare Volksmassen führten und sich dabei werweiß noch als Massenmörder, Bürokraten des Völkermords und Schreibtisch­täter hervorgetan haben – das haben Sie exklusiv. Nämlich erfunden.

Ihre Legenden auf der

Titanic

»Frankfurter Rundschau«!

»ZEHN und 227 Gründe, wieso Menschen Sex haben« zählst Du auf Deiner vermischten »Magazin«-Seite auf. Ermittelt wurden diese Gründe von der Texas University und klingen nach solider amerikanischer Wissenschaft, denn Platz 2 (»Ich wollte das körperliche Vergnügen«) muß man erst einmal trennen von Platz 6 (»Ich war sexuell erregt und wollte Befriedigung«), was bekanntlich etwas völlig anderes ist als Platz 8: »Ich war geil.«

Aber so richtig amüsant wird’s erst bei dem, was Du unter »WAS NOCH – seltsame Begründungen« aufführst: Da finden sich nämlich so drollige Dinge wie »Ich wollte jemanden mit Krankheit anstecken« oder »Ich wollte mich bestrafen« oder, zum Brüllen komisch, total abgedreht und eben seltsam: »Ich hatte Angst abzulehnen, weil ich sonst körperlich verletzt worden wäre.«

Wenn das nicht ein paar Gründe mehr sind, Dich nicht zu lesen!

Titanic

Stefan Ulrich!

Als Berichterstatter der Süddeutschen Zeitung haben Sie uns darüber informiert, daß die vom Vatikan einst verketzerten Tempelritter nach den jüngsten Erkenntnissen und Auskünften einer Dame »vom Vatikanischen Geheimarchiv« in Wirklichkeit nun eben doch »keine Ketzer« gewesen seien. Sensationeller als diese Nachricht ist Ihr auf Seite 1 der SZ publizierter Kommentar: »Die Templer wurden folglich zu Unrecht verfolgt und ausgelöscht.«

Na, da schau her. Zu wünschen wäre Ihnen, lieber Herr Ulrich, ein längerer Aufenthalt in einer klösterlich stillen Mönchszelle, in deren Abgeschiedenheit vom Presserummel Sie darüber nachdenken dürften, ob es folglich jemals irgendwo irgendwelche Personen oder Personengruppen gegeben hat, denen kein Unrecht geschehen ist, als sie von den Häschern der Kirche verfolgt und ausgelöscht worden sind. Zusätzlich brächte dieses Moratorium in der Mönchsklause den Vorteil mit sich, daß Sie auch darüber grübeln könnten, ob das Wörtchen »ausgelöscht« eine triftige Bezeichnung für den Tod im Scheiterhaufenfeuer darstellt.

Gott befohlen!

Titanic

Sie, Wuppertaler Uni-Rektor Prof. Dr. Volker Ronge,

haben mal wieder gesprochen, und zwar zum Auftakt einer »Welcome Week« zu Studienanfängern, und die Pressestelle hat’s dokumentiert: »Sie kommen als Mitglieder, ja als ›Bürger‹, in eine Institution, die wir als ›Körperschaft‹ bezeichnen … Die ›Welcome Week‹ soll Ihnen die neue ›Umgebung‹ nahebringen, die in den nächsten Jahren Ihr ›Zuhause‹ sein wird. Am Anfang erscheint alles unübersichtlich – aber das gibt sich bald. ›Sie werden dabei ja geholfen‹ … Die Universität ist freilich viel zu groß und vielgestaltig, als daß sie für Sie einen angemessenen ›Lebensort‹ bilden kann … Diese Fachbereiche, d.h. jeweils einer davon, bilden in Zukunft so etwas wie Ihre ›Heimat‹ in der Universität … Von daher wird sich das Willkommen der Universität im weiteren auf die Ebene der Fachbereiche ›dezentralisieren‹ … Der Drang nach Wuppertal hängt auch damit zusammen, daß andere Unis in unserem Umkreis ihre ›Schotten‹ dichtgemacht haben … Wir sind allerdings nicht ›vor Schreck gelähmt‹, sondern wir bemühen uns so gut wir können, mit diesem großen Studentenandrang ›fertigzuwerden‹ … wenn alle Beteiligten ›mitspielen‹ … Besonders stark ›überbuchte‹ Fächer sind die Germanistik, die Anglistik und die Geschichte«

– puh! Bzw., Ronge, wirklich »nicht schlecht«. Aber: Wann wird Ihr Sprachzentrum endlich geholfen? Bzw. wie wär’s damit, einen der vielen, vielen Germanisten an der Uni Wuppertal als Redenschreiber zu »engagieren«?

