Das endgültige Trotzmagazin

Pflichtblatt für Franz Josef Jung


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Titanic unterwegs
27.11.2009 Bremen, Schlachthof
  TITANIC-Boygroup
27.11.2009 Magdeburg, Moritzhof
  Thomas Fuchs
29.11.2009 Weimar, Mon Ami
  Max Goldt
30.11.2009 Leipzig, Schaubühne Lindenfels
  Max Goldt

 Liebes Hallenser Aktionsbündnis »Hallianz für Vielfalt«!

Es ist ja löblich, daß Du mit einem lokalen Aktionsplan für mehr Demokratie Deine Stadt aufwerten willst. Aber mal ehrlich: Ob da »Unsere Stadt hat Nazis satt« die richtige Parole ist? Erstens ist das doch nun wahrlich keine Neuigkeit, und zweitens würde damit nicht auch noch Werbung machen:

Titanic

 Sie nun, Adrian Ramos,

spielen bei Hertha BSC, sind neu in der Stadt und blicken mit einer gewissen Neugier auf den Winter: »Ich habe noch nie Schnee gesehen.« Das glauben wir Ihnen nicht; schließlich kommen Sie aus Kolumbien!
Naseweise Grüße:

Titanic

 Und was, Deutsches Atomforum,

lesen wir da auf den von Dir verteilten Werbepostkarten? »Unsere Atomkraftwerke stehen voll im Saft!« Und das hätte angesichts des mählich absaufenden Kernmülls im Zwischenlager Asse wirklich nicht schöner sagen können:

Titanic

 Dresdner!

Nach dem im Internet einsehbaren »Läuseatlas« eines Pharmaunternehmens liegt die sog. Läusegefahr in München bei mehr als 90 Prozent, in Hamburg immer noch über 70 Prozent, aber in Dresden: unter 50 Prozent. Wenn das mal nicht Euren bevorzugten Präventionsmethoden, nämlich allgemeine Kopfrasur und schnelles Durchgreifen bei Verdachtsfällen, ausgeführt mit stumpfen Gegenständen, zu verdanken ist!
Eure Volkskörperpfleger auf der

Titanic

 »Spiegel«!

Deine journalistischen Sorgfaltsprinzipien in Ehren, aber so genau brauchst Du es bei Deinen Richtigstellungen nun auch wieder nicht zu nehmen: »Das obere Bild auf Seite 130 zeigt nicht die Produktion von Spulwurmeiern, sondern die Produktion von Eiern des Schweinepeitschenwurms.«
Is’ recht.
Deine Schweinepeitschen von

Titanic

 Wege zum Erfolg

In Ludwigshafen am Rhein wurde ein alter Bunkerturm renoviert und ein durchaus ansehnliches Kulturcafé darin eröffnet. Mit der Auslastung gibt es noch Probleme. Jetzt braucht es viel Werbung und Mundpropaganda, bis der Laden mal richtig voll ist. Oder einen Krieg.

Tim Wolff

 Gravierendes Problem

Der Angestellte des Gravurgeschäfts läßt mich eiskalt abblitzen. Er meint, einen Fuchskopf als Symbol auf einem Löffelstiel gäbe es in der ganzen Welt nicht. Zusätzlich zum Sondermotiv wolle ich auch noch den ausgefallenen Namen Sebastian ins Metall geritzt, und das Ganze bis nächste Woche? Nein: Dieser Auftrag dauere mindestens zwei Monate und koste ein kleines Vermögen. Okay, denke ich, dann gehe ich eben zu Weihnachten mit dem zweijährigen Neffen zu einem Tätowierer. Die stellen sich nicht so an!

Theobald Fuchs

 Ans Licht gebracht

In einer Partyplauderei berichtete ein Gynäkologe, wie geschafft und ausgelaugt er sei – immerhin habe er in den letzten zwei Tagen zwei Entbindungen vorgenommen, darunter eine Zwillingsgeburt. Alle Umstehenden wunderten sich zunächst ob dieses doch recht unterdurchschnittlichen Arbeitseinsatzes und honorierten ihn erst als außergewöhnliche Leistung, als der Mediziner ergänzte, der Vater all dieser Kinder zu sein.

Thorsten Mausehund

 Frauengespräch

Zwei junge Damen unterhalten sich in der U-Bahn über medizinische Probleme: »Mein Hautarzt meint, daß ich auch selbst darauf achten muß, ob sich meine Muttermale irgendwie verändern. Aber ich weiß echt nicht, wie ich das machen soll: Ich hab’ mehr als hundert von den Dingern.« Ihre Begleiterin denkt kurz nach. Dann: »Und wenn du ihnen Namen gibst?«

Thea Unangst

 Verständnisfrage

Sex mit einer Hochschwangeren – zählt das schon als flotter Dreier?

Björn Högsdal