Das endgültige Rügenmagazin

Pflichtblatt für den Presserat


Hier lacht der Betrachter - Archiv

2007
2006

 
Titanic unterwegs
11.03.2010 Hamburg, Fleetstreet
  Gerhard Henschel
13.03.2010 Düsseldorf-Bilk, Lot Jonn
  Fischer, Hintner (angefr.), Sonneborn u.a.
15.03.2010 Jena, Romantikerhaus
  Leonhard, Julian und Rudi Hurzlmeier
15.03.2010 Frankfurt, Klabunt
  Hans Zippert

 Oliver Bierhoff!

Schon klar, daß so ein mit allen Marketingwassern gewaschener Entscheidertyp und echter Top-Fußballmanager wie Sie sich nicht vorrangig über den sportlichen Erfolg definiert: »Wenn man auch einmal überlegt, was wir in den vergangenen sechs Jahren erreicht haben – nicht nur sportlich, sondern auch, was das Image der Nationalmannschaft betrifft: Die Image-Werte der DFB-Elf waren noch nie so gut wie jetzt«, verrieten Sie dem Manager-Magaz…, Quatsch, nein: »Eurosport«.
Aber, Bierhoff, alte Reizfigur, haben Sie schon mal überlegt, wie sich die Image-Werte der Nationalmannschaft noch signifikant steigern lassen? Wir hatten da an eine Neupositionierung der Marke Bierhoff im wahlweise osteuropäischen, südostasiatischen oder gerne auch südamerikanischen Raum gedacht.
Ihre Marketing-Koryphäen auf der

Titanic

 Sie, Bettina Röhl,

sind unter der eindrucksvollen Versammlung von Vollpfosten, die da für die Welt den Bereich »Debatte« bestreiten, zweifelsfrei die Königin. Immerhin haben Sie es geschafft, eine veritable Journalistenlaufbahn mit nur einer einzigen Zahl zu bestreiten. Denn »der 68er-Mainstream hat das Land fest im Würgegriff«, vertreten durch die »68er-Renegaten« natürlich, aber gerade auch »durch die jüngeren Nachläufer, die oft nicht einmal zu wissen scheinen, daß das, was sie reden, ›68‹ ist, und die deswegen auch die geistig-moralisch-politischen Alternativen zum Kosmos 68 nicht erkennen und solche gar für unmöglich erachten«; selbstverständlich auch durch die »medialen 68er-Oligarchen«, die sich sozusagen nur in eine schwarz-gelbe Mimikry begeben haben und damit die aktuelle Regierung an die Macht brachten: »Das müssen Merkel und Westerwelle offenbar noch erst schmerzhaft erkennen, daß sie nicht aus eigener Kraft an die Macht gelangt sind, sondern wegen eines konservativen Intermezzos des nach wie vor unumstritten herrschenden 68er-Mainstreams, der sich jeden Tag chamäleonartig weiter entwickelt.« Was besonders bemerkenswert auch deshalb ist, weil genau jenes 68er-Lager also, das erst Rotgrün und jetzt Schwarzgelb an die Macht brachte, »niemals wirklich mehrheitsfähig war, aber dennoch politische Mehrheiten mit medialer Macht organisieren konnte«. Und so auch den armen Guido Westerwelle »mit seiner politischen Korrektheit« steuert, der »ein stromlinienförmig mitschwimmender 68er durch und durch« ist, obwohl ihm womöglich gar nicht klar ist, daß »der Mainstream ein pop-linker Post-68er-Mainstream ist« usw. usf.
Wir chamäleonartigen pop-linken Post-68er-Mainstreamer aber möchten, nachdem wir ja gerade erfolgreich die Regierung ausgewechselt haben und deshalb kurz mal Zeit haben, auch Ihnen ein kleines Intermezzo gönnen und Ihnen ermöglichen, ein einziges Mal etwas Zutreffendes von sich zu geben. Also: Wieviel ist 100 minus 32? Na? Also!
Überhaupt keine Ursache:

Titanic

 Sag mal, Weltgeist,

nach den kürzlich bekannt gewordenen Mißbrauchsfällen am jesuitischen Canisius-Kolleg in den siebziger Jahren hast Du einen der beiden beschuldigten Geistlichen seine Karriere an einem Kolleg in Sankt Blasien fortsetzen lassen. Soweit unwidersprochen solide Arbeit. Den zweiten jedoch zur weiteren Jugendpflege nach Göttingen zu versetzen spricht nicht gerade für übermäßige Einsatzfreude. War denn in Hinterzarten keine Stelle mehr frei?
Fragt mal vorsichtig:

Titanic

 Ach, und übrigens, Bahn,

passierte es im unerwarteten Schneechaos der letzten Monate oft, daß Deinen Zügen plötzlich Waggons fehlten. Mal fehlte Waggon Nummer 13, mal Nummer 23, dann plötzlich die 7 oder die 5. Nun ist so ein Waggon ja auch nur ein Mensch, und wie oft verlieren oder vergessen Menschen irgendwelche Dinge! Solltest Du, werte Bahn, aber auf die Idee kommen, all die Dir abhanden gekommenen Waggons einmal suchen zu wollen, dann reichen wir Dir gerne einen Tip weiter. Er stammt vom Zugchef des ICE, der am 31. Januar von Hamburg-Altona nach Stuttgart fuhr und uns per Durchsage wissen ließ: »Unser Zug verkehrt heute ohne Wagen sechs. Wagen sechs ist uns leider in Eidelstedt abhanden gekommen.« Also los: Such in Eidelstedt, liebe Bahn! Und wenn die Waggons dort nicht stehen – vielleicht gibt’s ja irgendwo in Eidelstedt ein schwarzes Loch, das direkt zum Bermudadreieck führt. Moin moin:

Titanic

 Und was, Herr General a.D. Naumann,

werfen Sie da in der Süddeutschen der kriegsskeptischen Frau Käßmann vor? »Sie zeigt den gläubigen Soldaten keine Alternative auf, sondern speist die Mitglieder der Truppe mit einer Worthülse ohne Substanz ab.« Aber Herr General! Ohne für das bigotte Bibelhuhn eine Lanze brechen zu wollen: Macht sie da nicht einfach nur ihren Job? Für die Substanz sind doch Sie und die übrigen Herren von der Generalität zuständig: »Alle Mann an die Waffen uuuuund: Feuer!« Also: Wälzen Sie das nicht auf andere ab.
Rühren:

Titanic

 Nix wie weg

StudiVZ hat ein gravierendes Problem. Sobald die Mitglieder dieser Online-Community ihren Hochschulabschluß in der Tasche haben, möchten sie nur noch eins: raus. In Fachkreisen spricht man deshalb bereits vom Tübingen unter den sozialen Netzwerken.

Magnus Maier

 Trennungssorgen

Dem Restmüll-Container in meinem Innenhof folgte ein Altpapier-Container, dann einer für Verpackungsmüll, dann ein Container für Kompost und einer für Altglas. Darf ich eigentlich als Privatmann auch einfach einen Container da hinstellen? Ich liebäugle mit einem Prachtexemplar ausschließlich für Alt-Rhönräder.

Markus Hennig

 Ende des Winters

Wie verhält man sich richtig, wenn man in eine Lawine gerät? Antwort: Der Lawine ist es vollkommen egal, wie man sich verhält. Sei einfach du selbst!

Sebastian Klug

 Blickfang

Die oft zitierte Weisheit »Liebe besteht nicht darin, daß man einander anschaut, sondern daß man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt« von Antoine de Saint-Exupéry dürfte sich wohl bei jenen Paaren besonderer Beliebtheit erfreuen, die sich keines Blickes mehr würdigen und die Abende stillschweigend vor dem Fernseher verbringen.

Hauke Prigge

 Haushaltstip

Küchen stets im Halbdunkel wischen.

Volker Surmann