Von daher »Grüße«:

Titanic

Und sag mal, Reality Import GmbH!

Mußt Du denn unbedingt einen »Crackglass-Tisch« im Programm führen? Wird da nicht ein Tick zuviel, ähm, Wirklichkeit vors Fernsehsofa importiert?

Dreams are our reality:

Titanic

Jens Becker, Managing Director der Subaru Deutschland GmbH!

»Gestatten Sie mir ein Wort zur in Deutschland wirklich hysterisch geführten Klimadebatte«, bitten Sie in Ihrem hauseigenen Subaru Magazin, und ausnahmsweise wollen wir’s mal gestatten: »Ich stelle immer wieder fest, daß die Leute das große Wort zum Thema CO2 führen, aber die simpelsten Basisdaten nicht kennen. Der Anteil des Kohlendioxids in unserer Atmosphäre beträgt 0,038 Prozent. Noch einmal ausgeschrieben, damit Sie das nicht für einen Druckfehler halten: Der CO2-Anteil in der Atmosphäre beträgt null Komma null drei acht Prozent … Das sei erwähnt, um den Dingen die richtige Relation und den rechten Rahmen zu geben.«

Sie gestatten nunmehr, daß wir antworten: Von der weltweit von Schwerindustrie und Großkapital betriebenen Gegenaufklärung und Superinfamie erzeugen Sie, Jens Becker, nach aktuellem Stand 29,3 Prozent. Noch einmal, damit Sie das nicht für einen Druckfehler halten: Su-per-in-fa-mie. Das nur, damit Sie im Rahmen Ihres Basisschadens weitermachen können.

Gestatten,

Titanic

Tomi Ungerer!

Wie Sie der SZ steckten, hatten Sie als junger Vater Freude daran, Ihre Kinder zu traumatisieren, weshalb Sie Ostern mit einer Schrotflinte losgezogen seien, um den Osterhasen umzulegen. Ziel der Übung sei gewesen, den Kindern zu demonstrieren, daß »Menschen saufen und sterben«. Je eher Kinder begriffen, wie es in der Wirklichkeit aussehe, um so besser.

Aber wie, Ungerer, wollten Sie mit Ihrer Übung beweisen, daß es keinen Osterhasen gibt? Wildes, ergebnisloses Rumgeballer hätte Ihren Kindern nur eines gezeigt: Der Alte ist wieder besoffen. Und ein zufällig erlegter Hasenkadaver hätte Sie in Erklärungsnot gebracht.

Könnte es also, drittens, nicht sein, daß Sie einen ganz kleinen Schuß …?

Na dann!

Titanic

Kaum, Willi Winkler,

durften Sie mal im Auftrag Ihrer Süddeutschen Zeitung nach New York jetten und im Carlyle-Hotel Neil Young interviewen, da gerieten Sie auch schon gemeinschaftlich ins Schwärmen über, genau: Arnold Schwarzenegger. »Am besten gefällt mir, daß er sich hin und wieder in ein Zelt vor dem Gouverneurspalast setzt, um dort eine Havanna zu rauchen.« Worauf Neil Young nur noch matt sekundieren konnte: »Er ist ein guter Mann.«

Aber sicher. Man sollte schließlich auch als irgendwie Linker seine Scheuklappen abwerfen und auch einmal einem unkonventionellen Rechten den verdienten Tribut zollen. Nur, Willi Winkler, sollte man trotzdem vorher ein bißchen recherchieren, wann und zu welchem Anlaß der gute Governor sein Zigarrenzelt betritt: z.B. wenn er seinem Volk mal wieder einen Delinquenten zum Kaputtspritzen hat darbieten können? Am besten einen dunkler Hautfarbe, weil das besser zur Havanna paßt? Wahlweise ginge aber sicher auch ein irgendwie Linker, der kurz vor der Exekution noch seine Scheuklappen –

nein?

Doch.

Ihre guten Männer von der

Titanic

Hallo, David Copperfield!

Ganz ehrlich: Die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Sie, die zur Zeit durch die Presse geistern, interessieren uns nicht, aber falls an der Sache doch was dran sein sollte: Hätten Sie die Dame nicht besser verzaubern sollen?

Titanic

Wenn, unbekannte Mahnwachenteilnehmer,

irgendwo Menschen auf ungewöhnliche, foto- und kamerafreundliche Weise sterben, dann ist es heutzutage üblich, daß andere Menschen die Verbliebenen in ebenfalls wegsendbarer Form ihres Bei- und Mitleids versichern. So auch bei dem Baustellenunfall der slowakischen und tschechischen Monteure in Grevenbroich. Aber wie verhält es sich mit dem von Euch gebastelten und dort in die Kameras gehaltenen Kreuz und seiner Aufschrift »An die Opfer: Jeder Unfall hat sein Sinn«?

Hat, Mahnwachenteilnehmer, er wirklich? Massenkarambolage durch Geisterfahrer, Gasexplosion im Kinderheim, Querschnitt nach Fenstersturz – hat alles sein Sinn? Am Ende sein tieferes?

An die Opfer:

Titanic

Berlinerinnen!

Laut einer Studie der Fitnessfachzeitschrift Men’s Health seid Ihr also Deutschlands Nr. 1 in Sachen »Sexperimente« (Bild); und kaum malten wir uns aus, wie Ihr, an die Hochbahn gekettet, mit wehendem Haar und Auge in Auge mit dem herannahenden Zug auf dem Gegengleis Euch ein, zwei, vielen Lustgipfeln nähert, da lasen wir weiter: »Besonders beliebt: ›Dirty Talk‹. Mit erotischem Geplauder kurbeln 94 Prozent der Frauen ihr Sexleben an. Danach kommt das gemeinsame Anschauen von Pornos (90 Prozent) und ein Striptease für den Partner (86 Prozent)« – was, Berlinerinnen, mögen da noch für Versautheiten auf dem Programm stehen: Licht anlassen? Vorhänge nicht zuziehen? Oder einfach mal ganz nackich?

Dann doch lieber Migräne:

Titanic

Unser Beileid, Bundeswehr!

Denn erstens tust Du Dich mit PR noch etwas schwer – so war am 8. Oktober nicht nur Dein Kampfpanzer Leopard 2 A6 M in Tangermünde von einer Fähre in die Elbe gerutscht, auch Deine Pressemitteilung war eher ein Unfall: »Drei der vier Besatzungsmitglieder des Kampfpanzers konnten sich selbst befreien und wurden durch den Rettungsdienst der Pioniere geborgen. Der Fahrer, ein grundwehrdienstleistender Obergefreiter, und der Kampfpanzer werden zur Zeit noch vermißt.« Zweitens gebührt Dir unser Mitgefühl, weil nach tagelanger Suche Marcel D. (23) und Leopard 2 A6 M (5) nur noch fahruntüchtig geborgen werden konnten. Da hängt bei Dir die Stimmung bestimmt noch auf Halbmast, und sicher gab’s ein standesgemäßes Ehrenbegräbnis mit Trommelwirbel, Tränenheer und Ministerrede: »Worte vermögen nur unzureichend Trost zu spenden. Wir haben einen guten Soldaten und einen unserer besten Kampfpanzer verloren« – aber immerhin hast Du die Überführungskosten (Afghanistan) gespart.

Wegtreten.

Titanic

Und aber apropos, Westerwelle!

Wie Sie da neulich in einer sog. »Münchner Runde« im Bayernfernsehen Lafontaine gegenübersaßen und auf dessen sauber formulierte und in der Sache kaum widerlegbare Vorhaltungen bezgl. der Generalverarsche des kleinen Mannes wirklich nur das Allerhilfloseste und -nichtigste von sich gaben und praktisch kein einziges auch nur halbwegs stich- und gedankenhaltiges Argument auf Lager hatten, das über ca. »Lieber tot als rot« und »Gute Nacht, Deutschland!« hinausgegangen wäre – das war dann doch erstaunlich. Denn auch wenn wir Sie nie für eine Leuchte gehalten haben: daß Sie, Westerwelle, tatsächlich nichts weiter sind als ein groteskerweise promovierter und naturgemäß seelenloser Aufsage­automat von Nullsätzen, die sich auch nur einen halben Schritt jenseits von Parteitag, Pressekonferenz oder der Bunten sofort in Luft auflösen und Sie als Marionette des BDI auf geradezu kathartische Weise decouvrieren, nein, das finden wir dann doch noch mal eine Meldung wert.

Gern geschehn!

Titanic

Früher, Arnulf Baring,

ja früher, das waren noch Zeiten, als Sie in jeder zweiten Talkshow herumhängen und dort diffus vor sich hin wüten durften. Heutzutage stolpern wir allenfalls mal über eine Zeitungsmeldung, die Sie zum Gegenstand hat; wobei uns jene in der FAS verriet, wie Sie die erste staatliche und insofern reichlich abgekartete Gedenkveranstaltung für die Opfer der RAF im Deutschen Historischen Museum Unter den Linden bereichert haben: indem Sie nämlich einen Wutanfall bekamen, erklärten, daß Ihnen die APO-Studenten schon seinerzeit als Wiederkehr der jungen Nationalsozialisten erschienen seien, und mahnten: »Die wirkliche Gefahr kommt von links, nicht von rechts!«, denn mit Oskar Lafontaine habe das Land einen »nationalen Sozialisten«, der die deutsche Republik bedrohe usw. –

und auch wenn Sie, Baring, damit u.U. sogar ein bißchen recht haben, so kommt doch, sofern Lafontaine ein nationaler Sozialist ist, die Gefahr dann aber letztlich doch von – rechts, gell.

Sieg Heil:

Titanic

Web.de!

Am 26. November hast Du gemeldet: »Cannabiskonsumenten werden jünger« – na, das hört sich doch gut an!

Ewig jung:

Titanic

Und was eigentlich, Schäuble,

soll der ganze Stuß mit Bundes­trojanern, Spähprogrammen und Schnüffelsoftware? Als böte das Web 2.0 nicht genügend Alternativen! Melden Sie sich doch einfach mal in einschlägigen Internet-Communities an: Ein Profil bei neon.de, Studi-VZ oder Gayromeo enthält ­alleweil mehr Informationen als eine durchschnittliche Stasi-Akte.

Im Zweifel immer besser informiert:

Titanic

Schäuble!

Gratulation zum neuen Reisepaß! Endlich so richtig supertotalfälschungssicher mit eingeschweißtem Chip, auf dem sich digitalisiert ein Foto sowie zwei Fingerabdrücke des potentiellen Verbrechers befinden: Bei 80 Millionen verkappten Bösewichten macht das 160 Millionen Fingerabdrücke, die Sie da demnächst in Ihrer Sammlung haben – nicht schlecht für den Anfang! Langsam aber sicher kriegen Sie das kriminelle Kollektiv der Deutschen in den Griff. Nur bei unseren Kleinen klafft noch eine erschreckende Lücke: Den Sechs- bis Zwölfjährigen steht es frei (!), ob sie ihre Fingerabdrücke für den Paß abliefern, und die unter Sechsjährigen sind davon ganz ausgenommen – wie, ­Schäuble, stellen Sie sich das nur vor, Sie leichtsinniger, gutgläubiger Mensch! Noch nie was von der grassierenden Kinderkriminalität gehört? Seit wann stellt man es notorischen Anarchisten und subversiven Sabotageaktivisten frei, ob sie erkennungsdienstlich behandelt werden möchten? Uns gehen die kleinen Racker ja nur bis zum Knie, aber Ihnen steht die organisierte Kriminalität doch – auf Augenhöhe gegenüber!

Ihre Kleinstkriminellen auf der

Titanic

»Frankfurter Rundschau«!

Da war ja neulich ordentlich was los in unserer sog. Mainmetropole: »Vollsperrung auf der Mainzer Landstraße. Berge von Pflastersteinen, Preßlufthämmer dröhnen um die Wette, und mittendrin ein Junge, der seinen Abenteuerspielplatz gefunden hat. Eine Reportage über den Wasserrohrbruch im Frankfurter Gallus« – da sind wir doch schon ganz gespannt auf Deinen nächsten journalistischen Höhenflug: »Überall Bretterberge, Haufen von Unrat, alte Sofas und Schränke neben den Gerippen ausgedienter Wäscheständer, donnerndes Motorengedröhn und unser Reporter mittendrin. Ein Bericht vom Sperrmüll in Oberrad.«

Deine Müllsammler auf der

Titanic

Und das, Alice Schwarzer,

sind so Fragen: Können »pseudo- und postfeministische Moden … den Kern des Feminismus aufgeweicht, ja umgestülpt haben«?

Vielleicht sollten Sie mal den Mund umstülpen; und zwar nach innen.

Pseudofreundliche Grüße:

Titanic

Ihre neue CD, Kid Rock (Rock),

haben Sie also »Rock’n’Roll Jesus« genannt, und das nicht einfach nur, weil so eine CD halt irgendwie heißen muß, sondern weil: »Ich fühle mich eben wie ein vom Schicksal Begünstigter, also ein bißchen wie Jesus. Seit vielen Jahren habe ich den Eindruck, mich in einer Multi­ballbonusrunde des Lebens zu befinden. Ich werde besser als Sänger und Songwriter, ich verdiene mehr Geld, als ich ausgeben kann, ich habe einen fantastischen Sohn, mir ist das Interesse der heißesten Bräute gewiß – was mehr kann man vom Leben erwarten?«

Keine Ahnung, welche neutestamentarischen Apokryphen Sie da gelesen bzw. geraucht haben – aber kann man wirklich allen Ernstes jemanden als »vom Schicksal begünstigt« bezeichnen, der, aus Furcht, einem Pogrom zum Opfer zu fallen, von seiner Mutter auf der Flucht in einem Viehstall zur Welt gebracht wurde? Und den man am Ende erst tüchtig durchgepeitscht und dann an ein Kreuz genagelt hat? Und der nicht mal seine Totenruhe hatte? Von Söhnen und heißen Bräuten u.W. sehr zu schweigen?

Auf diese jesusmäßige Multiballbonusrunde, Kid Rock, möchten wir jedenfalls gerne verzichten; liegt vielleicht daran, daß wir nicht so vollvernagelt sind.

Rock on:

Titanic

Donnerwetter, »Initiative Deutsche Sprache« und »Stiftung Lesen«!

Da habt Ihr nun also den »schönsten ersten Satz der deutschsprachigen Literatur« gesucht und gottseis­gedankt auch gefunden, der da nämlich lautet: »Ilsebill salzte nach« aus G. Grassens »Butt«. Denn dieser Satz, so die Begründung der Jury, der literarische Top-Koryphäen wie Handball-Bundes­trainer Heiner Brand, Bordell-Tester Thomas Brussig sowie ZDF-Moderatorin Marietta Slomka angehörten, mache »nicht nur kulinarisch Lust auf die folgenden 700 Seiten«, sondern es basiere darauf auch noch eine »Weltgeschichte«, die »gespickt« sei mit »tollen Frauengestalten« und »viel, viel Essen« etc. Aber – habt Ihr denn da auch wirklich gründlich genug geschmökert? Sicherlich, »Ilsebill salzte nach«, keine schlechte Wahl. Aber: »Die Butter wird sahnig gerührt« (Mathilde Braun: »Die Führung der bürger­lichen und feinen Küche«) – klingt das denn nicht noch einen Tick lustvoller? Oder: »Am besten schmeckt ein Omelett mit Kartoffeln« (essen & trinken: »Für jeden Tag«) – will man da nicht gleich die folgenden 128 Seiten förmlich verschlingen? Und betreffs schließlich Weltgeschichte, Frauengestalten und viel, viel Essen: Hätte die Wahl da nicht konsequenterweise auf den einen ewiglichen und für immer ersten Satz fallen müssen: »Man nehme Dr. Oetker«?

Wohl bekomm’s:

Titanic

Theater im Rathaus Essen!

Ein Auszug aus Deinem Programm der nächsten Monate: »29.11.2007, ­10.1. + 28.2. + 10.5.2008: Ach du lieber Himmel von und mit Thomas Glup; 23.12.2007: Humorvolle Weihnachtslesung mit Thomas Glup; 21.2.2008: Best of Heinz Erhardt – Texte und Sketche von Heinz Erhardt mit Thomas Glup; 28.1. + 28.2.2008: Total verglupt von und mit Thomas Glup.«

Soweit, so Glup. Aber wieso dann im November und Dezember »Der kleine Prinz mit R. H. Herget als ­Pilot«? Wer bitteschön ist denn dieser R. H. Herget? Hat Thomas Glup etwa keinen Flugschein?

Glupschäugig:

Titanic

Hey-ho, Qualitäts- und andere Medien!

Da seid Ihr ja mal wieder richtig in Fahrt gekommen, als die »Talkerin« Maybrit Illner ihre Liaison mit »Telekom-Chef« René Obermann verkündete: »Mit dem Zweiten liebt man besser« (Financial Times Deutschland), »Maybri-T« (Spiegel), »Telekom Homezone« (Vanity Fair), »Vom Labern zur Liebe« (taz), »Festnetz der Liebe« (Bild), um nur ein paar Beispiele Eures hormonell bedingten Kreativ-Outbreaks zu nennen. Und dabei habt Ihr doch wieder das Nächstliegende wiewohl Zwingendste zielsicher übersehen: »Telefonsex mit Maybrit Illner« bzw. »Obermanns neue Flatrate« – geht’s denn nicht ein Mal ohne uns?

Verbindung wird gehalten:

Titanic

Kim Jong Il!

Da haben Sie nun einen Vertrag unterzeichnet, in dem Sie sich dazu bereit erklären, nicht mehr mit Atombrennstäben herumzuspielen und Ihrer Bevölkerung statt dessen was zu essen zu kaufen. Das ist schön und gut; aber nicht ausreichend. Wir nämlich warten seit langem auf den Vertrag, der endlich einmal regelt, daß Sie vernünftige Klamotten anziehen. Haben Sie sich eigentlich schon mal im Fernsehen gesehen? Wie Sie nur immer rumlaufen! Entledigen Sie sich doch bitte endlich dieser albernen Kindersoldatenuniform! Da sahen ja die Betriebskampfgruppen der DDR besser aus, und Sie sind immerhin Diktator! Gönnen Sie sich doch mal was Ausgefallenes: eine schicke rote Anzughose mit so Bügelfalten und Streifen draußen dran, eine flotte Seidenschärpe und überhaupt ein flippiges Sakko mit großen Glitzerknöpfen, die in der Sonne so blinken. Und vielleicht auch Epauletten, natürlich nicht ohne stilsicheren, am besten purpurroten Stehkragen. Würde auch besser zu Ihrer toupierten Frisur passen! Wer macht Ihnen die eigentlich? Also, bitte, tun Sie uns den Gefallen, werden Sie bunt! Bestellen Sie sich was bei QVC. Die Welt ist schon trist genug. Ihr Rentner-Ensemble können Sie schließlich auch dann noch tragen, wenn Ihr Volk Sie mal in selbige geschickt hat.

Stylische Grüße:

Titanic

Aufs Maul, Peter Maffay,

würden Sie also laut Bild-Zeitung bei Talentshows wie »Deutschland sucht den Superstar« einem Dieter Bohlen hauen bzw. sich keine blöden Kommentare von Juroren bieten lassen und statt dessen »aufstehen und denen aufs Maul hauen«.

Aber so gerne, Maffay, wir das auch sehen würden: Erstens wird dort nur Nachwuchs eingeladen und kein Deutschrock-Opa im Spätherbst seiner Karriere, zweitens muß man wenigstens ein Minimum an Talent haben, womit Sie also schon beim Casting ausscheiden würden, und drittens kämen Sie doch zu Bohlens Dieter gar nicht rauf!

Schade eigentlich!

Ihre Hünen von der

Titanic

Und Du, »Novum – Haus der Gebrauchtprodukte« (Witten),

wurdest doch sicherlich in einer dunklen Nacht, als nur der Mond hell schien, ausgetüftelt, oder?

Gebrauchte Grüße von

Titanic

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Dominik Bauer (Hrsg.): "Trump Countdown-Kalender Teil 1"
Nur noch 1361 Tage bis zum Ende seiner Amtszeit. Am 29. April 2017 ist Donald Trump 100 Tage im Amt - somit endet seine Schonfrist und der Präsidentschafts-Countdown kann offiziell beginnen.
Herausgeber Dominik Bauer hat diesen einzigartigen Wochenkalender zusammengestellt, mit vortrefflichen Beiträgen von BECK, Uwe Becker, Jan Böhmermann, Gideon Böss, Tim Feicke, Leo Fischer Burkhard Fritsche, Torsten Gaitzsch, Greser & Lenz, Katharina Greve, Severin Groebner Thomas Gsella, Gerhard Haderer, Hauck & Bauer, Michael Holtschulte, Frank Hoppmann, Rudi Hurzlmeier, Oli Hilbring, Moritz Hürtgen, Kittihawk, Dorthe Landschulz, Mario Lars, Til Mette, Denis Metz, OL, Martin Perscheid, Ari Plikat, Rattelschneck, Hannes Richert, Leo Riegel, Stephan Rürup, Ralph Ruthe, Schilling & Blum, Roland Scholle, David Schuh, Martin Sonneborn, Mark-Stefan Tietze, Friedemann Weise, Ella Carina Werner, Heiko Werning, Ruedi Widmer, Valentin Witt, Tim Wolff, Miriam WursterHans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
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Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen
  • 22.11.:

    Vice sprach mit PARTEI-Chef Sonneborn über Neuwahlen, Fünfprozenthürden und Geldverkäufe.

Titanic unterwegs
26.11.2017 Kassel, Caricatura-Galerie
  Katharina Greve: »Mein Mann ist auch Atheist«
26.11.2017 Frankfurt, Stalburg-Theater
  Thomas Gsella
27.11.2017 Magdeburg, AMO
  Martin Sonneborn
28.11.2017 Rostock, Literaturhaus
  Hauck & Bauer

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Briefe an die Leser

 Yeehaw, Präsident Trump!

Anläßlich des von Ihnen ausgerufenen Gesundheitsnotstands wegen der sogenannten Opioid-Krise sprachen Sie vor Medien über Ihren verstorbenen alkoholkranken Bruder: »Er hat mir gesagt: Trink nicht! Trink nicht! ... Und bis zum heutigen Tag habe ich kein einziges Glas Alkohol getrunken.«

Glückwunsch! Mit dem Alkoholismus anderer Leute hingegen scheinen Sie weniger Probleme zu haben. Anders können wir uns nämlich die Marke »Trump Vodka« nicht erklären, die Sie 2005 mit dem erklärten Ziel gegründet haben, in Sachen Wodka der neue US-Marktführer zu werden. Und die 2011 trotz des einwandfreien Werbespruchs »Success Destilled« eingegangen ist.

Nicht aufgeben! Wie wäre es etwa, die Probleme mit den Opioiden jetzt einzudämmen, indem man deren Hersteller mittels einer profitablen Koks-Manufaktur einfach vom Markt drängt?

»Huge success« wünscht Titanic

 Tagesschau-Redaktion!

Immer wieder lesen wir bei Dir die Beschreibung »islamistisch-extremistisch« für vermutliche und tatsächliche Terroristen. Aber ist das wirklich präzis bzw. ausreichend? Sind das nicht vielmehr radikal-islamistisch-extremistische Gesellen, oder gar vielleicht radikal-islamistisch-extremistisch-fundamentalistische Dogmatiker?

Fragt kritisch-skeptisch: Titanic

 Gemeinde Negernbötel (23795) im Kreis Segeberg!

Nachdem das Lübecker Traditionscafé Niederegger »aus Angst vor Rassismus-Vorwürfen« (»Mopo online«) ihre traditionsreiche »Mohrenkopftorte« in »Othellotorte« umbenannt hat, fragen wir uns, ob sich da nicht vielleicht auch für Dich eine Chance böte, Deinen Namen aus ähnlichem Grund zu ändern. Wie wäre es z.B. mit »Robertoblankenese«?

Nicht gut? Findet aber doch: Titanic

 Klopf-klopf, Elyas M’Barek!

Im Interview mit dem Magazin »GQ« sagten Sie: »Ich glaube, wenn es die Zeit eines Tages zuläßt oder ich keine Lust mehr auf den jetzigen Beruf habe, mache ich eine Tischlerlehre.« Soso, Sie hatten also bisher wirklich Lust auf Ihren Beruf? Wieso hat man das dann keinem Ihrer Filme angemerkt?

Fack ju! Titanic

 Lieber Boris von Heesen, Autor des Lesekalenders Männergesundheit!

»Von A wie Alkohol, über G wie Gefühle bis hin zu V wie Vater« gibt Ihr »Jahresbegleiter in Buchform 52 Impulse mit klarer Struktur.« Doch damit nicht genug: Via Newsletter klären Sie uns auf über die Männertrends 2018. Zum Beispiel nehme »Mann« sich mehr Zeit für die Familie: »Was früher noch undenkbar war, ist mittlerweile kaum noch eine Seltenheit: Immer mehr Väter nehmen sich eine Auszeit für ihre Kinder.« Von »undenkbar« zu »kaum noch eine Seltenheit« in gefühlt 60 Jahren – hui, hier ist Geschwindigkeit King!

Aber damit nicht genug. Es gäbe auch ein »stärkeres Bewußtsein für die Umwelt: Waren es bisher zu großen Teilen Frauen, die eine höhere Sensibilität zu ökologischen Themen aufzeigten, läßt sich nun auch bei Männern zunehmend ein Trend im umweltbewußteren Umgang verzeichnen. Zwar dominiert noch immer die Affinität der Männer zu Autos und Fleisch im Vergleich zu den Frauen, doch es scheint, als gehörten die Hochzeiten von Fast-Food-Ketten und Proteinshake-Herstellern allmählich der Vergangenheit an.«

»Zu großen Teilen«, »zwar«, »es scheint«, »allmählich«: Mehr vages Herumtasten und Ins-Blaue-hinein-Vermuten als bei Ihnen war selten, gar nicht zu reden vom grammatikalischen Gestocher zwischen Autos, Fleisch, Frauen und Drive-Thru-Heiraten. Apropos raten, lassen Sie uns raten: Im Jahr 2031 wird dann eventuell vielleicht scheinbar die allmähliche teilweise Herunterschraubung auf Weiberniveau im Bereich des Möglichen gesehen?

Ihre trendgesunden Transen von der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Berufswahl

Neulich erzählte eine Radiohörerin im Gespräch mit dem Moderator, daß sie ihre Tochter häufig mit zur Arbeit genommen habe und diese daraufhin den Wunsch entwickelte, Tierärztin zu werden. Verstörend fand ich, daß die Frau Altenpflegerin war.

Uwe Geishendorf

 Kulturelle Aneignung

Wenn Menschen aus anderen Nationen Sandalen und Tennissocken kombinieren und anfangen, rechts zu wählen, zählt das auch als cultural appropriation?

Fabian Navarro

 Das wäre geklärt

Als ich kürzlich auf meine Verabredung wartete, ging ein Pärchen an mir vorbei. Ich kriegte gerade noch so den Satzfetzen mit, den er währenddessen in sein Mobiltelefon sprach: »… sorry, ich kann nicht vorbeikommen, ich muß nachher leider noch babysitten …«; woraufhin sie sich von ihm losriß und zischte: »Man sagt nicht ›babysitten‹, wenn es um die eigenen Kinder geht!«

Matthias Stangel

 Ekel Oettle

Ich hatte gestern eine Schlange auf dem Arm und es war so eklig, daß sie sich zwei Stunden später häuten mußte.

Cornelius W.M. Oettle

 Szene aus Paris

Die Tauben auf dem Eiffelturm sehen krank aus, gerupft. Ihnen wird inzwischen nahezu seriell blaues Aluminium auf die Federn gebacken, sie schwanken. Eine Zehe fehlt vielen, manchen gar Fuß oder Kopf. Sie sitzen auf mit scharfem Draht gespicktem Stahl, der unter ihnen rostet vom eignen Urin, während sie langsam und in aller Ruhe sterben. Manchmal gelingt es drei noch etwas rüstigeren, einen Müllsack nach oben zu schleudern – zum Preis von sieben Federn. Doch haben die Viecher sogar schon vergessen, wie man guten Müll von schlechtem unterscheidet. Überfressen mit halbleeren Batterien, drehen sich die Tauben schließlich wie lebende Überraschungsei-Geschenke vor lauter Energie sitzend im Kreis, angetrieben von der Ladungsdifferenz.

Adrian Schulz